Mexiko ist bunt und voller Gegensätze

Ich wollte nach meinem Abitur im Sommer 2013 nicht sofort mit dem Studieren beginnen, sondern zuerst einmal die Welt erkunden, am liebsten verbunden mit sozialem Engagement. So entstand die Idee, für ein Jahr nach Brasilien zu gehen, wo mir die Schwestern der Missionarinnen Christi eine Gastfamilie und ein geeignetes Projekt vermittelten. Dann aber haben die brasilianischen Behörden die Visabestimmungen extrem verschärft, sodass es für diesen Typ von Aufenthalt, also für Freiwilligendienste, keinerlei Visa mehr gibt. Außerdem wurde festgelegt, dass sich Touristen nur noch drei Monate am Stück in Brasilien aufhalten können und danach für drei Monate das Land verlassen müssen, bis sie wieder einreisen dürfen. So beschloss ich, in diesen drei Monaten, die ich nicht in Brasilien verbringen kann, unseren ehemaligen Austauschschüler in Mexiko zu besuchen, bei dessen Familie ich jetzt wohne. Hier in Ezequiel Montes absolviere ich ein Betriebspraktikum.

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Jetzt bin ich also schon im zweiten Drittel meines Auslandsaufenthaltes angekommen – in Mexiko. Hier bin ich seit gut einem Monat, gemessen an allen neuen Eindrücken, die ich habe, kommt es mir aber deutlich länger vor! Mexiko ist vor allem eins: bunt und voller Gegensätze. Es gibt Millionenstädte, so wie Ciudad de Mexico zum Beispiel, und es gibt kleine, bunte Dörfchen. Auf den Straßen trifft man sowohl riesige Geländewagen an, als auch Cowboys, die auf der gleichen Straße ganz gemütlich mit ihrem Pferd in die Stadt reiten. Und dann gibt es natürlich noch den Gegensatz zwischen arm und reich, der leider immer präsent ist und das Leben vieler Menschen bestimmt.

Landschaftlich hat mich Mexiko sofort fasziniert. Ich befinde mich hier in Zentralmexiko, inmitten von Hügeln und kargen Feldern, auf denen man aufgrund der momentanen Trockenheit außer Kakteen nicht viel vorfindet. Das ist aber nur ein Teil Mexikos, dann gibt es ja noch die Strände, von denen hier alle schwärmen. Die Mexikaner sind zu Recht stolz auf ihr Land, und sie sind auch sehr gastfreundlich. Jeder Fremde (außer manchmal die „Gringos“, die US-Amerikaner) wird begeistert aufgenommen, und die Mexikaner freuen sich sehr, dem Fremden ihr Land zeigen zu können. Ich finde es faszinierend, wie man sich in Mexiko auf einer Familienfeier für gut eine Stunde nur über Mexikos Strände unterhalten kann! In Deutschland dagegen habe ich noch nie erlebt, dass jemand einfach so anfängt, über Schloss Neuschwanstein oder die Alpen zu schwärmen… 😉

Ein weiteres sehr beliebtes Gesprächsthema, vor allem bei den Frauen, ist das Essen. Das Essen hier ist sehr lecker, sehr reichhaltig, immer deftig und vor allem scharf! Zum Glück habe ich mich aber sehr schnell daran gewöhnt, und das prophezeite Bauchweh wegen zu scharfem Essen ist ausgeblieben. Hier wird drei Mal am Tag warm gegessen, schon zum Frühstück gibt es Quesadillas, mit Bohnen, Käse und Schinken gefüllte Tortillas. Sehr lecker!

So, das waren also – kurz und knapp – meine allerersten Eindrücke aus Mexiko. Ich genieße die Zeit hier und bin gespannt, was ich in den nächsten drei Monaten in Mexiko noch alles sehen und erleben werde!

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