Die ukrainische Minderheit in Ostpolen

Die Minderheit der katholischen Ukrainer in Polen ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Ukraine nur wenig bekannt. Eine gute Gelegenheit diese Volksgruppe, die sich durch ihre griechisch-katholischen Traditionen und ihre dramatische Geschichte durch die letzten Jahrhunderte hervorheben, näher kennenzulernen, bietet das Weihnachtsfest.

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Nicht nur die liturgischen Feier im byzantinischen Ritus prägt die Zeit der Geburt des Herrn, sondern auch das jahrhundertealte, westukrainische Liedgut, kulinarische Traditionen und das reiche Brauchtum haben die polnischen Ukrainer bis heute bewahrt. Diese Verflechtung der Religion und des Volksbrauchtums soll aber nicht verwundern, da kaum ein Ereignis aus dem Leben Jesu uns so konkret an die Menschwerdung Gottes erinnert, wie seine Geburt in Betlehem. Weil die Geburt Christi den Menschen von jeher nahe ging und grade die Freude über die Ankunft des Retters in der Geburtsfeier ihren schönsten Ausdruck findet, haben die Völker dieses religiöse Fest mit ihrem Brauchtum bereichert.

Die Besonderheit der ukrainischen Minderheit in Polen erkennt man schon am Weihnachtsdatum: es wird nicht am 25. Dezember gefeiert, nach dem gregorianischen Kalender, vielmehr verwendet die griechisch-katholische Kirche in Polen neben dem staatlichen gregorianischen Kalender den alten kirchlichen, julianischen Kalender bei dem Weihnachten am 7. Januar – also 13 Tage später – gefeiert wird.

Die diesjährigen Feierlichkeiten in der griechisch-katholischen Kathedrale St. Johannes der Täufer in Przemyśl wurden von zwei besondere Ereignisse umrahmt: die Bischofsweihe des neuen Weihbischofs Eugeniusz Popowicz am 21. Dezember 2013 und das Hinscheiden von Kateryna Pipka, ein lichtes Beispiel einer frommen Mutter der ukrainischen Untergrundkirche, am 1. Januar 2014. In diesen Geschehnissen trafen wie in einem Brennpunkt sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (UGKK) in Polen aufeinander.

Weiterlesen im ausführlichen Beitrag als PDF:
– Anfänge des byzantinischen Bistums in Przemyśl
– Die unierte Kirche in Ostgalizien
– Katholische Ukrainer in Polen nach 1945
– Geschichte einer gläubigen Mutter
– Wiederaufblühen der UGKK in Polen nach 1989
– Zukunft in der Treue zur Tradition

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