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Mein FSJ in Bolivien

Jetzt sind schon beinahe zwei Monate vergangen, seit ich zusammen mit den drei anderen Cristo Vive Freiwilligen in Frankfurt ins Flugzeug gestiegen bin und meine Reise nach Bolivien angetreten habe. Nach sechs Stunden Aufenthalt in Madrid und sehr wenig Platz während des Langstreckenfluges sind wir auch endlich in Cochabamba angekommen. Dort wurden wir auch herzlich von den bereits 10 Tage vorher angereisten Amntena-Freiwilligen, unserer Betreuerin Rosario und einigen Tias mit Blumen in Empfang genommen. Sehr bolivianisch ging es dann auf der Ladefläche eines Pickups für mich und Simon, meinem Mitfreiwilligen, nach Marquina, wo die neue Wohnung für uns Bella Vista-Freiwillige ist.

Dabei haben wir auch einen ersten Eindruck von der Umgebung bekommen. Unsere WG befindet sich im ersten Stock eines sonst noch nicht fertig gestellten Hauses, das von außen auch noch ziemlich nach Baustelle aussieht. Die Wohnung selbst ist jedoch sehr schön, wir haben für sieben Personen vier Schlafzimmer, weshalb ich mir mein Zimmer mit Dinah teile. Wir verstehen uns auch echt gut und ich bin sogar froh, kein Einzelzimmer zu haben. Dass wir für sieben Freiwillige nur ein kleines Bad haben, hat uns am Anfang etwas Sorgen bereitet, gestaltet sich aber als viel unkomplizierter als gedacht. Wir haben auch kein WLAN, weshalb ich bis jetzt auch nichts schreiben konnte. Zwar hieß es am Anfang, wir sollten in ein paar Wochen welches bekommen, doch bis jetzt hat sich noch nicht wirklich etwas getan.

In der ersten Woche war in Quillacollo, der Stadt, die zwischen Cochabamba und Marquina liegt, auch gleich eines der größten Feste des Jahres, die Urkupiña. Dabei konnten wir schon einmal die traditionellen Tänze und Musik kennenlernen und auch das erste Mal das Straßenessen testen…

Einige Tage nach unserer Ankunft habe ich auch erfahren, dass ich nicht wie bis dahin gedacht in Bella Vista arbeiten werde, sondern in Chocaya, einem kleinen Dorf, das durch ein Flussbett abgetrennt von den restlichen Dörfern ist. Hier gibt es eine Grundschule und zwei Kindergartengruppen. Die Einrichtung ist nicht nur kleiner, sondern auch viel jünger und somit auch noch nicht so gut entwickelt wie die restlichen Kindergärten der Fundación Cristo Vive. Zu Fuß benötige ich von uns zu Hause 30 Minuten und der Weg geht auch über eine sehr schiefe Holzbrücke. Im Moment ist das jedoch noch kein Problem, da das Flussbett noch ausgetrocknet ist, was sich aber in der Regenzeit ändern wird.

Die ersten zwei Wochen haben wir nur vormittags gearbeitet und gingen nachmittags in die Sprachschule. Da wir nach Cochabamba ca. eine Stunde brauchen und der Unterricht sehr interessant und effektiv war, war diese Zeit auch sehr anstrengend. Wir haben uns mit unseren Lehrerinnen auch so gut verstanden, dass wir zwei Mal mit ihnen gekocht haben und sogar Lama-Fleisch getestet haben. Außerdem wurden wir zu dem Kindergeburtstag des Sohnes einer Sprachlehrerin eingeladen und durften dadurch auch schon eine bolivianische Familienfeier erleben und einige Tänze lernen.

In der dritten Woche hier haben wir uns zusammen mit einigen Mitarbeitern der Fundación und anderen Freiwilligen frühmorgens getroffen, um den Berg Tunari zu besteigen. Das war auf jeden Fall ein Highlight, da es für mich nicht nur die erste Wanderung in Bolivien war, sondern gleichzeitig auch der erste 5000er. So hoch zu wandern war eine große Anstrengung, aber der Blick vom Gipfel hat das alles wettgemacht.

Nach dem Sprachkurs konnte sich der Arbeitsalltag aber noch nicht einstellen, da wir von einem Amt zum nächsten hetzen mussten, um unser Visum zu beantragen. Am Donnerstag haben wir aber endlich unseren Carnet, den bolivianischen Pass, erhalten und werden kommende Woche das erste Mal fünf Tage am Stück arbeiten können. Dass das bis jetzt noch nicht geklappt hat, liegt auch daran, dass zwei andere in der WG und ich uns vor einigen Wochen Amöben eingefangen haben und dadurch auch mehrere Tage flachlagen. Gleichzeitig habe ich aus dem Kindergarten Läuse mitgebracht, die jedoch durch ausreichend Läuseshampoo schnell besiegt waren. Das war beides nicht sehr angenehm, aber immerhin bin ich jetzt abgehärtet. 😊

Am 14. September haben wir uns zusammen mit der Freiwilligenbeauftragten Rosario über ein verlängertes Wochenende aufgemacht nach Villa Tunari, einem Ort fünf Stunden entfernt von Cochabamba, um unser Einführungsseminar zu halten. Dieses Dorf liegt im Tropico, also gab es hier für uns das erste Mal Dschungel, Affen, Papageien, Nasenbären und vieles anderes zu sehen. In einem Naturpark waren die Spinnenaffen, die aus teilweise aus Zirkussen befreit wurden, sogar so zutraulich, dass man sie streicheln konnte. Sehr beeindruckend war auch das Klima, da es doch ganz anders ist als bei uns, obwohl es gar nicht so weit entfernt ist. Mehrmals wurden wir zum Beispiel von richtigen Platzregen überrascht und die Anziehsachen konnten auch über zwei Tage hinweg nicht richtig trocknen, weil es einfach so drückend schwül war. Die anderen Freiwilligen sind dann zum Rafting gefahren, doch ich bin im Hostel geblieben, da Rosario sich Sorgen gemacht hat. Immerhin bin ich die einzige 17-Jährige und somit die „peque“, also die Kleine. Dafür konnte ich dann aus der Hängematte heraus den Blick auf das große Flussbett und das viele Grün genießen, das doch ganz anders ist als die Bäume in Cochabamba.

Am Sonntag ging es dann schon wieder Richtung zu Hause, wo uns auch schon eine Überraschung erwartete: Die Mauer samt Eingangstor stand nicht mehr vor, sondern links vom Haus und der Riegel war vorgeschoben, doch nach längerem Klopfen hat uns die dueña auch geöffnet und wir konnten endlich erschöpft ins Bett gehen.

In der Zeit, die seitdem schon vergangen ist, konnte sich der Arbeitsalltag mehr und mehr normalisieren. In der Früh schwinge ich mich um 20 vor 8 auf mein neu erworbenes Fahrrad, was den Berg hinauf schon noch sehr anstrengend ist und nehme zusammen mit meiner Tia Anabel unsere Kinder nach und nach in Empfang. Dann gibt es erstmal Frühstück für alle, was häufig sehr süße Milch mit Semmel oder auch typisch bolivianisch aus Api mit Buñuelo besteht. Das ist wie Kinderpunsch mit Zimt und frittierter Teig und schmeckt sehr fein.

Danach gehen wir entweder auf den Spielplatz oder basteln etwas. Manchmal bekommen die Kinder auch etwas Kleber auf die Hand und dürfen diesen dann voller Freude wieder abzupfen. Nach dem Meriendita um halb 11, das meist aus Banane oder Papaya besteht, schauen wir meist neben dem Spielen Videos von südamerikanischen Kinderliedern an, was mir sehr viel Spaß macht, da ich inzwischen immer mehr davon auswendig mitsingen kann.

Zum Mittagessen gibt es meistens Suppe und danach Nudeln mit Fleisch, Reis mit Linsen oder anderes, was aber immer sehr gut schmeckt. Die Köchin Lucy ist echt spitze und auch superlieb. Beim Mittagessen schlafen dann auch schon die ersten Kinder ein und sobald die Tische abgeputzt und der Boden gefegt ist, legen sich auch die anderen nach und nach hin.

Wie das mit der Arbeit am Nachmittag sein wird ist mir noch nicht ganz klar. Die ersten Wochen war ich immer bei den großen Kindern und hab allein mit ihnen gebastelt oder auf der Cancha, also dem großen überdachten Platz, Fußball gespielt. Das war das erste Mal auch echt eine große Herausforderung, da die Kinder mich noch nicht ernst genommen haben und ich alleine mit zehn 4- bis 6-Jährigen etwas überfordert war. Doch normalerweise gab es keine Person, die die Kinder beaufsichtigen konnte.

Für das Apoyo, die Hausaufgabenbetreuung, und die Kindergartenkinder gab es nämlich nur Zoika, die Leiterin, die damit quasi doppelt belastet war. Vor ein paar Wochen kamen dann jedoch zwei Praktikantinnen, die das Apoyo beaufsichtigten. Nun schliefen aber auch die großen Kinder und ich hatte bis halb drei nicht wirklich viel zu tun, außer Zoika bei irgendeiner Bastelarbeit zu unterstützen. Wenn es aber nichts zum Basteln gab, gab es auch keine Beschäftigung für mich. Aber die Praktikantinnen kommen nicht jeden Tag, weshalb ich einfach schauen werde wie sich das entwickelt. Vorletzten Freitag war dann vormittags meine Tia krank und ich war allein mit zum Glück nur zwei Kindern. Das war jedoch kein Problem, sondern hat sehr viel Spaß gemacht. Anabel hat große Probleme mit dem Rücken und deshalb habe ich jetzt eine Woche auch nachmittags bei den Kleinen geholfen, da es ihr große Schmerzen bereitet, die Kinder hochzuheben oder am Ende den Raum herauszuwischen. Das hat mir auch viel Spaß gemacht, weil ich so einen noch engeren Bezug zu den Kindern bekommen habe und auch mit Anabel mehr reden konnte. Um halb vier bis vier ist dann alles geputzt und die Kinder wurden wieder von ihren Eltern abgeholt. Danach spiele ich noch mit den großen Kindern und auch mit den Apoyo-Schülern, mit denen ich mich auch sehr gut verstehe. Um halb fünf bekommt dann jeder noch ein Desayuno mit, was eine Tüte voll Milch mit Zimt, Kaba oder ein Müsliriegel ist, und danach gehe ich mit Zoika und den Kindern, die in Bella Vista wohnen, zurück und kann mich den Berg herunter bis Marquina auf dem Fahrrad einfach rollen lassen.

Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meiner Stelle, weil ich Kinder von klein bis groß um mich habe und ich mich in Chocaya sehr aufgehoben fühle. Die Nachmittagsbeschäftigung besteht meistens darin, mit Lars, einem Mitbewohner, auf unserem Balkon auf den WG-Gitarren, die wir auf der Cancha billig gekauft haben, zu spielen und zu singen. Ansonsten spielen wir manchmal nach dem gemeinsamen Abendessen noch Karten oder schauen einen Film.

Zweimal in der Woche gehen wir jetzt auch noch zu viert in Quillacollo Chacarera-Tanzen, das ist einer der traditionellen Tänze in Bolivien und wir werden auch in Oruro beim großen Karnevalsumzug tanzen können, wenn alles klappt… Letzten Freitag war auch ein Gemeindefest in Bella Vista, wo wir mit den Tias, Mitarbeitern der Fundación Cristo Vive und Karoline im Cholita-Look das erste Mal eine Entrada tanzen durften.

Dieses Wochenende kamen uns Freiwillige aus La Paz besuchen, die ich vom fid-Seminar kenne. Uns ist aufgefallen, dass man in Cochabamba nicht wirklich viele touristisch interessante Orte herzeigen kann. Trotzdem hatten wir viel Spaß und es war sehr schön, sie wiederzutreffen. So, das war jetzt ein kleiner Einblick in meine erste Zeit hier in Bolivien. Natürlich hätte ich noch viel genauer auf Einzelheiten eingehen können, doch das würde ja dann uferlos werden. 😊

Muchos Salidos de Cochabamba!

Im Dienst für die Armen in Lateinamerika

Wie gerne würde ich heute alle unsere lieben Freunde einladen, von meinem Fenster aus, die im Glanz der Wintersonne schneebedeckten strahlenden Anden zu betrachten. Ich bin von Herzen dankbar für die vielen wunderbaren Begegnungen während meiner „Missionsreise“ im vergangenen Juni durch Deutschland, Luxemburg und die Schweiz.

Nur wenigen Freunden habe ich während meines Aufenthaltes in Europa erzählt, dass meine Reise ein Schatten begleitete: Vor meinem Abflug nach Europa lag unser langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter und Geschäftsführer, Freund und Mitgründer von Cristo Vive, Jorge Fernandez, todkrank im Krankenhaus und der Arzt fragte mich, was ich machen würde, im Falle wenn er heimgehen würde… Der Arzt wusste, dass Jorge mich gebeten hatte, seine Beerdigung zu feiern. Ich hatte immer geantwortet mit ja, – wenn er dann auf meine Beerdigung gehen würde, aus Spaß. Dem Arzt versprach ich, ich würde sofort meine Reise unterbrechen und zur Beerdigung kommen. Jorge selbst rief ich dann an, um ihn zu erinnern, dass wir am 11. Juli seinen 80. Geburtstag feiern wollen und er sich daran halten müsste.

Während meiner Reise jedoch war ich immer mit einem Ohr in Chile und im Herzen bat ich Gott, dass wir noch Jorges Geburtstag feiern dürfen. So rief ich ihn gleich nach meiner Rückkehr an und machte mich auf, um ihn umarmen zu können. Wir verbrachten zwei glückliche Stunden und ich konnte ihm die Grüße aller Freunde überbringen, worüber er sich unglaublich gefreut hat. Dennoch ließ er mich wissen, dass es ihm voll bewusst ist, dass er zwischen Leben und Tod lebt, in Gottes Händen.

Es ist unbeschreiblich, wie unser lieber Jorge Fernández über jeden der vielen Hundert Geburtstagsgrüße überrascht war und sich gefreut hat. Aber auch ich bin überwältigt und kann nur danken für die unzähligen Zeilen, Wünsche, Gedanken und Gebete für Jorge. In einer Zeit des Lebens, in dem jeder Tag für Jorge ein besonderes Geschenk ist, konnte ich in einem persönlichen Gespräch herausfinden, wie er sich die Feier seines 80. Geburtstages mit uns wünschte. Er wollte, dass wir mit ihm und seiner Frau Nena „im Kleinen“ in seiner Wohnung als Comunidad, im Kreis der Gründergemeinschaft und Vorstandsmitglieder Cristo Vive, das Gedächtnis Jesu feiern. So verwandelte sich Jorges Wohnzimmer in den Abendmahlssaal, wo wir miteinander Gott für Jorges Leben, seinen Einsatz für die Armen und seinen Beitrag zur Gründung der Fundación Cristo Vive dankten. Mit Nena und Jorge und dem mit Jorge verwandten Befreiungstheologen, Pater Sergio Torres, waren wir zusammen 18 Jünger und Jüngerinnen Jesu.

Was unsere Dienste angeht, habe ich inzwischen viele Mitarbeiter getroffen und mit Freude gesehen, dass die Arbeit auf Hochtouren läuft. Immer geht es darum, den Menschen mit Liebe zu dienen.

Wir hatten in der vergangenen Woche das Abschieds-Seminar unserer 25 Freiwilligen, die ein Jahr in unseren verschiedenen Diensten unter den Armen Einsatz geleistet haben. Ist das nicht eine neue Form von missionarischem Dienst? Durch ihr Engagement wird den Menschen Jesu Frohe Botschaft sichtbar.

Fünf junge Frauen aus der Diözese Eichstätt kehren in ihre Heimat zurück: Franziska Breitenhuber und Katharina Geitner aus Eichstätt, Isabell Schöpfel aus Kipfenberg, Theresa Schmidt aus Weigersdorf und Susanna Bauer aus Rupertbuch, die schon daheim sein müsste. Ihnen allen von Herzen Dank! Gleichzeitig erwarten wir im August schon die neuen Freiwilligen für 2017/18 in Chile, Bolivien und Peru: Bienvenidos – Willkommen!

Ganz herzlich grüße ich alle Eichstätter Schulen, die unsere Arbeit beim Altstadtfest unterstützt haben und danke allen unseren lieben Unterstützern!

Eine ganze Reihe ehemaliger Freiwilliger ist bereit, bei Vorbereitungsseminaren künftiger Freiwilliger bei Cristo Vive Europa mitzumachen, um den Neuen aus erster Hand Erfahrungen für ihren Dienst zu vermitteln. So zum Beispiel Agnes Birzer aus Pietenfeld. Warum sie mitmache? Ihre Antwort: „Weil ich seit meinem Jahr in Chile ein Teil der Cristo-Vive-Familie bin und jedes Seminar wie ein Familientreffen ist. Es tut gut, die eigenen Erfahrungen an die neuen Freiwilligen weiterzugeben. Ich kann dort meine eigenen Erlebnisse immer wieder reflektieren und daran zurück denken. Es ist mir wichtig, dass die Vision und Mission von Cristo Vive weitergegeben werden und möglichst viele Menschen erreichen“.

An der Krippe begegnen wir uns

Jesus, das Kind in der Krippe, das wir anbeten, sagt uns: „Was ihr den Geringsten meiner Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Ich komme gerade aus Bolivien zurück. Diesmal hat mich unser Freund Klaus Sperlich (81) von Cristo Vive Europa begleitet, der uns zusammen mit dem Göttinger Freundeskreis schon seit über 40 Jahren unterstützt. Er hat miterlebt, was hier gewachsen ist. Ihr könnt es euch nicht vorstellen, wie froh und dankbar ich bin, wenn ich sehe, wie viele Menschen wir vor Ort in ihren verschiedenen Nöten und Bedürfnissen durch eure Solidarität zu einem würdigeren Leben verhelfen können.

Bei unserer Sitzung des Teams der Leiter unserer verschiedenen Dienste der Fundacion Cristo Vive Bolivia lasen wir das Tagesevangelium, in dem Jesus freudig ausruft: „Vater, ich preise dich, dass du den Kleinen dieser Welt geoffenbart, was du den Weisen und den Mächtigen verborgen hast.“ (Lukas 20, 21-24)

Armenspeisung Bolivien: Foto von Sr. Edith Petersen
Armenspeisung Bolivien: Foto von Sr. Edith Petersen

Beim Austausch über diese Botschaft sagte Tilme, die Leiterin der Kindertagesstätte Chaskaya, der Elternschule und der Poliklinik Tirani: „Bei diesem Wort Jesu denke ich an mich. Ich bin als kleines Kind in Tirani aufgewachsen, war verachtet und habe schrecklich viel gelitten. Wenn ich heute ein trauriges, hungerndes, leidendes Kind sehe, sehe ich in ihm die kleine Tilme und tue alles, was mir möglich ist, ihm beizustehen. Das habe ich von Jesus gelernt.”
Alle im Team kannten Tilmes Geschichte und waren betroffen von ihren Worten. Ihre Eltern waren bekannt als Alkoholiker, die oft vor aller Augen die Bergstraße hoch torkelten oder betrunken am Wegrand saßen. Auch ich habe sie noch so gesehen. Eine ihrer Tanten in Tirani hat Tilme großgezogen und zur Schule geschickt. Nach ihrem Schulabschluss konnte sich niemand vorstellen, dass sie es schaffen würde, an die Staatsuniversität zu kommen und Pädagogik zu studieren.

Sie war gerade am Ende ihres Studiums, als unsere Schwester Mercedes im Februar 2007 in die Bergsiedlung Tirani zog, um das Leben der Menschen dort zu teilen. Sie lernte Tilme kennen, die Quetchua sprach, und ihr zunächst als Freiwillige half. Während Mercedes mit den Müttern zu arbeiten begann, die auf ihren kleinen Feldern Blumen anbauten, um sie in der Stadt zu verkaufen, bemerkte sie, dass die Frauen oft ihre Kinder vernachlässigten. Tilme, die den Leuten ja bekannt war, stand Mercedes bei, das Vertrauen der Leute zu gewinnen. Daraufhin stellten die Verantwortlichen der Siedlung ein altes, verlassenes Gebäude für den Dienst zur Verfügung. Bald konnte begonnen werden, Kinder darin aufzunehmen und zu betreuen, während die Mütter auf dem Acker arbeiteten oder zum Verkauf der Blumen in die Stadt hinuntergingen. Schnell kamen immer mehr Kinder und wir beschlossen Tilme anzustellen, zusammen mit Karina, einer jungen Psychologin, da wir mit Mercedes sahen, wie viele Probleme die Kinder mitbrachten, dass in deren Familien häusliche Gewalt, Alkoholismus, Verrohung und materielles Elend herrschte. Gleichzeitig sah das kleine Team, dass sie nicht fertig wurden mit den rund 50 Kindern und beschlossen, junge Mütter gegen ein kleines Entgelt einzuladen, ihnen zu helfen.

Ohne die Hilfe der vielen Freunden der Organisation Cristo Vive hätten wir das nicht bezahlen können. In kurzer Zeit bemerkten wir, dass mehrere dieser Frauen das Zeug hatten, ihre Schulausbildung zu beenden und eventuell sogar eine Kindergärtnerinnenausbildung zu machen. So hatten wir nach einem Jahr sechs Frauen, die halbtags bei uns mitarbeiteten und halbtags ihre Ausbildung in einem uns befreundeten Institut begannen. Zunächst finanziert mit Spenden von Cristo Vive Europa, später von der Organisation Niños de la Tierra.

Indessen half uns das Schweizer „Notnetz Sankt Petrus“ aus Embrach zunächst auf dem Grundstück, das uns die Siedler zugewiesen haben, für unsere Gemeinschaft ein Haus zu bauen, in dem jetzt die Freiwilligen wohnen. Danach entstand das Gemeindezentrum, das gleichzeitig als Kapelle und Gemeindehaus dient.

Im Jahr 2010 begeisterten sich unsere Luxemburger Freunde, uns in Tirani beizustehen und die inzwischen notwendig gewordene Kindertagesstätte Chaskalla zu bauen, sowie die Ausbildung von weiteren Frauen zu finanzieren. Heute sind es im neuen Gebäude 120 Kinder zwischen drei Monaten und fünf Jahren, die liebevoll von den sieben Müttern – inzwischen ausgebildete Kindergärtnerinnen – betreut werden. Vier junge deutsche Freiwillige stehen ihnen bei. Zwei Mütter, ausgebildete Köchinnen, sorgen für ein gutes Essen für alle.

Im alten Gebäude werden indessen um die 60 Schulkinder und Jugendliche begleitet mit Hausaufgabenbetreuung, Spielen und kultureller Förderung. Schwester Mercedes, die den ganzen Aufbauprozess begleitet hat, überraschte uns vor drei Jahren mit dem Vorschlag, Tilme die Verantwortung für diesen Dienst zu übergeben. Nicola Wiebe, die damalige Geschäftsführerin von Fundación Cristo Vive Bolivia, ließ sich darauf ein und wir konnten in diesen Jahren nur über Tilmes Einsatz staunen. Zeugen dieser Leistung sind auch die „Niños de la Tierra“, die nach dem Bau der Kindertagesstätte Chaskalla für fünf Jahre die laufenden Kosten für die Arbeit mit den Kindern, den Eltern und der Poliklinik tragen.
Am Ende unserer Versammlung erzählte uns Tilme an jenem Tag, dass ihre Eltern nach Jahrzehnten wieder zusammenleben und immer weniger trinken würden, nachdem sie gemerkt hätten, welch wichtige Aufgabe ihre Tochter in Tirani habe. Übrigens wurde auch mir bei meinem Besuch eines Abends in der Elternschule gesagt, dass viele Eltern in Tirani weniger Alkohol trinken, seit wir dort arbeiten und ihre Kinder “wacher” geworden sind.

Wie ihr seht, werde ich immer reich beschenkt mit ermutigenden Erfahrungen in Chile, Bolivien und Peru. Aber wie noch nie zuvor fühlen wir uns im Dienst des Reiches Gottes vom Papst Franziskus gestärkt. Der Papst hatte Anfang November rund 200 Vertretern der Volksbewegungen der Armen aus 69 Ländern nach Rom eigeladen und sie mit den Worten ermutigt: 1) Steht auf gegen die Knechtschaft des Geldes (des Kapitals), 2) seid solidarisch, 3) belebt die Demokratie neu, 4) seid nüchtern und bescheiden, flieht der Bestechung.

Wir bleiben als seine Jüngerinnen und Jünger auf Jesu Spuren. Zusammen mit all unseren Mitarbeitern möchte ich euch in dieser Heiligen Nacht viel Liebe und Freude und ein gesegnetes Jahr 2017 wünschen. An der Krippe des göttlichen Kindes begegnen wir uns.

„Gott braucht keine Kelche aus Gold“: Frühlingsgrüße aus Chile

„Willst du den Leib Christi ehren? Erlaube nicht, dass er in seinen Gliedern verachtet wird, das heißt in den Armen, denen die Kleidung fehlt, um sich zu bedecken. Ehre ihn nicht hier in der Kirche mit Seidentüchern, während du ihn draußen bei Seite lässt und er an Kälte und Nacktheit leidet. Jener, der gesagt hat: ‚Das ist mein Leib‘ und diese Tatsache mit dem Wort bestätigt hat, der sagte auch: ‚Ihr habt mich hungrig gesehen und mir nicht zu essen gegeben‘ und auch ‚was ihr jeweils nicht an diesen Kleinen getan habt, habt ihr nicht an mir getan‘ (Mt.25. 42-45). Der Leib Christi auf dem Altar braucht keine Tücher, sondern reine Seelen, während der, der draußen ist, viel Aufmerksamkeit braucht. Lernen wir, so zu denken und Christus zu ehren, wie Er es will. In der Tat, die Ehre, die am meisten dem entspricht, den wir verehren wollen, ist die, die er selbst möchte, nicht die wir denken. Auch Petrus glaubte, dass er ihn ehren würde, als er verhindern wollte, dass er ihm die Füße wasche. Das war keine Ehre, sondern eine wirkliche Unhöflichkeit. Ehre du ihn ebenso, wie er befohlen hat. Sieh zu, dass die Armen von deinem Reichtum genießen. Gott braucht keine Kelche aus Gold, sondern Seelen aus Gold.“ (Johannes Chrysostomus aus Antiochien, Kirchenvater, 2. Patriarch von Konstantinopel, Jahr 344-407).

Noch immer bin ich sehr bewegt von diesem Text, den unser Papst Franziskus zitiert und der uns Christen einlädt, bewusst den Leib Christi, den Leib Gottes zu berühren, wenn wir einen Armen anfassen.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie Deutschland heute „von außen“ gesehen wird. Deutschland, als Teil des christlichen Abendlandes, hat die Welt überrascht mit der Entscheidung der Frau Angela Merkel, die vielen Flüchtlinge an den Grenzen aufzunehmen. Das war eine Entscheidung, die in die Geschichte Europas eingehen wird. Ich weiß, dass dieser Entschluss ein unvorstellbares Wagnis ist und einen noch nicht abzuschätzenden Preis kosten wird. Dennoch möchte ich alle Deutschen einladen zu diesem Opfer für die Menschheit.

Ich bin Teil eines nach der Kapitulation 1945 verachteten Volkes, das es geschafft hat, ein zerstörtes Deutschland zusammen mit 11 Millionen deutschen heimatlosen Flüchtlingen unter unbeschreiblichen Opfern wieder aufzubauen. Kaum aus den Trümmern, haben unsere Kirchen 1958 und 1959 die großen Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt gegen Hunger und Krankheit in der Welt und für eine menschenwürdige Entwicklung der benachteiligten Völker gegründet. Und dann haben wir auch die Wiedervereinigung geschafft.

Wovor sollen wir heute Angst haben? Vor den Mitbürgern der AfD? Wenn die Zahlen stimmen, dann gibt es mehr als 70.000 Freiwillige, die sich für die Flüchtlinge in verschiedenster Weise einsetzen: Sie erfüllen Jesu Wort „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“. Aber am meisten würde ich mir natürlich wünschen, dass wir einer großen Zahl von Flüchtlingen beistehen, dass sie mit Würde zurückkehren können, um ihre Heimat wieder aufzubauen, sobald der Krieg dort zu Ende ist.

Unsere lieben Freunde, hier in Chile hängen schon wieder üppig kleine Aprikosen an den Bäumen, wie ihr auf dem obigen Foto sehen könnt. Dabei denke ich an alle, die uns unterstützt haben, tausende dieser Bäume zu pflanzen…

Sr. Karoline Mayer im Gespräch mit Daniela Schadt. Foto: Fundacion Cristo Vive
Sr. Karoline Mayer im Gespräch mit Daniela Schadt. Foto: Fundacion Cristo Vive

Während unsere Dienste auf Hochtouren laufen, hatten wir hier in den vergangenen Monaten mehrmals hohen Besuch, der die Herzen unserer Mitarbeiter und der Leute im Armenviertel erfreut hat. Mitte Juli war Frau Daniela Schadt, Lebensgefährtin unseres Bundespräsidenten, mit ihrer Delegation bei uns im Gesundheitszentrum und in der Krankenpflegeschule. Sie hat uns alle überrascht, wie viel sie von uns wusste. So ging sie auch gleich mit Fragen auf die Krankenpflegeschüler/-Innen zu: Warum sie diesen Beruf gewählt haben und was diese Ausbildung für sie bedeutet? Erstaunt hörten wir eine unserer Schülerinnen, die mit der Schulleiterin viele Konflikte gehabt hatte, sagen, dass sie nie ihre Ausbildung hätte bezahlen können, sich aber für den Krankendienst berufen gefühlt habe. Nun wolle sie mit den erlernten geistigen Werten des Dienens und der Liebe in den öffentlichen Krankendienst gehen, wo diese Werte fehlen, um diesen Dienst zu verändern. Ende des letzten Jahres konnten wir Garrelt Duin, den Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, und seine Delegation bei uns begrüßen und nun werden wir Unterstützung in Form von Lehrmitteln für die Berufsschulen bekommen.

Angehende Krankenschwestern in der Krankenpflegeschule. Foto: Fundacion Cristo Vive
Angehende Krankenschwestern in der Krankenpflegeschule. Foto: Fundacion Cristo Vive

Vor 14 Tagen hatten wir die Freude, dass uns der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier mit seiner Delegation von 50 Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft besucht hat. Die ganze Mannschaft ging vom Gesundheitszentrum zu Fuß durch die Siedlung zur Kindertagesstätte Naciente, wo sie von Kindern und Eltern erwartet wurde. Schwester Maruja erhielt eine Spende überreicht.

Von dort aus ging es in unser Berufsbildungszentrum. Da bat Nelson, ein Schüler überraschend, dass er uns und dem Besuch etwas sagen dürfe. Mit wenigen Worten beschrieb er sein bisher hartes, trauriges Leben, wahrscheinlich ähnlich dem Leben seiner Mitschüler, wie er bemerkte, bis er Aufnahme in unserer Schule fand. Zum ersten Mal in seinem Leben fühle er sich angenommen und respektiert. Jetzt könne er sich auf ein neues, gutes Leben vorbereiten und dafür wolle er danken. Wir waren alle sehr berührt. Der Ministerpräsident sprach zu uns ermutigende Worte und wir dankten ihm und seiner Delegation für den Besuch bei uns in der Welt der Armen, die sich geehrt fühlen und sich über die Solidarität freuen. […]

Auszug aus dem Frühlingsbrief – Santiago zum Frühlingsanfang in Chile, 2016

Warme Worte aus dem chilenischen Winter

Der Prophet Jesaja fragt: 58.6-7

„Besteht nicht ein Gott wohlgefälliges Fasten (Handeln) darin, die Unterdrückten zu befreien, den Hungrigen dein Brot zu brechen und heimatlose Elende in dein Haus zu führen, wenn du einen Nackten siehst, dass du ihn bedeckst und dass du dich deinem Nächsten nicht entziehst?“

Und gleich fährt er fort: 58.8: „Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte. Und deine Heilung wird schnell sprossen. Deine Gerechtigkeit wird vor dir herziehen, die Herrlichkeit des Herrn wird deine Nachhut sein. Dann wirst du rufen und der Herr wird dir antworten…“

Diese Worte des Propheten Jesaja möchte ich mit euch teilen, weil sie mich seit langen Jahren begleiten und ermutigen, sie in unserer Zeit zusammen mit euch an unseren verschiedenen Orten und mit unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten zu verwirklichen. All euer Einsatz für unsere Dienste in Chile, Bolivien und Peru betrachte ich aus dieser Perspektive, aber auch all euer Engagement für das Wohl anderer Menschen vor Ort oder in anderen Ländern, wie auch für die Flüchtlinge…

Nach meiner langen Reise durch Deutschland und Luxemburg möchte ich euch allen danken, denen ich begegnet bin, aber auch allen, die mich liebevoll in Gedanken und Gebeten begleitet haben. Voll Freude kehre ich heim, zusammen mit meinen beiden Mitarbeiterinnen Marla Solari und Dr. Ana Maria Pereira, die zur Mitgliederversammlung Cristo Vive Europa eingeladen waren. Wir fühlen uns reich beschenkt. Meine beiden Freundinnen hören nicht auf, von den wundervollen Erfahrungen während ihres Aufenthaltes in Deutschland zu erzählen. Sie waren – wie auch ich – ganz begeistert von der Cristo Vive Europa-Mitgliederversammlung. Ich kann nur staunen über den großen Einsatz des Vorstandes und die fröhliche Unterstützung der ehemaligen Freiwilligen. Auch die Migliederversammlung von Amntena war ein großes geschwisterliches Treffen.

Während meines Rückfluges überkam mich eine große Freude und Dankbarkeit. Auf Einladung des Katholikentages in Leipzig hatte ich zum Leitwort: „Seht, das ist der Mensch!“ folgendes geschrieben: „Mensch, ich und du und alle, gewünscht, gesehen und bedingungslos geliebt von Gott! Diesem Menschen – uns Menschen heute – gibt Gott die Erde in die Hände. Jesus hat uns die gute Botschaft gebracht und uns eingeladen, seine Jüngerinnen und Jünger zu werden. Er vertraut uns, dass wir von ihm lernen und mitarbeiten, allen Völkern das Reich Gottes anzukündigen und uns einzusetzen, dass es durch unseren konkreten Dienst in der Familie, in der Gemeinde, in der Arbeit, in Politik, Wirtschaft und Kultur Wirklichkeit wird.

Als sein Abbild tragen wir Gottes Liebe in unserem Herzen. Diese Liebe ist eine unendliche Energie. Durch sie können wir teilnehmen, die Erde verwandeln, Hunger, Ausgrenzung und Unterdrückung bekämpfen, Gerechtigkeit und Frieden schaffen. Ein alter Kirchenvater sagte: „Die Herrlichkeit Gottes ist, dass der Mensch lebe!“, San Oscar Romero sagte darauf: „Die Herrlichkeit Gottes ist, dass der Arme lebe!“ Dafür treffen wir uns auf dem 100. Katholikentag.

Wir sind alle Gottes Kinder. Was will ein Gott, der sich Vater nennen lässt, mehr als dass wir, seine Söhne und Töchter auf Erden, glücklich werden? Doch dieses Glücklich-Werden ist nicht von vornherein gegeben, fällt nicht vom Himmel und hat mit uns selbst und den anderen zu tun. Aber alle haben wir eine Sehnsucht danach.

Oft frage ich mich, ohne eine Antwort zu finden, warum viele Menschen – und ich kenne so viele – von klein auf ein so schweres Leben haben? Umso mehr spüre ich den liebenden Ruf Gottes in meinem Herzen, alles mir Mögliche zu tun, um den Menschen in Not beizustehen, dass sie in Würde und mit ihrer Mitarbeit ein gutes Leben oder wenigstens bessere Bedingungen erreichen. Das macht mich glücklich. Ich habe gesehen, dass auch ihr, liebe Freunde, an euren Orten auf dem gleichen Acker Gottes beschäftigt seid und ich fühle mich darin mit euch verbunden.

Nun ein paar Nachrichten: Am Freitag nach meiner Ankunft hatte ich gleich zusammen mit Gustavo und Ignacio eine Audienz bei unserem chilenischen Sozialminister, Marcos Barraza. Wir haben ihm unsere verschiedenen Dienste vorgestellt und um Unterstützung, vor allem für die Arbeit mit den Kranken im Gesundheitszentum, gebeten. Beistand, den wir dringend brauchen! Er hat uns sehr aufmerksam zugehört. Nächsten Mittwoch freuen wir uns, dass – während des Staatsbesuches unseres deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck – seine Lebensgefährtin Daniela Schadt, uns mit einer Delegation besuchen kommt, um das Gesundheitszentrum Cristo Vive und die Krankenpflegeschule kennenzulernen.

Ansonsten kann ich euch berichten, dass alle unsere Mitarbeiter sich engagiert einsetzen. Ende nächster Woche geht es wieder nach Bolivien, wo wir unsere Freunde, Familie Hildebrand Alberti und Familie Schenker von Cristo Vive Suiza, erwarten. Natürlich möchte ich dabei auch unsere Mitarbeiter in den verschiedenen Diensten begleiten. Wieder möchte ich euch allen für eure Liebe und Unterstützung danken.