Ministranten in Rom: „Ohne Eichstätt wär hier gar nix los“

Für unsere Abfahrt in Eichstätt gibt es nur eine Beschreibung: Viel zu früh! Das dachte ich mir zumindest beim Aufstehen um 3.30 Uhr morgens. Als wir dann aber am Volksfestplatz waren gab es nur noch ein Gefühl: Vorfreude. Die verschiedenen Teilnehmer trafen alle Stück für Stück ein, jeder gut gelaunt und jeder pünktlich, so stand einer angenehmen Fahrt nichts mehr im Wege. Unser Jugendpfarrer Christoph Witzcak spendete den Reisesegen und die Ministranten-Referentin Sarah Hairbucher erklärte uns kurz was uns erwartet. Zügig ging es für die insgesamt acht Busse über die bekannte Route Kufstein-Innsbruck-Brenner nach Italien. Dass unser Bus keinen Fernseher hat, viel uns erst nach zwei Stunden Fahrt auf, was eindeutig für die gute Stimmung im Bus spricht, die nur durch ein super Miteinander zwischen Betreuer und Teilnehmer entstehen kann. Ab Verona merkten wir, dass wir im Süden sind: Was für eine Hitze! Da tat die kurze Rast, verbunden mit einem Erfrischungsgetränk natürlich richtig gut. Weiter ging es durch die Toskana über Umbrien letztlich in die Region Lazio zu unserm Ziel in Rom. Am Abend kamen wir in der Unterkunft bei den Schwestern, die uns diese Woche Gastgeber sein werden, an und genossen ein gemeinsames italienisches Abendessen. Einige unserer Freunde sind in einer nahe gelegenen Unterkunft untergebracht, von denen hieß es nun Abschied nehmen. Nach einer kurzen Besprechung fielen auch die Betreuer in ihr Bett.

Dienstag

Fantastico, richtig schwer fiel es mir, den Teilnehmern unser Programm am Dienstag kurz im Bus vorzustellen. Dieser Tag war voller Höhepunkte! Begonnen haben wir mit dem antiken Rom. Unsere netten Busfahrer ließen uns direkt vor dem Kolosseum aussteigen. Wahnsinn, was für ein Anblick! „Kinder stellt euch doch fürs erste Gruppenbild zusammen.“ Ab hier gab es kein Halten mehr: Foto über Foto wurde geschossen. Das antike Rom mit all seinen Schönheiten (Konstantinsbogen, Forum…) konnten wir genießen, anschließend ging es auf‘s Kapitol und Santa Maria in Ara Coeli wurde besucht. Hier konnten wir den ersten Ausblick „von oben“ auf Rom erleben. Nach einem feinen Mittagessen ging es nun zum Petersplatz: Papst Franziskus hat uns eingeladen und wir kommen voller Freude! Natürlich galt es vorher Wasser und kleine Stärkungen einzupacken: Denn die Sonne meinte es wirklich gut mit uns. Aber gut, jetzt gilt es Stimmung zu machen. Fast drei Stunden warten wir auf Papst Franziskus, aber das Vorprogramm hat uns wirklich gut unterhalten… und wenn mal nicht, na dann haben wir unsere eigenen Lieder gesungen: „Ohne Eichstätt wär hier gar nix los“… Endlich um 18 Uhr kam Papst Franziskus und er drehte die große Runde um den Platz. Super, der Papst ist da! Unter den 50.000 Minis fielen die rund 400 aus Eichstätt dennoch auf. Wahnsinn, was unsere Teilnehmer für eine Kondition haben. Nach der Audienz des Papstes ging es in den Bus. Auch hier wurde munter weitergesungen. Ich stelle mir die Frage, woher die jungen Minis diese Kraft haben. Einige Minuten später wird mir klar: Genau die Suche nach der Kraft, die uns antreibt, führt uns hier her!

Mittwoch

Nun lese ich meine ersten Blogzeilen, mein erster Gedanke: Ouh man, Clappo (das ist mein Spitzname, den mir mein ehemaliger Gruppenleiter verpasst hat), du hast ja die Hälfte vergessen. Tatsächlich kann ich hier nur einen groben Überblick über unsere schöne Fahrt darstellen. Naja, gut: Nun probiere ich mich am Mittwoch.

Juhuuu! Länger schlafen, wir können länger schlafen, bis 8 Uhr! Nach dem Frühstück ging es auf in die Stadt. In Rom wartete die Kirche „Il Gesu“, die Hauptkirche der Jesuiten, auf uns. Dort haben wir die heilige Messe gefeiert, unsere erste Messe in einer der größeren Kirche Roms, aber auch hier konnten die Minis aus Eichstätt die Kirche voll und ganz ausfüllen. Mit Gebet und Gesang! So war allerdings auch ein lautes „Aaaaaua“ zu hören, als man sich auf die harten römischen Kniebänke kniete. Nachmittags konnten wir die Altstadt Roms entdecken, ich habe sie schon oft gesehen: Es ist immer wieder fantastisch. Und besonders viel Spaß macht es mit diesen fitten und munteren Kindern.

Am Abend gab es zwei weitere Höhepunkte. Wir trafen uns zu einem gemeinsamen Blind-Date mit Minis aus anderen Bistümern. Dort konnten wir uns untereinander austauschen und haben Minis aus verschiedenen Teilen Deutschlands getroffen. Alle Gespräche waren toll, aber besonders „interessant“ waren die Gespräche mit den Minis aus Limburg. Anschließend ging es zu einem gemeinsamen Abendessen in ein römisches Lokal, fantastisches Essen. Wirklich super! Und die Woche ist noch nicht vorbei.

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