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Misereor-Gast Mutebi, der Mann, der die Lösungen bringt

Obwohl James Mutebi, der Mann, dessen Name übersetzt so viel heißt wie, „der die Lösungen bringt“, nun schon seit drei Tagen wieder weg ist und gestern gut in seiner Heimat Kampala/Uganda gelandet ist, kann ich viele Aspekte der intensiven viertägigen Begegnung während der Miseoreor-Fastenaktion nicht so leicht vergessen und zur Alltagsroutine übergehen. Es warten die Vorbereitungen für die erweiterte Adveniat-Patenschaftstagung und den Renovabis-Gast aus Leitmeritz, der Stand am Katholikentag und gleich anschließend eine Veranstaltung mit Bischof Dabre aus Poona über weltkirchliche Modelle der zukünftigen Gemeindearbeit.

James Mutebi im Interview mit Valentin Nowak (Radio K1). Foto: Daniela Bahmann
James Mutebi im Interview mit Valentin Nowak (Radio K1). Foto: Daniela Bahmann

Die Mutebi-Lösungen haben mich tief beeindruckt, auf der Ebene der unmittelbaren Hilfe für Bauern, die ihr Land aufgeben müssen, weil Investoren aus Europa Blumenfarmen auf dem guten Boden in der Nähe der Hauptstadt von Uganda und dessen Flughafen aufbauen. Die Jobs in den Blumenfarmen sind nicht nur schlecht bezahlt, sondern auch extrem gesundheitsschädlich, weil keine Schutzanzüge da sind, wenn mit der chemischen Keule gegen Ungeziefer vorgegangen wird.

Zu allem Überfluss wird das dadurch verseuchte Wasser nicht gereinigt, so dass auch die benachbarten Felder vergiftet werden. Vom Wasserverbrauch gar nicht zu reden. Zu glauben, dass man damit was Gutes tut, ist mehr als naiv. Schon vor 40 Jahren wurden die Hoffnungen auf den „Trickle down Effekt“ durch die Realität entlarvt. Auch Papst Franziskus hat diese kritische Sichtweise in seinem Schreiben Evangelii Gaudium Nr. 54 aufgegriffen.

Achtzig Prozent der Menschen in Uganda leben von dem, was sie selbst auf den Feldern anbauen und ernten. Nur den seltenen und geringen Überschuss versuchen sie auf dem Markt zu verkaufen. Sich und die eigene Familie auf diese Art zu versorgen und so das Leben und die Ausbildung der Kinder sicherzustellen ist die zentrale Herausforderung, mit der sich die Menschen in Uganda konfrontiert sehen. Dabei hilft ihnen die katholische Kirche des Landes. James Mutebi ist beim Erzbistum Kampala für die nachhaltige Landwirtschaftsberatung angestellt, die finanziellen Mittel dafür kommen von Misereor. Da kann ich nur sagen: Weiter so, meine Unterstützung haben James und seine vielen unbekannten Kollegen in vielen vergleichbaren Projekten weltweit. Weiter so Misereor!

Und „Danke“ an die Kolleginnen und Kollegen im Bereich der Medien und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Kirchenzeitung, die mit Filmen, Radiobeträgen und Reportagen dazu beitragen, diese guten Nachrichten aus Afrika weiter zu verbreiten.

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