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Ein lebendiges Projekt von Renovabis

Renovabis habe ich in den letzten 20 Jahren gleich aus zwei Perspektiven kennengelernt: als Stipendienempfänger in meiner Studentenzeit in Eichstätt und als Mitbetreuer der „lebendigen Projekte“, der Stipendiaten von Renovabis, in meiner Aufgabe als Vizerektor und Rektor des Collegium Orientale. Wenn ich Renovabis höre, sehe ich „grün“ und spüre spontan und dankbar einen frischen Wind des Heiligen Geistes. Ich denke dabei an die grüne Farbe des Logos von Renovabis, die für mich wie keine andere zu diesem Hilfswerk der deutschen Katholiken passt. In den östlichen Kirchen der byzantinischen Tradition, woher ich komme, wird diese Farbe für das Pfingstfest verwendet und ist für das Wirken des Heiligen Geistes reserviert. Grün bedeutet Leben, neuer Anfang, Entfaltung, Gedeihen.

So steht das Grün bei Renovabis in meinen Augen nicht nur für die Ausgießung des Heiligen Geistes, sondern auch für seine jährliche Hauptspendenaktion an Pfingsten. Sie steht zugleich für den partnerschaftlichen Umgang von Renovabis mit den Partnerländern und -kirchen, in denen und für die seine Projekte zur Förderung des Lebens, des kirchlichen und des sozialen Miteinanders, durchgeführt werden. Das Leben spenden, das Leben ermöglichen – das ist die eigentliche Eigenschaft des Heiligen Geistes, des Lebensspenders, wie es im großen Credo heißt. Er spendet das Leben, er macht alles neu und lebendig, wie das junge Grün auf den Feldern im Frühjahr und wie alles, was auf Erden wächst. So steht es Renovabis gut an, diese Farbe in ihrem Logo zu führen, denn nur ein grüner Hintergrund erklärt den Namen „Renovabis – Du erschaffst alles neu“ und beleuchtet dessen Arbeit am besten.

Es war kein Fehler und es war schön, als „Grünschnabel“ nach Deutschland zum Studium zu kommen und dabei von Renovabis als Student und Stipendiat betreut worden zu sein. Und ich bin dankbar und stolz darauf, als Stipendiaten-Alumnus zu den Gewächsen des Hauses Renovabis dazuzugehören und auch derzeit einer seiner Partner zu sein.

In diesem Jahr feiert die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen im Mittel- und Osteuropa, das Bischöfliche Hilfswerk Renovabis, seinen 25. Geburtstag. Rektor Petrynko vertrat das COr beim diesjährigen Renovabis-Kongress und der Feier des 25jährigen Jubiläums in der Katholischen Akademie Berlin vom 26.-28.09.2018. Zum Jubiläum gratulieren wir allen Freunden, Mitarbeitern und Spendern von Renovabis und wünschen in Dankbarkeit von ganzem Herzen: Auf viele Jahre – Eις πολλα ετη მრავალჟამიერ  На многая літа – Ad multos annos!

„Reine Seele trifft aufrichtigen Mann“ oder was man in fünf Tagen in Albanien alles lernen kann

Vier Lektionen habe ich kürzlich bei einer Reise mit dem bischöflichen Hilfswerk für Osteuropa, Renovabis, das in diesen Tagen sein 25 jähriges Bestehen feiert, lernen dürfen. Die Überschrift wird sich allerdings erst am Ende aufklären.

Folter politischer Gegner bis hin zu ihrer Liquidierung und das absolute Verbot der Religionen gehören zur Geschichte Albaniens. Wie jedes Land, das solch ein dunkles Kapitel geschrieben hat, tut es sich schwer mit einem würdigen Umgang mit den Opfern und deren Nachkommen. Auch die fachliche Aufarbeitung fällt nicht leicht. Gut das Justitia & Pax vor Ort den Verfall wichtiger Mahnmahle verhindert. Kein leichter Kontext für Renovabis. Aber dank der guten Projektpartner gelingt es, Versöhnung und soziale Verantwortung zu entwickeln.

Lektion 1: Gute Partner und ein vertrauensvoller Umgang sind immer wichtig.

In der kleinen Stadt Shelqet in der Diözese Sapa setzt die Kirche auf Unterstützung kleinbäuerlicher Familien und hilft bei Produktion und Vermarktung regionaler Produkte. Hier besuchte die RENOVABIS-Gruppe eine kleine Milchfarm, die mit Unterstützung des Hilfswerks traditionellen Feta-Käse produziert: (v.r.n.l.) Sabine Slawik, Stellvertretende Vorsitzende des KDFB Bayern und im KDFB Bundesverband, Shkelzen Marku, Produktionsmanager der Diözese, Gerhard Rott, Weltkirche-Referent der Diözese Eichstätt, Käseproduzentin Adelina, Tome Preku, Leiter der Stiftung „Partnerschaft für Entwicklung“ und Bischof Simon Kulli der Diözese Sapa. Foto: Dagmar Kusche-Luff

Renovabis fördert und begleitet fachlich ein Projekt zur Entwicklung des ländlichen Raums in der Diözese Sape. Für viele jüngere Menschen gibt es praktisch keine echte Perspektive. Darum verlassen sie – oft mit schwerem Herzen – ihre Heimat. Die kargen Böden, ein ungünstiges Klima und Landparzellen, die zu klein geschnitten wurden nach dem Ende des Kommunismus, sind zum Leben zu wenig. In Zusammenarbeit mit albanischen Fachleuten hat der junge Bischof von Sape, Simon Kulli, ein tolles Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst Gemüseanbau, Imkerei, sanften Tourismus, Weinproduktion und Viehwirtschaft samt Käseproduktion. Viele Menschen stehen so auf eigenen Beinen, sie haben wieder „den Geruch von Menschen“, so hat es ein Imker selbst beschrieben, als er voller Stolz seinen Honig anbot, der ihm wieder ein würdiges Leben ermöglicht. Toll gemacht Renovabis! Vergleichbares passiert auch in vielen geförderten Berufsbildungszentren, zum Beispiel in Shkodra bei den Salesianern Don Boscos oder in Lehza bei den Ordensmännern der Kongregation der Rogationisten.

Lektion 2: Wenn sich der Staat seiner Verantwortung nicht stellt, ist die Kirche mit Rat und Tat an der Seite der Armen und begreift die Ressourcen, die vor Ort gegeben sind, als wichtigen Bestandteil zur Lösungen de Herausforderungen.

Schwester Christine und Schwester Michaela gehören dem Orden der Spirituellen Weggemeinschaft an. Ihr Kloster ist nach der Mutter der Barmherzigkeit benannt und es wird bei aller Professionalität der 25 Mitarbeitenden auch in diesem Geiste geführt. Es vergehen keine 15 Minuten, ohne dass Schwester Christine nicht ihre Ausführungen unterbrechen muss, weil ein Notfall oder ein dringender Anruf ihre volle Aufmerksamkeit einfordern.

Fröhliches Miteinander der RENOVABIs-Gruppe mit den Schwestern Christina (6.v.l.) und Michaela (lks.)  im kleinen Kloster und Sozialzentrum in Dobrac bei Shkodra/Albanien: Zusammen mit einer aufgeweckten Jugendgruppe, die die Schwestern wöchentlich leiten, erfuhr die Gruppe von den Hoffnungen und Träumen der jungen Menschen, die die Gäste aus Bayern mit einem traditionellen albanischen Abend mit Essen, Tanz und Musik überraschten. Foto: Dagmar Kusche-Luff

Da das albanische Gesundheitssystem nur funktioniert, wenn man über genügend Geld verfügt, um die Privatbehandlung zu bezahlen, kommen viel Nachbarn in Not hierher. Es sind Muslime und Christen, die in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft aus den Bergen an den Stadtrand gezogen sind. Dort mussten die Männer als Hirten und Bauern Verantwortung tragen, hier aber „versiffen“ sie. So deutliche Worte wählt Schwester Christine immer, wenn sie über die Folgen von Alkoholismus, Arbeitslosigkeit und Depression spricht. Die Schwestern heilen aber nicht nur Wunden, sie packen mit an und schaffen Perspektiven. Unter ihrer Anleitung bauen die Männer eine Straße, Mülltonnen wurden flächendeckend aufgestellt und regelmäßig erfolgt die Entsorgung. Soweit ein ganz normales Projekt engagierter Schwestern. Aber als Schwester Christine und Schwester Michaele mit uns in kleinen Gruppen zu sehr armen Familien fahren, die z.T. in der sogenannten Blutrache leben und wir uns bemühen, diesen sehr eigenartigen Lebenskompass zu begreifen, fehlen mir die Bezugspunkte. Das bleibt mir fremd und unverständlich.

Besuch im Berufsschulzentrum „Shkolla e mesme profesionale – Shen Jozefi Punetor“ in Rreshen, Diözese Sapa: Hier unterstützt das Bistum Sapa und RENOVABIS eine von einem italienischen Orden begründete Berufsschule für rund 320 Schüler, die in den Bereichen Spenglerei, Elektrotechnik, Automechanik sowie bald auch im Gastronomiesektor ausgebildet werden. Foto: Dagmar Kusche-Luff

Lektion 3: Man kann nur lernen, was man lernen kann. Manches kapiert man nicht so einfach.

Das Zusammenleben von Christen – vorwiegend Katholiken – und Muslimen ist in Albanien auf den ersten Blick sehr unproblematisch. Sicher liegt das auch daran, dass beide Konfessionen während des Kommunismus Seite an Seite schwer gelitten haben. „Es spielt keine Rolle, wer der richtige Gott ist, es gibt einen Gott und das zählt“, sagt eine Gesprächspartnerin. Vermutlich trägt auch die liberale, moderne Auslegung des Islam viel dazu bei.  Auch religionsverbindende Eheschließungen sind eine Realität. Auf unsere Nachfrage lädt man uns ein, mitzukommen und anzuschauen, wie das geht. Da könnten wir vielleicht etwas lernen. Am wichtigsten ist aber der Respekt, den man sich gegenseitig entgegen bringt. Bestes Beispiel ist diese Anekdote: Als ein muslimischer Gelehrter zu seinem gerade verstorbenen Onkel kommt, sieht er zu der christlichen Ordensschwester, die den Mann in den Tod begleitet und dabei im Arm gehalten hat, als er noch nicht da war und sagt zu ihr: „Du hast eine reine Seele“, worauf diese erwidert: „Und du bist ein aufrichtiger Mann.“

Lektion 4: Albanien als Mitglied der Europäischen Union hat uns etwas zu bieten: eine Perspektive der friedlichen, konstruktiven Kooperation mit dem Islam. Das könnte mehr wert sein als ein paar Prozente in der Handelsbilanz.

Weitblick, Weltblick, Rückblick – Weltkirche im Bistum Eichstätt 2013

Vier von viertausend. Am vorletzten Tag des Jahres 2013 fahren vier Jugendliche aus dem Westen des Bistums Eichstätt nach Köln, um im Dom mit etwa viertausend anderen Jungen Mädchen an der zentralen Eröffnung der bundesweiten Dreikönigsaktion teilzunehmen. Stellvertretend für die vielen Kinder und Jugendlichen, die in den Städten und Gemeinden der Diözese unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein“ von Haus zu Haus ziehen, um Spenden für Flüchtlingskinder in Malawi (Afrika), dem diesjährigen Beispielland der Aktion, und weltweit zu sammeln. Die „Sternsinger“ im Bistum Eichstätt wissen, dass sie mit ihrem Engagement in der Freizeit auch eine ganze Reihe von Kinder-Projekten in der Partnerdiözese Poona und in den aus dieser hervorgegangenen Bistümern Nashik und Sindhudurg in Indien unterstützen. Danke, liebe Sternsinger, für Euren Einsatz. Danke, dass Ihr nicht müde werdet, Boten der Hoffnung für viele zu sein!

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So schließt sich der Kreis. Denn in Zusammenarbeit mit Professoren der Päpstlichen Hochschule in Poona (JDV) und der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt begann das weltkirchliche Jahr in Eichstätt im Januar 2013 mit einem Symposion. Am wissenschaftlichen Austausch über den „Interreligiösen Dialog aus Indischer und Deutscher Perspektive“ nahm auch der emeritierte Bischof von Poona, Valerian D´Souza, teil. Schon allein seine Impulse bei der Eröffnungsrede in Gegenwart unseres Bischofs Gregor Maria Hanke ließen auf eine fruchtbare Tagung hoffen. Die Dokumentation soll demnächst erscheinen.

Nur wenige Wochen später konnte ich zusammen mit dem Weltkirche-Referenten Gerhard Rott im Rahmen einer Studienreise für die Mitglieder des Sachausschusses Mission/Entwicklung/Frieden des Diözesanrats und weiteren Interessierten unsere indische Partnerdiözese Poona besuchen. Dass die Spitzen des BDKJ im Bistum Eichstätt mit von der Partie waren, hat die Reise zusätzlich bereichert. Das intensive Programm im doch ungewohnten Klima kostete nicht wenig Kraft; immerhin besuchten wir täglich drei bis vier Projekte, darunter Schulen, Frauenprojekte, ein AIDS-Hospiz, eine einkommensschaffende Initiative in einem abgelegenen Dorf sowie eine ganze Reihe von Kirchen und pfarrlichen Einrichtungen. Allen war klar: Vieles wurde seit Beginn der Diözesan-Partnerschaft 1955 erreicht! Vor allem an den Schulen schlug uns indische Begeisterung und Dankbarkeit entgegen. Bischof Thomas Dabre und sein Generalvikar Malcolm Sequeira nahmen sich viel Zeit, um uns dabei zu helfen, das Land, die Leute und die Kultur besser verstehen zu lernen. Unsere Spontaneität war unter anderem gefragt, als einige aus der Gruppe eingeladen wurden, bei der Siegerehrung zum Abschluss eines großen christlichen Jugendsportfestivals mitzuwirken.

Der Alltag in unseren Eichstätter Büros ist zwar weniger aufregend, aber nicht minder interessant. Dazu gehört die Förderung und Betreuung einer beachtlichen Anzahl von ausländischen Stipendiaten. Im Vordergrund steht sicher die Projektarbeit. Da wir für die Verwendung der uns anvertrauten Mittel verantwortlich sind, müssen alle Anträge genau geprüft werden. Manchmal schmerzt es auch, wenn wir aufgrund der begrenzten Ressourcen gute Initiativen nicht oder nicht in dem Maß fördern können, in dem sie es verdienten. Umso größer ist dann die Freude, wenn Berichte über das Gelingen oder Voranschreiten von Projekten eingehen, die wir unterstützen konnten. Helfen zu dürfen macht froh. Meine Mitarbeiter und ich sind dankbar dafür. Das aufwendigste Einzel-Vorhaben war 2013 wieder unser Leitprojekt Bugendana in der Erzdiözese Gitega, Burundi.

Mit unseren Partnern in Burundi hatte ich viele unmittelbare Begegnungen, auch wenn meine erste Reise dorthin vermutlich erst 2014 stattfinden kann. Zwei der drei burundischen Stipendiaten im Eichstätter Priesterseminar sind im Studium schon weit fortgeschritten; einer ist nach dem erfolgreichen Doktorat wieder zurück in seiner afrikanischen Heimat, um dort sein Wissen weiterzugeben. Neue Wege konnten wir in der Kooperation mit den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf (Mittelfranken) beschreiten: Dank der Initiative der Familie Otto Schüller aus Herrieden wurden dort drei zukünftige Multiplikatoren für den landwirtschaftlichen Bereich der entstehenden Berufsschule in Bugendana weiterqualifiziert. Die beste Nachricht aus Burundi kam erst vor zwei Monaten: Endlich konnte mit dem Bau der Kirche „St. Willibald und St. Walburga“ in Bugendana begonnen werden, die der Mittelpunkt des im Aufbau begriffenen Pastoral-, Sozial- und Bildungszentrums sein wird.

Im Oktober haben Bischof Jan Baxant von Leitmeritz (Litomĕřice) und unser Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke OSB im Dom der böhmischen Stadt Leitmeritz feierlich ein Memorandum unterzeichnet. Das Dokument definiert den Rahmen dieser jüngsten der drei Eichstätter Bistumspartnerschaften. Es versteht sich freilich nicht als „Gründungsurkunde“ der schon bestehenden Kooperation zwischen den Bistümern und enthält auch keine Ausführungsbestimmungen. Das Memorandum will vielmehr eine Einladung an die Menschen in beiden Bistümern sein, einander zu begegnen, miteinander zu beten, den Glauben zu vertiefen und zu feiern und daraus gestärkt die Zukunft in der Mitte Europas mitzugestalten. Sehr dankbar bin ich in diesem Zusammenhang dem Diözesanrat für die gute Kooperation und die Ausrichtung seiner Vollversammlung im Bistum Leitmeritz. So sind sich unsere Bistümer auch ganz konkret näher gekommen. Ohne die langjährigen und geduldigen Kontakte der Ackermann-Gemeinde wäre vieles davon vielleicht nicht so möglich geworden. Der Besuch in Leitmeritz hat auch deutlich werden lassen, dass der erste und wichtigste weltkirchliche „Akteur“ im Bistum der Bischof selbst ist: Als Mitglied des weltweiten Bischofskollegiums verbindet Bischof Gregor Maria die Diözese Eichstätt mit der Universalkirche.

Neben den Partnerschaften kümmert sich das Referat Weltkirche auch um die Arbeit und Aktionen der großen kirchlichen Hilfswerke. Konkret gehört dazu die Kooperation bei gemeinsamen Projekten. Auch das persönliche Gespräch mit den Gästen, die auf Einladung von Misereor, Missio München, Adveniat, Renovabis und dem Päpstl. Kindermissionswerk im Bistum Eichstätt unterwegs sind und in der Regel vom Referenten betreut werden, ist mir wichtig. Die weltkirchlichen Gäste geben Einblick über die Situation der Kirche und über gesellschaftliche Herausforderungen in ihren Herkunftsländern und sie zeigen auf, wie unsere Werke vor Ort konkret Hilfe leisten. Auch mit zahlreichen anderen Gästen komme ich gerne und oft ins Gespräch, besonders mit Besuchern aus Osteuropa,  schließlich ist das in Eichstätt ansässige Collegium Orientale eine international anerkannte Ausbildungsstätte für Theologen aus den orientalischen Kirchen. Nicht selten nutzen diese Gäste die Möglichkeit, um auch ihre Projekte vorzustellen.

Zu den herausragenden Ereignissen im Bereich der kirchlichen Hilfswerke gehörten 2013 die 175-Jahr-Feier von Missio München und das 20-jährige Bestandsjubiläum der Solidaritätsaktion Renovabis, das sinnfälligerweise in Berlin begangen wurde.

Unsere weltkirchliche Arbeit wird auf der Ebene der Bistümer in Deutschland in der Konferenz der Diözesanverantwortlichen für Weltkirche (KDW) koordiniert. Hier geht es auch um grundsätzliche und strategische Überlegungen in Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg).

Im Hinblick auf unsere Stipendiaten und auf akademische Veranstaltungen mit weltkirchlichem Charakter liegt uns viel an einer guten Zusammenarbeit mit der KU Eichstätt-Ingolstadt. In diesem Kontext konnte ich 2013 eine Einladung zum Deutsch-Koreanischen Kolloquium mit dem Thema „Ethik in der globalisierten Welt“ annehmen und in Seoul (Südkorea) über den Auftrag und die Arbeit der „Internationalen Hilfswerke als Mitgestalter sozialer Gerechtigkeit“ referieren.

Weltkirchliche Arbeit steht im Dienst der Mission der Kirche. Sie verlangt und sie eröffnet Weitblick. Unser Weltblick ist vom Glauben getragen und inspiriert, denn wir möchten die Menschen, unserer Schwestern und Brüder in aller Welt, so verstehen, wie Gott, unser aller gemeinsamer Vater, sie meint. Der Rückblick auf 2013 macht uns aufrichtig dankbar und erlaubt uns zugleich einen hoffnungsvollen Ausblick auf das vor uns liegende Jahr.

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