Heilig – mit Hirtenstab und Besen

Franz von Sales war sein Lieblingsheiliger, er ist mein Lieblingspapst: Johannes XXIII. Als Oblate des hl. Franz von Sales entdecke ich ihn in seiner Spiritualität und Pastoral. Wie er wünsche ich mir eine Kirche, die wie ein Garten voll blühendem Leben ist, nicht wie ein Museum.

Mit Johannes Paul II. bin ich als junger Priester aufgebrochen. Bei seinem Besuch in Bayern, beim Europäischen Jugendtreffen in Rom, auch bei der Seligsprechung von Johannes XXIII.

Zwei Päpste, die die Kirche belebt und die Welt bewegt haben. „Jonny Walker“, wie ihn die Römer nannten, und Johannes Paul, der in vielen Ländern den Boden küsste, mögen als Heilige dazu beitragen, dass wir Kirche auf dem Boden der Menschen sind. „Man kann mit einem Hirtenstab in der Hand heilig werden, aber ebenso mit einem Besen.“ (Johannes XXIII.)

Zur Seligsprechung von Johannes XXIII. habe ich folgendes Gedicht geschrieben, das sieben Briefe an den „papa buono“ zusammenfasst:

Selig bist du, Kirche!

Selig bist du, Kirche,
denn in Kindern wirst du neu geboren.
Kinder schenken dir Neugeburt.

Selig bist du, Kirche,
denn Jugendliche sind
in deinen alten Adern frisches Blut.

Selig bist du, Kirche,
denn auch heute sind viele berufen
und nicht wenige leben ihre Berufung.

Selig bist du, Kirche,
denn du wächst in Menschen,
die in dir Verantwortung übernehmen.

Selig bist du, Kirche,
denn in Krisen wirst du, was du bist:
Mutter in Geburtswehen.

Selig bist  du, Kirche,
denn in der Erfahrung deines Alters
liegen Schätze verborgen.

Selig bist du, Kirche,
denn in dir lebt ER,
der tot war und lebendig ist.

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