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Klein anfangen für eine bessere Zukunft

Im Süden von Niger kann nicht einmal jede dritte Frau lesen und schreiben. Mädchen werden im Kindesalter verheiratet, weil sich die Familien auf diese Weise Geld sparen. Aber es gibt auch Orte, an denen alles anders ist.

Corona? Nein. Das ist hier wirklich kein Thema. Viele hier glauben nicht einmal, dass es das gibt. Die Frage, die sich für die Menschen hier stellt, ist, wie sie genug zu essen auftreiben können“, steht in der E-Mail. „Ich hoffe, das reicht als Antwort. Ich habe nämlich kein bisschen Zeit, ich bin ständig in den Dörfern. Die Nahrungsmittel werden knapp, jetzt werden die Mädchen verheiratet, denn so können sich die Familien Geld sparen. Gruß, Marie Catherine Kingbo, Ordensoberin der Fraternité des Servantes du Christ, Maradi, Niger.“

Wenn der Baum brennt, ist es oft zu spät, um Wasser zu holen, heißt es hier im westafrikanischen Niger. Noch brennt der Baum im Dorf Dan Bako und den umliegenden Ortschaften vielleicht nicht, noch lassen die Mütter vielleicht mit sich reden. Darum klopfen die Ordensoberin und ihre Mitschwestern an die Türen der Familien. „Nur ein Jahr für dein Mädchen“, bitten sie die Mütter. „Gib deinem Mädchen nur ein einziges Jahr, dann werden wir weitersehen.“

Durchschnittsalter: zwölf Jahre

Das Durchschnittsalter, in dem die Mädchen hier in den Dörfern im Süden von Niger verheiratet werden, liegt bei zwölf Jahren. Es sind aber auch Neunjährige unter den Bräuten. Die Ehemänner sind mindestens volljährig, meist Mitte zwanzig, manchmal aber auch alte Männer. „Das heißt, dass die Mädchen keinerlei Chance auf Bildung und Eigenständigkeit haben“, sagt Sr. Kingbo. Vor 14 Jahren ist die Senegalesin hierher in die Diözese Maradi gekommen, hat eine Ordensgemeinschaft gegründet und mit dem begonnen, was bis heute ihre Mission ist: Mädchen und Frauen eine Zukunft zu geben. Im Vorhof eines der sandfarbenen Häuser von Dan Bako, dem Dorf, in dem sie ihre Arbeit mit den Frauen auf dem Land begonnen hat, hängt die 15-jährige Rahatatou gerade Wäsche auf. Rahatatou ist eines der Mädchen, für die die Schwestern einen Aufschub erwirkt haben. „Was machst du denn hier bei deiner Mutter, ich dachte, du wohnst im Nachbardorf?“, fragt Sr. Arlette, die heute die Familien besucht.

Schulbildung für Mädchen, Hilfe zur Selbsthilfe für die Frauen: Dafür setzen sich die Schwestern der „Fraternité des Servantes du Christ“ in Maradi im Niger ein. Foto: Jörg Böthling

Die Antwort bleibt vage, es hat wohl Ärger mit dem Ehemann gegeben. „Sie hat im vergangenen Jahr geheiratet und vor kurzem eine Fehlgeburt gehabt“, wird die Ordensfrau später erklären. Damit ist das Mädchen keine Ausnahme. „Auf die verfrühten Ehen folgen alle Arten von Schwierigkeiten, leider eben auch Fehlgeburten“, sagt Sr. Kingbo. Zeit zu gewinnen, die Mütter dazu zu bringen, die Mädchen später wegzugeben, das ist für Sr. Kingbo und ihre Mitstreiterinnen zunächst das Wichtigste. Bei Rahatatou hat das nur bedingt geklappt: Die Schwestern hatten gehofft, dass sie viel länger zur Schule gehen dürfte. „Aber leider passiert das oft: Die Mädchen kommen einfach nicht mehr aus den Ferien in ihre Klassen zurück. Wenn wir dann nachforschen, wo sie geblieben sind, hören wir: Sie haben geheiratet.“

Frauen halten zusammen

Auf den gemeinsamen Feldern grünt es. Hier bewirtschaften die Frauen gemeinschaftlich und legen auch ihre Vorräte gemeinsam an. Eine Gruppe hat sich versammelt, es herrscht Unmut, denn die Bewässerungsanlage ist ausgefallen und nicht zum Funktionieren zu bringen. Die Alternative ist wenig verlockend: Ein paar hundert Meter weiter, auf dem weitläufigen Dorfplatz, befindet sich ein Brunnen. Ochsen sind in ein Joch gespannt und ziehen mit den Runden, die sie drehen, die Wassereimer aus der Tiefe. Baraka Makamma gehört zu den Frau en, die auf den Gemeinschaftsfeldern mitarbeiten und Vorräte in die von den Ordensfrauen gegründete Getreidebank einlagern. „Dadurch ist es möglich, zumindest ein bisschen Geld auf die Seite zu legen“, sagt die Mutter von sieben Kindern. Gemeinsam mit dem, was ihr Mann erwirtschaftet, halten sie sich über Wasser.

Im Dorf Dan Bako bewirtschaftet eine Frauenkooperative die Felder gemeinsam. Foto: Jörg Böthling

Die Sorgen sind weniger geworden. Ein bisschen zumindest. „Als wir anfingen, in die Dörfer zu gehen, haben wir zuerst die Frauen zusammengebracht um mit ihnen über ihre Lage zu sprechen“, sagt Sr. Kingbo. Dazu luden die Ordensfrauen die traditionellen Dorfchefs und die Imame ein. „Als sie sahen, dass wir nicht Chaos brachten, sondern dass die Gemeinschaft sogar stärker wurde, waren wir und unsere Arbeit willkommen“, erinnert sie sich. Heute steht Sr. Kingbo unter der schützenden Hand des Sultans. Wenn es darum geht, ein Stück Land zu erwerben, ist er Vermittler und Fürsprecher.

In der Getreidebank lagern Vorräte für mehrere Dörfer. Foto: Jörg Böthling

Die Christen sind eine winzige Minderheit in Niger, der vom traditionell toleranten Islam der Bruderschaften geprägt ist. Höchstens 1,5 Prozent der Nigrer sind Christen. „Aber nur, wenn ich großzügig zähle“, sagt Ambroise Ouédraogo, der Bischof von Maradi. Auf seine Einladung hin hat Sr. Kingbo 2006 ihre Arbeit im Land begonnen. „Wenn die Muslime eines Tages sagen würden: Wir wollen die Christen hinauswerfen, so könnten sie das jederzeit tun“, sagt Bischof Ambroise. In der Vergangenheit hat es bereits Anschläge und Übergriffe durch Extremisten gegeben, wie etwa 2015 in der Stadt Zinder, als unter anderem eine katholische Schule zerstört wurde. Auch der Bischof weiß, dass der radikale Islam wächst und die Sicherheitslage im Land zusehends schlechter wird. Aber er sagt: „Auch wenn wir eine Minderheit sind: Wir sind eine Minderheit, die ihren festen Platz hat.“ Dazu tragen auch die katholischen Schulen bei, die einen guten Ruf genießen und von vielen Amts- und Würdenträgern des Landes durchlaufen wurden.

Nafisa, 9, geht seit vier Jahren in die Missionsschule von Tibiri-Gobir. Foto: Jörg Böthling

Für Sr. Kingbo sind es die heranwachsenden Mädchen an ihrer Schule, auf die sie stolz ist. Im Internat wohnen vor allem Kinder aus entlegenen Landesteilen. Manche haben Schreckliches erlebt. Unter den älteren Mädchen ist die 17-jährige Sylvie, durch deren Dorf an der Grenze zu Nigeria marodierende Banden von Dschihadisten gezogen sind, um die Menschen zu tyrannisieren. „Wir Mädchen können nicht zu Hause bleiben. Diese Leute können einem alles antun“, sagt sie. Sie sitzt umringt von einer kleinen Gruppe Gleichaltriger. Fragt man sie nach dem, was die Zukunft bringen soll, sagen sie: Krankenschwester. Lehrerin. Sylvie, die vor Boko Haram geflohen ist und einmal pro Woche versucht, zu Hause jemanden zu erreichen, um sicherzustellen, dass alle noch leben, möchte für immer bei den Schwestern bleiben. „Ob das ihr Weg ist, werden wir sehen“, sagt Sr. Kingbo. Und dann gibt es Nafisa, Enkelin des Onkels des Sultans. Er hat sie in die Obhut der Schwestern gegeben, damit sie eine gute Schule besucht. Sie ist neun Jahre alt, und damit eigentlich in heiratsfähigem Alter. „Eigentlich“, sagt Sr. Kingbo mit entschlossenem Blick. „Aber davon ist nicht im geringsten die Rede.“

NIGER UND SEINE FRAUEN
80 Prozent der Frauen in Niger können nicht lesen und schreiben. Alle zwei Stunden stirbt eine Frau bei der Geburt und durchschnittlich bringt jede sieben Kinder zur Welt. In dieser Realität nahm Sr. Marie Catherine Kingbo mit nur einer Mitschwester im Jahr 2006 ihre Arbeit auf. Heute stehen da, wo die beiden Frauen aus dem Nichts begonnen haben, eine Schule und ein Internat der Schwestern der Ordensgemeinschaft „Fraternité des Servantes du Christ“. In den Dörfern bringen die Ordensfrauen die Menschen zusammen, um heikle Themen zu diskutieren. Im ländlichen Umfeld, wo die Armut am gravierendsten ist, ermutigen sie die Frauen, sich mithilfe von Mikrokrediten wirtschaftlich auf eigene Füße zu stellen und Vorräte für schwere Zeiten anzulegen. Denn die durchlebt Niger immer wieder: Das Land in der Sahelzone kämpft gegen den Hunger. Dazu kommt der Terror islamistischer Gruppen. Mit der Stadt Agadez gibt es im Niger ein Drehkreuz der afrikanischen Migration. Seit die Wege durch die Sahara und über das Mittelmeer immer schwieriger werden, stranden hier zahllose junge Migranten. Sie zu versorgen, ist eine große Herausforderung für die Zukunft. Denn Terrorgruppen, die im Namen des Islam operieren, bedienen sich nur allzu gerne bei der perspektivlosen Jugend und finden dort immer wieder neue Kämpfer. Einen Kurzfilm gibt es im missio-YouTube-Kanal sowie aufwww.weltmissionssonntag.de.

Brasilien im Corona-Chaos

Die Pandemie hat auch unser Leben in Brasilien total verändert. Anfang des Jahres dachten wir noch, dass der Virus nicht zu uns kommen würde. Aber am 25. Februar wurde der erste Corona-Fall in Brasilien registriert, mittlerweile sind es schon 3.180.758 Fälle (Stand 12.08.20). Der erste Todesfall wurde am 13. März registriert, jetzt sind es schon 104.528 Fälle. Der Bundesstaat Mato Grosso, wo ich derzeit lebe, registrierte den ersten Fall am 19. März, mittlerweile sind es schon 69.085 (14.470 Fälle allein in der Hauptstadt Cuiaba). Den ersten Todesfall gab es hier am 3. April, inzwischen sind es 2.264 (649 davon in Cuiaba).

Die Pandemie verschärft die sozialen und wirtschaftlichen Probleme und man befürchtet einen totalen Zusammenbruch und Chaos. Die Bekämpfung der Pandemie wird durch die Verharmlosung des brasilianischen Präsidenten erschwert. Er bezeichnet Covid-19 als harmlose Grippe und lehnt Schutzmaßnahmen wie soziale Distanzierung, Maskenpflicht und Einschränkung der Aktivitäten in besonders gefährdeten Gebieten als wirtschaftsschädigend ab. Das bekannte Malariamittel Chloroquin ist seiner Meinung nach das Wundermittel gegen Covid-19. Jair Bolsonaro ignoriert die Wissenschaftler und den brasilianischen Ärzteverband, die auf die negativen Folgen seiner Politik hinweisen. Deshalb mussten auch zwei Gesundheitsminister, angesehene Ärzte, seine Regierung verlassen. Ein General leitet das Gesundheitsministerium und ersetzte erfahrene Experten durch Militärs.

Transparent vor dem Dom in Caceres, Mato Grosso: „Aus Liebe zu Gott, bleibt zu Hause“. Foto: Manfred Göbel

Bolsonaro erhält Unterstützung von den evangelikalen Freikirchen, dem konservativen Lager der katholischen Kirche, Unternehmern, Geschäftsleuten, einem Teil des Militärs und von allen, die seine Ideen gutheißen, das sind rund 30 Prozent der Bevölkerung. Anstatt das Land zu einen, spaltet er es durch seine radikalen Ideen. Er sagt zum Beispiel: „Wir, die Rechten, nehmen Chloroquin gegen Covid-19 und die ‚Linken‘ trinken Tubainsaft.“ Der rechtsgerichtete Präsident bezeichnet sich auch als Schutzwall gegen den Kommunismus und als Garant für die Demokratie. Die Spaltung geht quer durch die Bevölkerung und auch durch die katholische Kirche, was das vor kurzem veröffentlichte Schreiben „Brief an das Volk Gottes“ zeigt. In dem Dokument kritisieren 152 brasilianischen Bischöfen (rund ein Drittel der Bischöfe) eine fehlende Politik zur Verbesserung der Lebensbedingungen der armen Bevölkerung sowie die Unfähigkeit Krisen zu bewältigen, vor allem in Bezug auf Covid-19. Eine Reaktion des Präsidenten blieb bisher aus. Anscheinend hat er das Schreiben ignoriert.

Die Pandemie ist auch in die Indianergebiete eingedrungen. Die letzten Zahlen (vom 11.08.20) sprechen von 24.246 Fällen, davon 664 Tote. Bis jetzt sind 148 Indianervölker von insgesamt 305 Völkern mit einer Gesamtbevölkerung von 734.000 Indianern betroffen. Man hatte es versäumt, die Indianergebiete zu schützen und sanitäre Barrieren zu errichten.

Die Lage hatte sich zeitweise in vielen Regionen dramatisch verschlechtert und die Gesundheitsdienste kollabierten, wie zum Beispiel in Mato Grosso und Cuiaba. Die Krankenhäuser waren voll und es gab keine Intensivbetten mit Beatmungsgeräten mehr. Viele Krankenschwestern und Ärzte sind an Corona erkrankt, einige gestorben, deshalb fehlt Personal. Momentan hat sich die Lage in Cuiaba etwas verbessert, nachdem drei Wochen lang alles geschlossen war. Doch wie lange bleibt es so?

Fast vergessen wegen der Pandemie verzeichnet die Abholzung des Regenwaldes neue Rekordzahlen. Von August 2019 bis Juli 2020 wurden 9.125 Quadratkilometer Urwald abgeholzt, eine Steigerung von 34,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit Wochen plagen uns großflächige Brände, die große Rauchwolken über Cuiaba bringen. Hinzu kommt das trockene Klima mit einer Luftfeuchtigkeit von nur 17 Prozent. Das Naturschutzgebiet Pantanal verbucht eine seiner schwersten Brände-Saisons. Um 28 Prozent nahmen die Brände gegenüber dem Vorjahr zu. Atemwegserkrankungen wegen Corona und den großen Bränden peinigen die Bevölkerung.

Die Organisation Acamis betreut mit Unterstützung der DAHW 230 Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise. Foto: Manfred Göbel

Wegen der Pandemie leiden alle anderen Gesundheitsprogramme. Die Leprabetreuung wird vernachlässigt. Seit März finden keine Aufklärungskampagnen und auch keine Ausbildungskurse statt. Die letzten Zahlen vom Gesundheitsministerium im Mato Grosso zeigen, dass die Zahl der neuen Leprafälle im ersten Halbjahr um 50 Prozent zurückging gegenüber dem Vorjahr, von 2.304 auf 1.279 Fälle. Im Jahre 2019 wurden insgesamt 4.424 Fälle im Mato Grosso registriert. Das heißt, dass viele an Lepra erkrankte ohne Diagnose und Behandlung sind. Das wird die Leprakontrolle um Jahre zurückwerfen. Auch die geplanten Projekte und Aktivitäten der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) in Brasilien konnten wegen der Pandemie nicht im vollen Umfang durchgeführt werden.

Mehr zum Thema:
Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe in Brasilien

Missionarinnen Christi helfen in der Coronakrise in Brasilien


Coronakrise und Flüchtlingskinder

Die Coronakrise ist zwar eine weltweite Problematik, hat allerdings nicht zu mehr Weitblick im Sinne von mehr Themenvielfalt geführt. Im Gegenteil: Die Probleme von geflüchteten Menschen sind zum Beispiel weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein geraten. Dabei haben gerade diese Menschen wegen der Krise einen besonders schweren Stand. Vielleicht ermöglicht es zumindest der Weltflüchtlingstag am 20. Juni, den Blick hierauf etwas zu weiten. Um die Situation von Asylbewerbern im Bistum Eichstätt in der Coronazeit ein wenig  zu beleuchten, habe ich mit Angela Müller, Mitarbeiterin der Flüchtlings- und Integrationsberatung der Caritas-Kreisstelle Eichstätt und Sprecherin für diesen Bereich beim Caritasverband der Diözese, gesprochen.

Dezentrale Unterbringung im Vorteil

„Da geflüchtete Menschen oft auf beengtem Raum leben müssen, ist es für sie eine besondere Herausforderung, Kontakte zu vermeiden und Abstandsgebote einzuhalten“, erfährt Angela Müller. Umso erleichterter ist sie, dass bei den Beratungen der Caritas im Bistum Eichstätt bisher nur wenige Fälle von Ansteckung mit Corona bei Asylbewerbern bekannt geworden sind, im Landkreis Eichstätt sogar noch gar kein Fall. Gerade bei dieser Problematik zeigt sich ein großer Vorteil der dezentralen Unterbringung vieler hier. „Es kommt erstens nicht so schnell zu Ansteckungen und zweitens, wenn dies passiert, nicht zu Masseninfektionen, die es ja jetzt in mehreren größeren Unterkünften in Deutschland gegeben hat“, erklärt die Caritas-Sprecherin einen Vorteil der dezentralen Lösung, die allerdings grundsätzlich von politischen Entscheidungsträgern für die Zukunft nicht favorisiert wird.

Die Coronakrise hat für die geflüchteten Menschen zahlreiche Nachteile mit sich gebracht, vor allem für das schulische Lernen der Kinder. In den Wohncontainern ist kein WLAN möglich, und sich den ganzen Stoff über mobile Daten herunterzuladen, ist für die Leute zu teuer. Ferner haben viele nicht nur keinen geeigneten Raum zum Lernen, sondern auch keinen Computer zur Verfügung. „Wir haben versucht, in einigen Fällen über die 150 Euro Gutschein-Regelung der Bundesregierung für bedürftige Schüler zur Anschaffung von entsprechenden Geräten etwas zu verbessern, aber trotz Nachfragen bei mehreren Behörden nicht erfahren, wo dieses Geld abgerufen werden kann“, so die Caritasberaterin. „Gott sei Dank haben wir für einige immerhin von Schulen Computer ausleihen können.“

Neben mangelnder technischer Ausrüstung ist natürlich aber auch die menschliche Unterstützung beim Lernen der Kinder zu Hause eine besondere Herausforderung für Flüchtlingsfamilien: „Wenn schon deutsche Eltern hier ihre Probleme haben, kann man sich vorstellen, wie es Eltern anderer Sprache und Kultur dabei ergehen muss. Und da ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ja bisher nicht die Unterkünfte betreten dürfen und die wenigsten Familien Anspruch auf eine Notbetreuung haben, sind sie, was das Homeschooling betrifft, wirklich abgehängt“, spricht die Caritasberaterin Klartext. Und viele Fortschritte, welche die Flüchtlingskinder beim Erlernen der deutschen Sprache durch Spielen mit deutschen Kindern gemacht haben, sind durch das Gebot der Kontaktvermeidung nun wieder gefährdet.

Persönliche Beratung wieder möglich

Doch nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen befinden sich in der Coronakrise immer wieder in schwierigen Situationen. „Wenn es um Anträge geht, haben die Behörden den Asylbewerbern vor der Krise zumindest teilweise beim Ausfüllen oder Verstehen geholfen. In den letzten Monaten mussten die Anträge zur Kontaktvermeidung aber vollständig ausgefüllt zugestellt werden“, erzählt mir Angela Müller. Immerhin können Betroffene bei solchen Problemen seit kurzem wieder nach Anmeldung persönlich zur Flüchtlings- und Integrationsberatung der Caritas kommen, um sich helfen zu lassen. „Am Telefon ist so etwas nur schwer möglich“, ist die Erfahrung der Caritasberaterin. Auch für Geflüchtete mit psychosozialen Problemen ist bei ihr zum Beispiel wieder ein direktes Gespräch möglich. Ansonsten wird aber auch noch bei der Caritas zur Sicherheit die telefonische Beratung bevorzugt.

Ein weiteres Problem ist die Gewährung eines besonderen Schutzes für  Risikogruppen unter den Asylbewerbern: Aufgrund des Platzproblems in vielen Unterkünften, in denen sich Betroffene häufig Zimmer, Bad und Küche mit anderen teilen müssen, ist das kaum möglich.

Vermehrt helfen

Dass auch geflüchtete Menschen Einschränkungen aufgrund der Coronakrise in Kauf nehmen müssen, stellt Angela Müller nicht in Frage. Dennoch könnten Gesellschaft und Politik etwas tun, um ihnen in einer besonders schwierigen Lage zu helfen. Von der Gesellschaft wünscht sie sich unmittelbar nach der Krise ein verstärktes ehrenamtliches Engagement, um den Kindern in ihren Unterkünften beim Lernen vermehrt zu helfen, Verpasstes wieder aufzuholen. Oder auch, dass sich Leute finden, die mit ihnen einfach ab und zu draußen spielen, womit Freude am Leben und Deutschlernen Hand in Hand gehen. Von der Politik fordert die Caritasberaterin, dass vor allem in größeren Unterkünften gesonderte Räume mit entsprechender technischer Ausrüstung ermöglicht werden, um für die Kinder ein besseres Homeschooling zu realisieren. Besonders wichtig ist das natürlich dann, wenn es noch zu einer zweiten Coronawelle kommt. Diese würde freilich die ganze Bevölkerung vor neue Herausforderungen stellen, wäre insbesondere aber eine zusätzliche  Belastung für geflüchtete Menschen: weltweit sowieso, aber auch für die bei uns lebenden Asylbewerber.

Renovabis-Aktion 2020: Eine Bildbetrachtung

Die deutschen katholischen Hilfswerke haben entschieden, ein gemeinsames Zeichen der Solidarität zu setzen und dieses Jahr unter ein gemeinsames Thema zu stellen. Dies wurde längst vor dem Ausbruch der Coronakrise geplant. Die Entscheidung und das gewählte Thema „Frieden“ waren richtig und können aus aktueller Sicht als prophetische Handlung gedeutet werden. Denn für die jetzige Situation sind sie mehr als treffend. Es ist anerkennenswert, dass die deutschen Hilfswerke ihre Schwerpunkte in diesem Jahr zum ersten Mal von der Thematik her bündeln: „Frieden“ wurde in die Mitte ihrer Projektarbeit, ihres Gebetes und ihres Nachdenkens gestellt.

Auch Renovabis, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel­ und Osteuropa, macht sich für diese Idee stark. Das Thema trifft in der Tat den Kern der Nöte und Sorgen der Renovabis-Partner auf dem europäischen und asiatischen Kontinent. Ganz besonders deutlich wird es an dem Land, das Renovabis als Beispielland für die diesjährige Pfingstaktion und damit verbundene Sammlung gewählt hat: die Ukraine. Der Inhalt der Pfingstaktion berührt nicht nur eine der tiefsten Sehnsüchte der Ukrainerinnen und Ukrainer, sondern das Leben eines jeden Menschen, „der den Wunsch nach Frieden, erfülltem Leben und Heil in sich trägt.“ (Patriarch Shevchuk, Grußwort zur Pfingst-Novene).

Auch wenn die Corona-Pandemie die ganze Welt im Griff hält und sie wirtschaftlich und sozial lahm legt, schafft sie es nicht, die Waffen und die Kriegsherde zum Stillschweigen zu bringen. So herrschen in der Ukraine, einem Land direkt vor der Tür der Europäischen Union, ohne Unterbrechung seit Herbst 2014 bis auf den heutigen Tag Kriegszustände mit bereits mehr als 13.000 Toten, Millionen von Binnenflüchtlingen und viel Elend und Not an Seele und Leib. Wenn sich dazu auch noch die Ängste des Corona-Virus gesellen, stehen die Menschen vor echten existenziellen Herausforderungen. Werden sie gefragt, gehen die Antworten alle in eine Richtung: Unser einziger Traum ist, dass der Friede wieder kommt und dieser wieder das Leben bestimmt und ermöglicht.

Der Friede ist eine der Früchte des Heiligen Geistes. Er ist mit dem Heiligen Geist wesensgleich. Der Friede ist von uns Menschen allein nicht machbar. Er kann von uns nicht festgehalten werden, er ist immer auch zerbrechlich und niemals etwas Selbstverständliches. Der Friede muss und darf von Gott erfleht werden. So ist die Pfingstzeit eine gute Gelegenheit, neben unserem konkreten Einsatz für den Frieden immer auch um ihn zu bitten.

Dies kann sehr gut mit Hilfe der diesjährigen Pfingst-Novene von Renovabis gemacht werden, die im Grunde genommen eine lange, auf mehrere Tage verteilte Bitte um die Gaben des Heiligen Geistes ist, besonders um die Gabe des Friedens.

Rückseite der Vorlage zur Renovabis-Pfingstnovene

Ich persönlich finde die Novene sehr ansprechend. Sie ist mir in diesen Tagen zu einer treuen und hilfreichen Begleiterin in meinem Gebetsleben geworden. Doch ist sie nicht nur aufgrund der Texte bereichernd. Auch von der Aufmachung her habe ich an ihr Gefallen gefunden: Das ganze Bildprogramm ist für meine Begriffe genial gewählt und zusammengestellt. Als etwas ganz Besonderes gilt für mich das Foto auf der Rückseite des Novene-Heftchens. Ich fühle mich dadurch angesprochen und bleibe immer wieder mit meinen Augen und in meinen Gedanken daran hängen. Das Foto stammt aus der Ukraine. Dies stellt man schon allein an den gelb-blauen Farben des Fähnchens fest. Es ist ein Schnappschuss in jeder Hinsicht. Ein Vater trägt seinen Sohn auf den Schultern: ein biblisches Motiv, ein Motiv des Vertrauens; ein im Alltag oft anzutreffendes Motiv, ein Motiv, das eigene Kindheitserinnerungen hochkommen lässt. Beide schauen vom Osten nach dem Westen: programmatisch für das Land Ukraine, ein osteuropäisches Land und Partner von Renovabis. Dies ist das Land, das sich nach Rechtsstaatlichkeit und demokratischer Ordnung nach dem westeuropäischen Vorbild sehnt und dafür seit einigen Jahren kämpfen muss.

Das Gebäude im Hintergrund ist verschwommen: Der Fokus liegt auf den beiden Personen, dem Vater und dem Sohn. Dies steht für einen zentralen Aspekt des Selbstverständnisses von Renovabis als Aktionsgemeinschaft der deutschen Katholiken mit den Mitmenschen im östlichen Teil des gemeinsamen Kontinentes. Die Unterstützung und die Spenden, die Renovabis einwirbt, kommen den Menschen mit ihren unmittelbaren Bedürfnissen direkt zugute. Diese Art von Partnerschaft, wie sie auf dem Foto ausgedrückt wird, steht auch im Mittelpunkt des Renovabis-Hilfswerkes.

Und nun zu einem weiteren Aspekt: Die Augen der beiden sind geöffnet und doch in sich versenkt, es sind betende Augen: Der Sohn scheint vom Vater vieles geerbt zu haben, auch den Blick der Augen mit seiner unübersehbaren Tiefe. Der Vater, bodenständig, reich an Lebenserfahrung, vielleicht ein wenig besorgt, schaut konzentriert vor sich hin, leicht zu Boden geneigt. Er trägt gerne die Last des Kindes auf den Schultern. Er geht beständig und verantwortlich nach vorne, er will, dass die Zukunft des Sohnes gelingt. Der Blick des Sohnes ist für sein Alter fast zu ernsthaft. Doch verrät er eine unheimlich große Weite. Diese ist möglich, da der Vater strapazierfähig und gelassen auf beiden Beinen steht und dem Kind Sicherheit verleiht. Der Sohn kann und darf träumen, sich auf den Vater verlassen und auf dessen Träumen aufbauen: vom Frieden, vom Glück, vom erfüllten Leben, von einer Zukunft ohne Krieg und ohne Angst vor Viren und Krankheiten.

Und ein letztes Element des Fotos. Der Sohn streckt seine Hände, gestützt auf Papas Haupt, nach vorne aus: In den Händen hält er seine Identität der Außenwelt und Gott entgegen. Er ist ein kleiner Ukrainer; die Farben Gelb und Blau, nicht nur im flatternden Nationalfähnchen, sondern auch als Farbe der Blumen, sagen das aus. Er träumt von Frieden, der nicht nur von seiner Bereitschaft dazu abhängt. Frieden braucht diese Bereitschaft von vielen Seiten, von allen Seiten, damit er stabil eintreten kann.

Frieden wird begründet nur dann, wenn alle Väter und Söhne, alle Mütter und Töchter dazu bereit sind, wenn alle nicht nur bei sich, bei ihren Identitäten, Egoismen und Meinungen bleiben. Alle sollen dafür aus sich heraustreten und bereit sein, die Hände voller Blumen der Vergebung, der Nachsicht und des Entgegenkommens, aber auch der konkreten stützenden und helfenden Handlungen sich gegenseitig entgegenzustrecken. Nur dann wird eine Grundlage für den Frieden gebildet werden können. Nur dann können wir zu den seligen – glücklichen – Friedenstiftern werden, wie dies das Logo der diesjährigen Pfingst-Novene festhält, indem es das Schriftwort aufgreifend: „Selig, die Frieden stiften“ (Mt 5,9). Nur dann kann der Heilige Geist das menschliche Gemeinschaftswerk des Friedens mit seiner Gnade überschatten und es vollenden.

Ein Foto, ein Bild aus dem Leben, voller Realsymbole für das Leben, für das friedliche Zusammenleben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, ich lade Sie herzlich ein, sich der diesjährigen Renovabis-Aktion in Gebet und unterstützendem Spendenwerk anzuschließen! DANKE!

Missionarinnen Christi helfen in der Coronakrise in Brasilien*

Ende Februar erreichte das Coronavirus auch Brasilien. Seit Mitte März wurde das öffentliche Leben in Brasilien stark eingeschränkt. Die Schulen wurden geschlossen, Gottesdienste konnten nur mehr über die Medien mitgefeiert werden und die Menschen aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Uns Missionarinnen Christi war sofort klar, dass dies eine große Not für viele Familien in der Peripherie bringen wird, da rund 40 Prozent der Bevölkerung ihr Einkommen von informeller Arbeit bestreitet. Viele kleine Straßenhändler, Reinigungskräfte, Hausangestellte und Arbeiter/innen in Nähwerkstätten haben keinerlei finanzielle Rücklagen und stehen jetzt durch die Anordnung der sozialen Distanzierung (die die einzige „Impfung“ gegen das Virus ist) ohne Einkommen da, sie wissen nicht, wie sie überleben sollen. Viele Familien haben ihre Lebensgrundlagen verloren.

Sr. Petra Pfaller (links) bein ihrem Einsatz in der Coronakrise in Brasilien

Inzwischen sehen wir auch in Brasilien, wie sehr das Leid und die Verzweiflung die Menschen im ganzen Land trifft: Überfüllte Krankenhäuser, voller Einsatz des Gesundheitspersonals, Mangel an Schutzkleidung, Tests, Beatmungsgeräten, immer mehr Tote und chaotische Situationen auf den Friedhöfen. Schon jetzt kommen die meisten Patienten aus den Armenvierteln, weil die unmenschlichen Lebensbedingungen die Ausbreitung des Virus maßgeblich begünstigen.

Das Nothilfeprogramm der brasilianischen Regierung, das bedürftigen Familien drei Monate lang 600 Reais (das sind ca. 100 Euro) ausbezahlt, kommt nur sehr schleppend in Gang und grenzt wieder viele Bedürftige aus. Und es hat offen gelegt, dass rund 50 Millionen Menschen diese Notfallhilfe beantragt haben und dauerhaft einen angemessen Soziallohn bräuchten.

Spendenaktion der Missionarinnen Christi

Von Anfang an haben wir Missionarinnen Christi die Situation dieser Familien mit Aufmerksamkeit wahrgenommen und als wir vermehrt um Lebensmittelpakete und um “irgendetwas zu essen” angefragt wurden, war klar, dass wir helfen müssen. Wegen der Coronakrise waren keine direkten Lebensmittelspenden möglich, denn das hätte viele direkte persönliche Kontakte bedeutet. So haben wir entschieden, einen finanziellen Spendenaufruf unter dem Motto „Hoffnung bringen mit den Missionarinnen Christi – Lebensmittel und Kochgas für bedürftige Familien“ über Facebook hier in Brasilien zu starten. Die meisten unserer Freunde und Bekannten unterstützten uns, indem sie unsere Aktion weiterleiteten, da es ihnen selber nicht möglich war, Geld zu spenden oder weil sie selbst schon anderen Familien halfen. Trotzdem kam eine für unsere Verhältnisse doch ansehnliche Summe zusammen, über die wir uns sehr gefreut haben und die es uns ermöglicht hat, Anfang April unsere Hilfsaktion zu starten.

Situation in den Gefängnissen

Die Menschen in den brasilianischen Gefängnissen sind dem Virus Covid-19 ganz besonders ausgesetzt. Schon ohne Pandemie sind die Verhältnisse dort krankmachend und oft tödlich, ganz besonders für die mehr als 45.000 Frauen in Haft. Einige wenige, schätzungsweise 5.000, hauptsächlich aus dem halboffenen Vollzug, wurden wegen der großen Ansteckungsgefahr des Coronavirus nun in den Hausarrest geschickt. Aus dem geschlossenen Strafvollzug wurden jedoch nur wenige Frauen entlassen, nur Frauen über 70 Jahre oder Schwangere. Die Präventivmaßnahmen in den Haftanstalten sind leider nur politisches Gerede. Man stelle sich vor, wie eine Isolation in den vollkommen überfüllten Haftanstalten möglich sein soll? Ganz abgesehen davon, dass Wasser und Seife Mangelware hinter Gittern sind.

Alle Besuche wurden verboten. Aber Besuche bekommen heißt auch, Zugang zu Essen, Medikamenten und persönlichen Hygieneartikeln (Seife, Zahnpasta) zu haben. Vierzig Prozent der gefangenen Frauen warten noch auf ihre Verhandlung; 90 Prozent sind Mütter, 80 Prozent sind Alleinerziehende. All dies sind nicht nur Zahlen, sondern Frauen, die eine wichtig soziale Funktion und Verantwortung für ihre Familie haben.

Männer in Haft haben weit aus nicht diese gesellschaftliche Verantwortung. Mehr als 80 Prozent dieser Frauen sind wegen Drogendelikten angeklagt oder verurteilt. Sie werden von den Richtern als besonders gefährlich eingestuft; die moralische Verurteilung spielt dabei eine sehr große Rolle. „Eine Frau tut das nicht! Hat sie denn nicht an ihre Kinder gedacht?“ habe ich schon von einem Richter im Gerichtssaal gehört. Eben weil sie an die Kinder dachte, ist sie jetzt in Haft. Die meisten dieser Frauen waren sogenannte „Mulas“, d.h. „Lastenträgerinnen“, sie übernahmen Botendienste für Drogenhändler. Sie erhoffen sich das schnelle Geld für den Unterhalt der Familie und stehen in der untersten hierarchischen Stufe der Drogenkriminalität. Damit sind sie der Strafverfolgung durch die Behörden am meisten ausgesetzt. Diese „gefährlichen“ Frauen, von denen die meisten schwarz und arm sind, haben schon ein geschwächtes Immunsystem. Durch die schlechte Ernährung und schmutzigen Haftanstalten müssen sie nun mit der Pandemie mehr denn je um ihr Leben und das ihrer Kindern bangen, von denen sie oft nicht wissen, wo sie sind. Nachrichten aus den Gefängnissen gibt es nur selten, da alle Besuche verboten wurden. Auch die Gefängnisseelsorge darf ihren gesetzlich zugesicherten Besuchsdienst jetzt nicht wahrnehmen. So sind die Gefangenen „isoliert“, alleingelassen, ohne jegliche Nachricht ihrer Familienangehörigen. Was tun? Wir werden weiterhin lebenswichtige Maßnahmen, vor allem für diese Frauen, von den zuständigen Behörden einfordern und uns ganz besonders für vorzeitige Haftentlassungen einsetzen.“

* Mit Auszügen aus einem Brief von Sr. Barbara Kiener, Regionalleiterin der Missionarinnen Christi in der Region Brasilien