Kategorie-Archiv: Menschenrechte

Ein Missionar fällt nicht vom Himmel

Ich breche in den nächsten Tagen zu einem neuen Einsatz im Südsudan auf. Das jüngste Land der Welt ist derzeit ein Krisengebiet. Trotzdem freue ich mich auf die Ausreise und spüre die Rückendeckung meiner Heitmatgemeinde Laibstadt, die seit Jahrzehnten treu zu uns Comboni-Missionare steht.

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Meine Ausreise geht nicht ins Blaue, denn ich habe schon gute Erfahrungen in Afrika, in den Elendsvierteln von Nairobi zusammen mit P. Josef Gerner gesammelt, und in den letzten Jahren hier in Deutschland ist mir klarer geworden, um was es in meinem Leben geht. Ich spüre heute deutlicher denn je, dass das Leben als Ordensmann nur einen Sinn hat, wenn es auf Gott verweist. Johannes, mein Namenspatron, verweist bei seinem Auftreten nicht auf sich, sondern auf Jesus. In der Mission von uns Comboni-Missionaren darf es nicht um die Person des Missionars gehen, auch geht es nicht um Projekte, sondern es geht um Jesus Christus, den wir dann auch im Alltag im Nächsten begegnen. Das zu glauben und umzusetzen ist unsere missionarische Herausforderung und die ist nicht immer leicht, vor allem wenn der Nächste so ganz anders ist als ich.

Meinen Glauben und die Theologie, die mich heute trägt, habe ich in Afrika gelernt. Ich bin als Weltverbesserer losgezogen und als Missionar zurückgekehrt. Ich sage gerne: Ein Missionar fällt nicht vom Himmel, sondern man wird einer, indem man sich auf die Menschen einlässt. In den Elendsvierteln von Nairobi, wo ich viele Jahre gearbeitet habe, habe ich viel menschliches Elend erfahren und dagegen gekämpft.

Trotz all der Armut gab es ein Wort, das ich praktisch jeden Tag gehört habe: „Mungu yupo“. Das ist Kiswahili und übersetzt heißt das: „Gott ist da“. Dies ist die ganze, ja eigentlich wunderbare Theologie Afrikas, ja der Glaube Afrikas. In dieser Haltung kämpfen sich viele durch das Leben. Dadurch erhalten sie die notwenige Kraft, den schweren Alltag zu meistern. Gott ist da – Gott geht mit. So wächst die Hoffnung, dass es irgendwann ein wenig besser wird – wenngleich ganz anders als man es sich ausgemalt hat. Wie sonst könnten Familien, allein erziehende Mütter, Arbeitslose, Straßenkinder, aidskranke Menschen und viele mehr die Anstrengung und den Kampf des Lebens auf sich nehmen? Anstrengungen, obwohl es für sie in absehbarer Zeit keine entscheidende Verbesserung im Leben geben wird.

Nur so können viele im besten Sinn des Wortes „in den Tag hinein“ leben – ohne Bankkonto, ohne soziale Absicherung, vielleicht ohne zu wissen, was es heute Abend zum Essen geben wird. Aber ihre Erfahrung sagt, dass es immer wieder gut ausgeht – natürlich mit vielen leidvollen Abstrichen. Das afrikanische Leben ist in den Elendsvierteln und im Busch wie auf einer Baustelle, also nichts Fertiges, ständig im Werden begriffen. Vielleicht ist das der Grund, warum ich mich dort als Bauingenieur so wohl gefühlt habe. Ich habe erfahren, dass es erfülltes Leben gibt trotz unerfüllter Wünsche.

Im Zusammenleben mit den Menschen habe ich viel gelernt und meinen eigenen Glauben vertieft. Wir Missionare sind Zeugen, dass immer dort, wo Menschen das Evangelium mit Herz und Offenheit in die Hand nehmen, die Gesellschaft und das Miteinander besser und menschlicher werden. Wir wissen, dass Kirche so immer wieder neu entsteht und wächst.

Es beeindruckt jeden Missionar, welche Kraft das Evangelium in den Händen der Armen entwickelt und mit wie viel Phantasie und Hingabe die Menschen ihren Glauben leben. So geschieht es, dass eine Familie zum Beispiel, die schon fünf oder mehr Kinder hat, auch noch die Kinder der verstorbenen Nachbarin aufnimmt. Ohne viel Aufsehen geschieht in Afrika viel Hilfe und soziale Arbeit, von der kaum berichtet wird. Und genau da knüpfen wir als Missionare an. Unsere Devise war und ist immer, mit den Menschen zu arbeiten anstatt für sie zu arbeiten. Das macht den Unterschied. So multipliziert sich jede Hilfe, die von außen kommt. Unsere Arbeit ist nicht ein Projekt (so wie Hilfswerke arbeiten), sondern unsere Arbeit ist Menschen-orientiert.

Der Südsudan ist leider auch in diesen Wochen wieder in den Schlagzeilen. Dort sind nach einem kurzen Frieden von knapp zwei Jahren wieder Kämpfe ausgebrochen und wir hoffen sehr, dass die verfeindeten Gruppen wieder zu Gesprächen miteinander bereit sind. Die letzten Meldungen sind positiv. Ein Wort zur Geschichte und das was uns am Herzen liegt. Nach  40 Jahren Bürgerkrieg hat sich der Süden vom Nord-Sudan abgetrennt und ist seit Januar 2011 ein selbstständiges Land. Für uns Comboni-Missionare ist es nicht irgendein Land, sondern gewissermaßen unser Heimatland. Hier haben Comboni und die allerersten Mitbrüder gewirkt.

Ein Hauptaugenmerk legen wir zurzeit auf die schulische Ausbildung der Jugend. Im kriegsverwüsteten Südsudan erfahren wir, dass die Kinder nicht so weitermachen wollen wie ihre Väter. Diese sind das raue Leben mit der Waffe in der Hand gewohnt und Auseinandersetzungen verlaufen oft mit viel Härte. Die Jugendlichen sehen in der schulischen und beruflichen Ausbildung die Möglichkeit, eine neue friedlichere Gesellschaft zu gestalten, die menschlicher ist. Wir Comboni-Missionare setzen uns deshalb ein, damit vielerorts Schulen und Ausbildungsstellen geschaffen werden und ich freue mich, dort in den kommenden Jahren meine beruflichen Fähigkeiten einsetzen zu können.

Mehr zum Thema: Ein Gottsuchender auf dem Weg nach Afrika

Bruder Hans Eigner im Interview mit Radio K1-Redakteur Bernhard Löhlein

Über meinen Abschied in Laibstadt berichtet die Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt in der Ausgabe vom 26. Januar 2014

Weihnachten einmal anders: Unterwegs am Rio Negro mitten im Amazonas

Im November und Dezember besuchte ich den Bundesstaat Amazonas, um die Situation in den dortigen Gefängnissen besser kennen zu lernen. Am Ende dieser Missionsreise verbrachte ich zehn Tage in der schönen Stadt São Gabriel da Cachoeira am Oberen Rio Negro mitten im Amazonas-Regenwald.

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Sehr beeindruckt hat mich eine Weihnachtsfeier mit dem Tucano-Volk. Die Kirche in dieser Region hat ein indigenes Gesicht. Die überwiegende Mehrheit der rund 18 000 Bewohner dieser Gemeinde sind Indigenen aus 20 verschiedenen Ethnien. Viele dieser Menschen wachsen zweisprachig auf. Zweisprachiger Gottesdienste – in Portugiesisch und Tucano – sind keine Seltenheit vor allem in den kleinen Anrainergemeinden. In der Gemeinde Towa (über drei Bootstunden dem Rio Negro aufwärts) fand eine Feier der Eucharistie mit Taufe, Heirat und Abitur-Zeremonie statt. Die Menschen am großen Fluss geben Zeugnis einer lebendigen Kirche, die sehr an die Basisgemeinden im Sinne der Befreiungstheologie erinnern.

Das Bistum São Gabriel da Cachoeira ist fast so groß wie Italien, allerdings dünn besiedelt: nur knapp 95 000 Menschen leben hier. Fast alle von ihnen sind katholisch, allerdings gibt es nur eine handvoll Priester, die sie betreuen. Bischof Edson Damian hatte mich zu einer Weihnachtsfeier auf einer Fazenda da Esperança („Hof der Hoffnung“) eingeladen, wo sich 28 Männer aller Altersgruppen von der Drogen- und Alkoholsucht erholen.

Sehr bewegend war auch eine Feier auf einer Polizeistation im Grenzgebiet: 42 Männer und zwei Frauen (Brasilianer und Kolumbianer) saßen zu dem Zeitpunkt dort ein. Auch die Angehörigen der Gefangenen waren gekommen, um gemeinsam mit den Mitarbeitern der Gefängnispastoral zu singen, beten und über die Bedeutung der Geburt Jesu für uns heute zu reflektieren.

Die Geburt Jesu in einem Gefängnis zu feiern, mit den Häftlingen, mit den ausgeschlossenen Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und wenig Aussicht auf eine Rückkehr in diese Gesellschaft haben, ist unheimlich beeindruckend. Im Gefängnis leuchtet der hoffnungsvolle Stern von Bethlehem noch stärker.

Die Ufer des Rio Negro sind atemberaubend, geprägt von einer üppigen Natur und von herzlichen Menschen. Diese Reise verstärkte meinen Traum, eines Tages in dieser Region zu arbeiten.

Brasilien – ein reiches Land mit armer Bevölkerung

Die Schlagzeilen  in den letzten Jahren sprechen von einem aufstrebenden und erfolgreichen Schwellenland Brasilien. Laut Regierungsberichten wurden in den letzten 6 Jahren 28 Millionen Menschen aus der extremen Armut herausgeholt, die extreme Armut um 36 Prozent reduziert und Brasilien stieg zur 6. Wirtschaftsmacht auf.

Dazu beigetragen hat ein ehrgeiziges Programm zur Ausrottung der extremen Armut bis  zum Jahre 2014. Das Sozialprogramm “Bolsa Família”, eine Sozialhilfe für extrem arme Familien betreut derzeit mehr als 13 Millionen Familien mit monatlichen Zahlungen von 36 bis 306 Real (umgerechnet 12 bis 102 Euro). Die Beträge sind abhängig vom Familieneinkommen und der Anzahl minderjähriger Kinder.

Fast 46 Millionen Brasilianer erhalten den gesetzlich festgelegten Mindestlohn von derzeit 678 Real (226 Euro). Laut dem gewerkschaftsnahestehenden Institut DIESE (Intersindicale Department für Statistik und sozio-ökonomische Studien) müsste der aktuelle Mindestlohn bei 2.761,58 Real liegen.

Die Mandela-Favela im Norden von Rio de Janeiro. Foto:  Vladimir Platonow/ABr
Die Mandela-Favela im Norden von Rio de Janeiro. Foto: Vladimir Platonow/ABr

Die Wochenzeitschrift “Exame” schrieb vor kurzem über das Regierungsprogramm zur Ausrottung der extremen Armut folgendes: “Praktisch jeder Brasilianer, der aus dem Haus geht, sieht in weniger als 15 Minuten Menschen in extremer Armut. Aber seit März 2013 muss der Brasilianer so tun, als wenn er das nicht mehr sieht. Falls er den Behörden von extrem armen Menschen berichtet, wird er folgendes hören: ‚Sie haben sich getäuscht. Es gibt keine extrem armen Menschen mehr in Brasilien‘. So funktioniert nun mal das Gehirn der Regierung. Die Realität wird nicht mehr wahrgenommen, nur was die Statistik registriert.

Das Sozialprogramm „Bolsa Família“ hat die Wirtschaft angekurbelt und in den letzten Jahren zu einem starken Wachstum beigetragen. Hinzu kam ein stark gefördertes Kreditprogramm der Regierung vor allem für den Immobiliensektor. Die Preise stiegen im Eiltempo in allen Sektoren und die Verschuldung sowohl der Regierung wie auch der Bevölkerung nahm drastisch zu. Hinzu kommen die hohen Ausgaben für die Fußballweltmeisterschaft 2014, die laut offiziellen Berichten bei ca. 30 Milliarden Real (rund 10 Milliarden Euro) liegen. Doch man träumt, dass die WM-Einnahmen durch Touristen alle Probleme lösen werden. Die Lebenshaltungskosten stiegen drastisch und Brasilien wurde zu einem der teuersten Länder.

Die Wirtschaft hat an Kraft verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (PIB) wuchs nur 0.9% gegenüber den von der Regierung erwarteten 4.5% im Jahre 2012. Damit rückte Brasilien in der Rangliste der größten Wirtschaftsnationen von Position 6 auf 7 herab, in Lateinamerika belegte es den vorletzten Platz vor Paraguay und unter den BRIC`s Ländern den letzten Platz. Der Export von Landwirtschaftsgütern hat ein negatives Wachstum verhindert, denn die Industrie hat ihr schlechtestes Ergebnis im letzten Jahr eingefahren. Die Wirtschaftsexperten prognostizieren für Brasilien keine guten Zeiten und weitere Jahre schwachen Wachstums. Man befürchtet eine Immobilienblase und Kreditkrise.

Trotz des Wirtschaftsaufschwunges in den letzten Jahren und dem Sozialprogramm „Bolsa Família“ konnte Brasilien die soziale Ungleichheit nicht erheblich verringern. Die extreme Armut fiel leicht, doch der extreme Reichtum kaum. Brasilien rangiert weiterhin unter den Ländern mit der ungerechtesten Verteilung des PIB, verbesserte jedoch seine Position von Platz 3 auf 12. Zehn Prozent der Reichsten besitzen 75 Prozent des Reichtums Brasiliens.

Brasilien hat einer der höchsten Steuern weltweit, doch die Qualität der öffentlichen Dienste wie Transport, Gesundheit, Sicherheit, Bildung und andere Dienste entsprechen dem nicht und sind extrem schlecht. Die Gewaltspirale hat sich weiterhin in ganz Brasilien verschärft. Letzte veröffentlichte Studien über Gewalt in Brasilien berichten von mehr als 1 Million Todesopfern in den letzten 30 Jahren. In Brasilien, einem Land ohne politische, ethnische, religiöse und Grenzkonflikte, werden mehr Menschen getötet als in Ländern mit Krieg oder Guerilla.

Mehr zum Thema: Ein ganz anderes Brasilien

Taizé-Treffen: Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde

Auch am heutigen Tag machten wir uns auf eine weitere Etappe des Pilgerweges des Vertrauens auf der Erde. Am Morgen feierten wir in unserer Gastgemeinde gemeinsam Messe, in der uns das heutige Sonntagsevangelium mit dem Heiligen Joseph ein Vorbild des Vertrauens präsentierte. Im Anschluss daran fanden sich erstmals die internationalen Gesprächsgruppen zusammen.

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Am Nachmittag gab es dann in Strasbourg eine Vielfalt von Angeboten. Ich besuchte einen Workshop mit Ann Power-Forde, einer Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zum Thema „Menschenrechte und Gerechtigkeit: Persönliches Gespräch über die Herausforderung, Christ zu sein.“ Sie sprach über die Menschenrechtskonvention, die mittlerweile von 47 Nationen unterzeichnet wurde, und betonte die Würde jedes einzelnen Menschen. Einen besonderen Fokus legte sie auf folgende Fragen: Wie kann ich die Rechte anderer Menschen respektieren? Und wie kann ich den Weg Jesu leben, auch wenn meine eigenen Rechte verletzt werden? Besonders bewegend fand ich die daran anschließenden spontanen Zeugnisse und Fragen von einigen Teilnehmern – etwa von einem ehemaligen Inhaftierten. Ein Jugendlicher aus der Ukraine berichtete von der schwierigen politischen Situation in seiner Heimat und beklagte, dass die korrupte Regierung die Menschenrechte nicht beachtete. Viele Fragen blieben im Raum stehen, auf die es keine einfachen und schnellen Antworten gibt, die uns weiter beschäftigen und herausfordern. Immer wieder werden wir hier ermutigt, nicht zu resignieren und angesichts der eigenen Ohnmacht und Hilflosigkeit aufzugeben, sondern den Mut zu haben, gerade unsere kleinen und begrenzten Möglichkeiten zu nutzen und so Schritt für Schritt die Welt zu verändern.

Am Ende des Abendgebets teilte Frère Alois seine Erfahrungen in Asien – dem Kontinent, auf dem im zurückliegenden Jahr eine wichtige Etappe auf dem Pilgerweg des Vertrauens stattfand. In allem Leid und allen Krisen scheint auch hier immer wieder große Hoffnung durch den Glauben an Jesus Christus auf: „Auch wenn er der Sohn Gottes war, hat er das Schweigen Gottes selbst erfahren. Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er die ganze Tragik unseres Lebens, unsere Niederlagen, unsere Fehler und die Gewalt, die in uns liegt, auf sich genommen. Selbst in der tiefsten Nacht hat Jesus noch an die Liebe Gottes geglaubt. So kann er uns führen; nicht dass uns dadurch die Dunkelheit erspart bliebe, sondern er möchte sie mit uns zusammen durchstehen und uns die unsichtbare Gegenwart des Heiligen Geistes zusichern. (…).“

Die Christen sind laut Frère Alois fast überall in Asien in der Minderheit. „Aber viele sind dort, wo sie leben, ein Sauerteig des Friedens und der Freiheit. Ich habe dies in Myanmar, in Indien und in China gesehen. Diesen Christen zu begegnen, schenkt einem neuen Mut; und das möchte ich euch weitergeben. (…) In Nordkorea konnten wir nur das Schweigen derer teilen, die eine Veränderung erhoffen. Beten wir für die Menschen in diesem Land!“

Viele junge Menschen stehen jeden Abend lange an, um am Kreuz zu beten, ihre Stirn auf das Kreuz zu legen und all ihre persönlichen Sorgen und Nöte, aber auch die Probleme unserer Welt zu Jesus ans Kreuz zu bringen – zu IHM, der für uns Mensch geworden ist.

Ein ganz anderes Brasilien

Einen herzlichen Gruß aus Sao Gabriel da Cachoeira, einem kleinen Städtchen mitten im westlichen Amazonasgebiet am Rio Negro – am „Schwarzen Fluss“. Der Fluss hier hat ein ganz schwarzes Wasser – so wie der kleine Weiher in Obersöchering.

Das Internet ist recht schwach hier. Diese Gegend hier ist noch abgelegener als die Gegend am Rio Solimoes. Ich bin schon sehr beeindruckt von all dem hier und staune jeden Tag, es ist so ganz anderes als das Brasilien, dass ich bis jetzt kennen gelernt habe.

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Es ist eine wunderschöne Gegend, geprägt vom großen Fluss und dem Urwald, von den verschiedensten Indianervölkern. Viele sprechen hier noch ihre eigene Sprache und lernen Portugiesisch erst, wenn sie in die Stadt kommen oder in eine der vielen kleinen Schulen im Innenland.

Das Gefängnis (siehe Bild) ist eine kleine Polizeistation mit zurzeit 44 Insassen (zwei
Frauen), die zum Beispiel nur einmal in der Woche für eine halbe Stunde Hofgang haben.

Diese Tage hier sind etwas ruhiger, Gott sei Dank. Ich genieße die Ruhe und Stille nach den anstrengenden Tagen in der Hauptstadt Manaus. Wie Ihr an den Bildern sehen könnt, kann man hier auch gut rasten und verweilen.

Morgen geht es mit dem Boot flussaufwärts in eines der kleinen Dörfer am Fluss. Hier wohne ich bei den Herz-Jesu-Missionaren und begleite sie bei ihren Besuchen in den vielen Gemeinden am Fluss.

Heute nur diesen kurzen Weihnachtsgruß, in der Silvesternacht bin ich im Flieger auf dem sehr billigen Rückflug nach Goiânia, dieser Flug ist gerade nicht beliebt und sehr leer,…… und dann von Goiânia aus mehr von dieser schönen und reichen Erfahrung im Amazonas.

Liebe Freunde, vielen Dank für die zahlreiche Unterstützung und die vielen Spenden. Ich wünsche Euch allen ein FELIZ NATAL. ER möge in uns geboren werden, damit wir DURCH IHN und MIT IHM und in IHM Licht sein können in der Dunkelheit der Welt.