Rückblick auf die Ministrantenwallfahrt nach Rom

Montagmorgen galt es wieder: Schaffen im Büro. Dass die Ministrantenwallfahrt in der Eichstätter Sparkasse so ein großes Thema ist, freut mich richtig. So hat mein Arbeitgeber die Wallfahrt nicht nur finanziell unterstützt, sondern alle Kollegen und sogar unser Vorstand fragen mich voller Interesse aus. Natürlich will ich auch hier kurz auf Samstag und Sonntag zurückblicken.


Samstag

Am letzten Tag unserer Reise führt es uns wieder zum eigentlichen Ziel unserer Reise – dem Petersdom. Unser Start und unser Endpunkt sind das eigentliche Pilgerziel, ist es Zufall oder hat die Sarah das wirklich so wunderbar organisiert? Als Erstes heißt es allerdings Schlange stehen und auf die Sicherheitskontrolle warten. Unsere Minis sind ganz überrascht, wie locker das abläuft. „Clappo, schau mal, bei dem leuchtet es rot, warum darf der dann durch?“ Diese Frage kann ich auch nicht beantworten. Im Petersdom sind die Teilnehmer natürlich von der Größe und Schönheit erschlagen. Auch ohne Vorkenntnisse, was ein Portikus oder eine Pieta ist, interessieren sich die Minis für die Sehenswürdigkeiten. Wir haben einen kurzen Reiseführer, mit dem die jungen Christen die Kirche selbst erkunden können. Ich mache mich auf zu den Gräbern, wo ich mich an eine schöne Messe mit Freunden in einer Seitenkapelle erinnere.

Nach der Besichtigung der Basilika teilt sich unsere Gruppe zum zweiten Mal. Dieses Mal werde ich auch auf die Kuppel schauen, vorher gehen wir natürlich noch Mittagessen. Dafür wählen wir Betreuer ein Restaurant aus, das mir von verschiedenen Geistlichen in Eichstätt empfohlen wurde. Die Pasta ist hausgemacht und die Pizza wirklich super. Gut gestärkt können wir nun auf die Kuppel. Auch hier denke ich wieder kurz: Warum tust du dir das an? Mit 30 jungen Minis auf die Kuppel zu gehen, ist natürlich organisatorisch anstrengend. Und tatsächlich schafft es eine Teilnehmerin nicht bis ganz nach oben. Auf der halben Strecke warten Katharina Geitner und Felicitas Weindl und kümmern sich um das Mädchen. Eine neue und eine erfahrene Betreuerin, auch die Zusammenarbeit klappt die ganze Woche wirklich schon super! Als wir dann auf der Kuppel sind und den Ausblick genießen, weiß ich wieder, warum sich die über 500 Stufen lohnen. Schnell bildet sich eine Gruppe um mich und die anderen Betreuer, die Minis interessieren sich richtig für Rom. „Clappo, und das da hinten ist dieses Nationaldenkmal, wo daneben die Heilige Helena begraben liegt?“

Abschied am Samstagabend

Am Samstagabend heißt es Abschied nehmen. Ich erinnere mich noch genau an die Abfahrt in Eichstätt am Montagmorgen. Nur an die einzelnen Tage kann ich mich gerade nicht erinnern, die ganzen tollen Ereignisse verschwimmen ineinander. Alle Minis versammeln sich zu einem Zug in die Kapelle der Schwestern, bei denen wir wohnen. Vorher wird beim gemeinsamen Abendessen noch den Betreuern und vor allem Christoph Witzcak und Sarah Hairbucher gedankt. Die Stimmung ist super, die Minis singen laut mit und zeigen ihre tiefe Dankbarkeit. Nach dieser aufgeheizten Stimmung folgt die Abschlussmesse: Dies ist ein Fall für Christoph Witczak, die kochende Stimmung in eine würdige Messe überzuleiten. Am Ende der Messe, in der wirklich viel gesungen wurde – der Musikergruppe unter Leitung von Lukas Weindl sei Dank – wird noch den Geburtstagskindern gratuliert. Bei dieser Wallfahrt wurde wirklich an alles gedacht! Nach dem feierlichen Segen geht unser letzter Tag mit den Klängen der Bayernhymne zu Ende.

Sonntag

„Guten Morgen“, jetzt gilt es flott zu sein: Noch mal duschen, schnell frühstücken, haben wir alles gepackt? Sind alle Kinder schon wach? Tatsächlich hat ein Zimmer verschlafen, ausgerechnet noch in dem Haus, in dem ich auch wohne. Naja, ganz reibungslos kann es einfach doch nicht laufen. Aber auch hier wird zusammengeholfen und damit das Problem schnell gelöst.

Nun steht die Fahrt über Florenz, Verona, Bologna, Brenner, Kufstein und München nach Eichstätt an. Auch hier ist die gute Stimmung wieder mit dabei. Wir veranstalten einen gemeinsamen Rückblick im Bus, wir beten auch für alles, was passiert ist. „Für die Momente des Schattens, des frischen Windes und für den großen Schluck Wasser im richtigen Moment“. Martin Seefried, unser Busgeistlicher, nimmt wirklich alle Gebete mit auf, bevor er den feierlichen Segen spendet. Martin und ich blicken zu zweit auf die Woche zurück. Am Ende unseres Rückblicks als Verantwortliche in Bus 6 stellt Martin fest: „Es war alles so gut organisiert, ich bin ein echter Sarah-Fan“. Später wird auch die Busgruppe singen: „Sarah und Christoph, wir lieben euch“.

Auf der langen Fahrt blicken „meine“ Hilfsbetreuerinnen (wobei sie mir wirklich eine große Hilfe waren) Katharina Geitner und Lini Wilhelm mit Christoph Witczak und mir bei einem Kaffee auf die Fahrt zurück. Auch hier ist große Zufriedenheit zu spüren.
Um 19 Uhr wollen wir noch einmal gemeinsam im Kloster Ettal essen gehen. Dieses Schnitzel rettet einigen den Tag. Natürlich kommen wir erst um 20.30 Uhr an. Que traffico! Aber die Mönche des bayerischen Klosters empfangen uns freudig. Sogar der Abt geht von Tisch zu Tisch und unterhält sich mit uns. So soll eine gute Woche zu Ende gehen. Am Eichstätter Volksfestplatz verabschiedet sich ein Teilnehmer: „Rom war echt saucool, also Clappo, wir sehen uns in Pfünz zu den Minitagen“.

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