Wandern im National Park Torres del Paine

Seit meinem letzten Blogbeitrag ist wieder einige Zeit vergangen und ziemlich viel passiert. In den hiesigen Sommerferien habe ich mit meinen beiden Mitfreiwilligen den alten Rasen der Spielwiese der Sala Cuna (Kinderkrippe) rausgerissen und einen neuen Rollrasen verlegt. Das war eine ziemlich harte Arbeit, und in Chile verläuft alles immer etwas anders als geplant. Aber nach einer Woche schwerer Arbeit mit vier weiteren Mädels bei 35°C in der prallen Sonne haben wir auch diese Aktion glücklich hinter uns gebracht. An dieser Stelle möchte ich noch einmal allen Spendern sehr herzlich danken, durch deren Geld dieses Projekt verwirklicht werden konnte.

Und dann ging‘s ab in den Urlaub.
1.    Stopp: Osorno
Mit einer Mitfreiwilligen (Franzi) machte ich mich mit dem Bus auf Richtung Osorno zu Pater Juan. Der Kapuzinerpater arbeitet als Kaplan in der Pfarrei San Leopoldo Mándic in Rahue Alto. Dort haben wir am ersten Tag seiner Sekretärin bei verschiedenen anfallenden Dingen geholfen. Am Sonntag sind wir dann mit ihm ans Meer gefahren. Am nächsten Tag sind wir früh morgens los, um über Schotterwege nach Pucón zu kommen. Obwohl wir sechs Stunden unterwegs waren, hat sich schon allein die Hinfahrt gelohnt, denn die Gegend ist wirklich wunderschön.

2. Stopp: die Insel Chilóe
Dort haben wir zwei Nächte verbracht und sowohl Ancud als auch Castro besucht. Die Insel ist zwar landschaftlich sehr schön, leider hatten wir nicht so tolles Wetter, deswegen konnten wir nicht so viel unternehmen.

3.    Stopp: Torres del Paine
Mit dem Flugzeug ging es von Puerto Montt aus nach Punta Arenas, die südlichste Großstadt der Welt. Von dort sind wir gleich weiter nach Puerto Natales, um uns fertig auszustatten für den Besuch im Torres del Paine.
Am Samstagmorgen ging es los mit dem großen Abenteuer – fünf Tage Wandern im Torres del Paine, einem der schönsten Nationalparks weltweit. Mit Zelt, Isomatte, Schlafsack, Gaskocher, warmen Klamotten (es war saukalt und echt windig) und Essen für fünf Tage sind wir losgestapft. Rauf und runter über Stock und Stein. Die ersten drei Tage war das Wetter wirklich schön und um jede Ecke, die wir kamen, wurde die Landschaft noch schöner. Es war wirklich traumhaft. Am 4. Tag hat es leider sehr geregnet und gewindet und wir hatten wirklich Angst, dass unser Zelt davonfliegt. Gott sei Dank war das Wetter dann am letzten Tag, als wir zum Grey-Gletscher gelaufen sind, wieder besser. Man kann nur sagen, dass es sich wirklich lohnt, dort hinzufahren! (Hier noch Franzi’s Blogeintrag zu unserem gemeinsamen Urlaub).

Ja, das war’s mit meinem Urlaub. Ich habe mich auch sehr gefreut, nach zwei Wochen wieder nach Hause nach Santiago zu kommen. Kaum angekommen war ich auch schon wieder weg, da wir mit allen Freiwilligen drei Tage ein Zwischenseminar in Punta de Tralca (am Meer) hatten.

Seit Anfang März arbeite ich wieder. Es hat sich jetzt alles ein bisschen geändert. Da hier im Februar das neue Schuljahr beginnt, wurden alle Teams neu gemischt und meine Kinder sind in den Kindergarten gekommen. So habe ich jetzt ein neues Team und auch neue Kinder. Die ersten Tage waren wir damit beschäftigt, die Sala neu einzurichten und nach einer Woche sind die neuen Kinder gekommen. Sie sind zwischen 11 und 14 Monate alt und die meisten können auch noch nicht laufen bzw. manche auch noch nicht krabbeln. Es ist für mich schon eine Umstellung, jetzt mit den wirklich kleinen Kindern zu arbeiten, aber trotz allem macht es mir immer noch sehr viel Spaß und die Kleinen sind einfach mega süß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.