Kategorie-Archiv: Menschenrechte

Das Richtige tun, obwohl das Falsche so einfach ist

Jugendliche in Colón in Panama versuchen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. 

Den Menschen in Rio Indio ist es schon gar nicht mehr aufgefallen. Auf dem Weg hinunter zum Meer und am Strand entlang lag überall Müll. Plastikflaschen, leere Chipstüten, Dosen, Reifen – von den Wellen angeschwemmt oder achtlos von den Dorfbewohnern weggeworfen. Auch für Edilsa und Jorge war der Anblick ganz normal.

„Natürlich fand ich das nicht schön, aber ich bin einfach nicht auf die Idee gekommen, dass man daran auch aktiv etwas ändern kann“, sagt die 15-Jährige Edilsa. Sie bückt sich nach einer Cola-Büchse, die zwischen Algen und Treibholz liegt, und steckt sie in einen Plastiksack.

Am Horizont liegen, wie auf einer Schnur aufgefädelt, dutzende Schiffe vor Anker. Die Ozeanriesen sind mit tausenden Containern beladen, warten hier oft tagelang darauf, dass sie in den Panama-Kanal einfahren dürfen, der nur einige Kilometer entfernt liegt. „Manchmal sitzen wir abends am Strand, träumen uns an Bord und weit weg in eine andere Welt“, sagt Edilsa und hält inne. „Oh nein, geh nicht weg! Ohne dich werden wir hier niemals fertig!“, ruft ein Mädchen mit Zahnspange herüber und grinst übermütig. Die Jugendlichen lachen: „Ja, wir brauchen dich. Niemand ist so fleißig wie du!“ Edilsa lächelt. Dann wird sie wieder ernst und kommt zurück zum Thema. „Viele Leute fragen mich, warum ich Müll aufsammle, den ich gar nicht weggeschmissen habe“, sagt sie. „Ich finde es schade, dass es Menschen gibt, die so denken. Denn mit dieser Haltung kommen wir keinen Schritt weiter.

“ Müllsammeln – eine Idee der katholischen Jugendgruppe

Yithzak Yerel mit jungen Freiwilligen beim Müllsammeln am Strand. Foto: Achim Pohl/Adveniat

Die Idee zu der Müllsammelaktion am Strand hatten die Mitglieder der katholischen Jugendgruppe. An mehreren Orten in der Diözese Colón-Kuna Yala im mittelamerikanischen Panama sind die Jugendlichen aktiv und werden vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat in ihrem Engagement unterstützt. „Sie sind gutes Vorbild in einer Region, in der es viele soziale und ökonomische Probleme gibt“, sagt der Bischof von Colón-Kuna Yala, Manuel Ochogavía Barahona. „Es ist toll, dass die jungen Menschen Haltung zeigen und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Was im Kleinen beginnt, kann irgendwann zu etwas Großem wachsen.“

Und da ist in und rund um Colón eine Menge zu tun. Die 100.000 Einwohner zählende Stadt liegt im Norden Panamas, rund zwei Autostunden von Panama-Stadt entfernt. Eine Stadt mit zwei Gesichtern: Colón ist bekannt für seinen Hafen mit der großen Freihandelszone. Waren aus der ganzen Welt werden hier jeden Tag verladen und weitergeschickt. Ein Millionengeschäft. Auch die luxuriösen Kreuzfahrtschiffe legen hier an, Schnäppchenjäger gehen von Bord, um Handtaschen, Uhren und Parfum von Luxusmarken wie Gucci, Prada und Chanel zu vergleichsweise guten Preisen einzukaufen.

Das Shopping-Areal ist von einer meterhohen Mauer und vielen Kontrollposten umgeben, sodass die Touristen hier entspannt und ohne Angst ihr Geld ausgeben können. In die Innenstadt jedoch verirrt sich kaum ein Fremder. Denn Colón gilt als der gefährlichste Ort des Landes. Wer hier nach Sonnenuntergang noch auf den Straßen unterwegs ist, spielt mit seinem Leben. Und auch bei Tage ist ein Besuch riskant.

Das war auch einmal anders. Bis 1999 verwalteten die USA den berühmten Panama-Kanal, den sie einst gebaut haben. Sie stationierten viele ihrer Landsleute in komfortablen Holzhäusern. Doch als die Vereinigten Staaten ihre Hoheit über den Kanal aufgaben und die US-Verwaltung samt Armee abzog, geriet die Stadt in einen Abwärtsstrudel. Seither verfallen die Häuser, in den wenigsten Wohnungen in der Innenstadt gibt es Strom oder fließendes Wasser. Kaum ein Haus hat eine funktionierende Toilette, Fassaden und Treppen sind so marode, dass sie immer wieder in sich zusammenbrechen.

In Colón herrschen Verbrechen und Gewalt

Der Staat scheint kapituliert zu haben. Die schwer bewaffneten Sondereinsatzkommandos, die auf ihren Motorrädern mit Sturmmaske, schusssicheren Westen und Gewehren durch die Gassen rasen, ändern nichts daran. Nicht einmal auf dem Vorplatz zur Kathedrale in der Innenstadt ist es sicher. Rund um das Gotteshaus sind Polizisten stationiert und beobachten argwöhnisch mit der Hand am Schaft des Revolvers, ob sich in den umgrenzenden Häusern etwas Verdächtiges tut.

„Das Zentrum ist fest in der Hand konkurrierender Banden“, erklärt Yithzak González Murgas. „Wenn einer einen falschen Schritt tut, wird nicht lange gefackelt. Es gibt immer wieder Tote.“ Yithzak ist Koordinator der katholischen Jugendarbeit auf nationaler Ebene. In Colón bildet er ehrenamtliche Gruppenleiter aus und unterstützt sie. Dabei sei es nicht einfach, Jugendliche davon zu überzeugen, sich sozial zu engagieren. „Desinteresse und allgemeine Resignation sind unser Problem. Die Mädchen und Jungen haben keine Perspektive und haben nicht das Gefühl, dass sie etwas an ihrer Situation ändern können.“ Jede Straße werde von einer anderen Gang kontrolliert, die so schaurige Namen tragen wie Los Niños Sicarios, die mordenden Kinder, oder La Tumba Fria, das kalte Grab. „Diese Gemeinschaften geben den Haltlosen Halt. Vor allem junge Menschen ohne Perspektive sind gefährdet, dort hineinzurutschen.“ So wie Yithzaks Freund Juan Carlos. Er war 15 Jahre alt und in das falsche Mädchen verliebt, als er Mitglied bei Los Niños Sicarios wurde. Sie hieß Ariel, eine schöne Brünette mit großen, melancholischen Augen. Eigentlich wollte Juan nur mit ihr ausgehen. Kaum hatten sie sich etwas näher kennengelernt, stellte sich heraus, dass ihr Bruder ein Bandenmitglied war – und schon war Juan Carlos mittendrin. „Es ist nicht leicht, sich für die richtige Sache zu entscheiden, wenn die falsche Sache so einfach ist“, erinnert er sich. „Mit Drogen und Diebesgut kann man schnell und einfach Geld verdienen.“ Trotzdem wurden seine Gewissensbisse immer schlimmer, und er suchte verzweifelt nach einem Ausweg.

In seiner Not ging er in die Kirche. In der Jugendgruppe von San José traf er Yithzak. „Er hat sich einfach nur hingesetzt und mit mir geredet“, erinnert sich Juan. „Ich habe es nicht oft erlebt, dass sich jemand für mich Zeit genommen und sich dafür interessiert hat, was ich mache. Für mich! Ich bin doch ein Niemand, dachte ich damals. Ich hatte nicht einmal eine Mutter, die sich um mich gekümmert hat.“ Yithzak habe ihm die Augen geöffnet. „Er erzählte mir von der Liebe Gottes. Und in der Art, wie er mir mit Respekt und Freundschaft begegnete, hatte ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl, aufgehoben zu sein.“

Der Bruch mit der Jugendbande

Mit dieser neuen Stärke im Herzen war dann alles ganz einfach, sagt Juan. „Ich habe den Jungs einfach mitgeteilt, dass ich ab sofort nicht mehr dabei bin, sondern jetzt lieber in die Kirche gehe. Erstaunlich, aber das hat funktioniert. Sie haben mich in Ruhe gelassen.“ Heute ist Juan Carlos 23 Jahre alt, hat einen festen Job als Lagerarbeiter in der Freihandelszone gefunden. Zusammen mit seiner Frau und den beiden Kindern Angelie und Jean lebt er ein beschauliches Familienleben und ist als Ehrenamtlicher in der Kirche aktiv.

„Heute weiß ich, dass ich mein Leben selbst gestalten kann“, sagt er und lächelt. „Wenn man so denkt, dann ist man in Colón schon ein Exot.“ Die Menschen fühlten sich als geborene Verlierer und als ein Spielball der Mächtigen. Daran ändert auch das neuste Infrastrukturprogramm der Regierung nichts. Eher im Gegenteil. 500 Millionen Dollar sollen investiert werden, es gibt Pläne für neue Straßen, Schulen, Wohnhäuser und ein neues Krankenhaus. Auch das Abwassersystem und die Trinkwasserversorgung sollen endlich erneuert werden. Das klingt erst einmal gut. Im Internet gibt es zahlreiche professionell produzierte Kurzfilme, die für das Projekt werben. Da sieht man, wie gut gelaunte Bauarbeiter Beton anrühren und die Wände verputzen, im Hintergrund spielt heitere karibische Musik.

Die Realität ist weniger zauberhaft. Aktuell werden viele arme Familien, die in den heruntergekommenen Häuserkomplexen in der Innenstadt wohnen, vertrieben. Wer nicht gehen will, wird mit Waffengewalt gezwungen. In Zukunft sollen die Menschen in „Nueva Colón“, einem modernen Neubaukomplex außerhalb der Stadt, eine neue Heimat finden. Doch die Unterkünfte für insgesamt 25.000 Bewohner sind noch lange nicht fertig, die Betroffenen stehen schlichtweg auf der Straße. Wirklich kümmern tut das niemanden.

„Die Menschen fühlen sich betrogen“

„Die Menschen fühlen sich einmal mehr betrogen“, erklärt Bischof Ochogavía Barahona. „Außerdem machen sie sich Sorgen, dass am Ende nicht sie, sondern die Reichen von dem Großprojekt profitieren werden. Sie ahnen, dass sich die Leute mit Geld die Filetstücke in der Innenstadt sichern werden. Die Armen werden einfach weit weg abgeschoben in die neuen Siedlungen, in denen es zwar neue Häuser und einen schicken Fußballplatz gibt, aber keine Arbeit. Wie sollen sie sich da auf lange Sicht die Mieten leisten?“

Der Bischof von Colón, Manuel Ochogavía Barahona. Foto: Matthias Hoch/Adveniat

Im März 2018 sind die Einwohner von Colón deswegen auf die Straße gegangen. In einem „Generalstreik“ haben sie gegen das Großprojekt protestiert, es kam zu gewalttätigen Ausschreitungen – Schulen, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen blieben geschlossen. Bischof Ochogavía Barahona wurde als Vermittler eingeschaltet. „Die Wut in den Herzen der Menschen steckt tief. Die meisten von ihnen zählen sich zu den Congo, Afro-Antillianer, die einst hier angesiedelt wurden. Ihre Ur-Großväter haben 1914 beim Bau des Panamakanals mitgeholfen. Tausende ließen dabei ihr Leben. Nachhaltig vom Kanal profitiert haben sie nicht, das große Geld landete am Ende immer in den Taschen der anderen.“ Dank der 82 Kilometer langen Schiffsstraße fließen heute jedes Jahr rund 1,5 Milliarden US-Dollar in die Staatskasse. Die Einnahmen machen das mittelamerikanische Land zum reichsten Staat in der Region. Doch nirgendwo geht die Schere zwischen Arm und Reich so sehr auseinander wie hier.

Die Weltöffentlichkeit kennt das Land mit vier Millionen Einwohnern aus den Nachrichten im Zusammenhang mit den Panama Papers – dazu werden Bilder von modernen Wolkenkratzern gezeigt, die an der Standpromenade in Panama-Stadt in den Himmel wachsen. Von Colón werden die Wenigsten schon einmal gehört haben.

Weltjugendtag in Panama

Skyline von Panama-Stadt. Foto: Achim Pohl

Im Januar 2019 wird die moderne Skyline der Hauptstadt auch die Kulisse des Weltjugendtages sein. Ein Großereignis, an dessen Organisation auch Yithzak und viele katholische Jugendliche in Colón beteiligt sind. „Natürlich wollen wir, dass der Besuch des Heiligen Vaters ein großer Erfolg wird und alles reibungslos läuft“, sagt der junge Mann mit dem freundlich breiten Lächeln. „Aber wir müssen den Weltjugendtag auch dazu nutzen, dass über die Ungerechtigkeit in Panama und in vielen Ländern Lateinamerikas gesprochen wird. Ich bin mir sicher, dass das der ausdrückliche Wunsch unseres Papstes ist. Gemeinsam sollen wir den Journalisten, aber auch den Jugendlichen, die aus der ganzen Welt zu Besuch kommen, von unserer Lebensrealität berichten.“ Bislang ist geplant, dass rund 200 Jugendliche während der Tage der Begegnung – also bevor Franziskus anreist – in Colón unterkommen sollen. Sie werden bei Familien der Gemeinde wohnen. „Auch, wenn es für viele ein kleiner Schock sein wird, zu sehen, unter welchen Umständen wir hier leben, so ist es doch wichtig für das Verständnis“, sagt Yithzak. „Wir werden unsere Gäste einfach an unserem ganz normalen Leben teilhaben lassen und sie zu unseren verschiedenen Projekten mitnehmen.“ Er will sie zum wöchentlichen Chortreffen und zum Bibelkreis mitnehmen, aber auch zur Armenspeisung auf dem Hauptboulevard und in das Altenheim der Schwestern von Kalkutta (Missionarinnen der Nächstenliebe). „Wir bringen dort Lebensmittel wie Reis, Bohnen und Nudeln mit. Aber die Alten freuen sich auch unglaublich, wenn man einfach nur mit ihnen spricht oder ihre Hand hält“, sagt er. Auch Yithzak und seine Mutter wollen fünf Pilger aufnehmen. „Wir haben zwar nur eine kleine Wohnung und es wird ein bisschen eng werden, aber ich bin mir sicher, dass es ein tolles und intensives Erlebnis sein wird.“

Adveniat-Weihnachtsaktion 2018: Chancen geben – Jugend will Verantwortung

Die Adveniat-Weihnachtsaktion 2018 steht unter dem Motto „Chancen geben – Jugend will Verantwortung“. Für viele junge Menschen in Lateinamerika und der Karibik enden Kindheit und Jugend viel zu früh: Als Jugendliche müssen sie bereits für das Überleben ihrer Familie arbeiten. Dabei träumen sie von einer guten Zukunft, wollen zur Schule gehen, studieren und Verantwortung übernehmen – in Kirche und Gesellschaft. Zusammen mit der Kirche vor Ort gibt Adveniat benachteiligten Jugendlichen die Chance, ihre Träume zu verwirklichen. In den Monaten November und Dezember berichten Adveniat-Aktionspartner aus Brasilien, El Salvador, Kolumbien, Nicaragua und Panama, wie sie Verantwortung übernehmen und Jugendlichen Chancen geben. Die Eröffnung der bundesweiten Adveniat-Weihnachtsaktion findet am 1. Advent, dem 2. Dezember 2018, gemeinsam mit dem Bistum Limburg statt. Die Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember in allen katholischen Kirchen Deutschlands ist für Adveniat und die Hilfe für die Menschen in Lateinamerika und der Karibik bestimmt.

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Shalompreis würdigt Einsatz für Medienfreiheit in Syrien

Der Shalompreis 2018 geht an das Syrische Zentrum für Medien- und Meinungsfreiheit SCM (Syrian Center for Media and Freedom of Expression). Den Preis entgegennehmen werden Yara Bader (32) und Mazen Darwish (43). Darwish ist renommierter Menschenrechtsanwalt und Journalist. Er gründete 2004 das SCM nach seiner Rückkehr aus dem Exil in Frankreich. Er wurde bereits damals mehrmals verhaftet. Zu Beginn der Syrienkrise und des friedlichen Aufstandes gegen die Diktatur, im Jahr  2011, inhaftierte, folterte und tötete die Assad-Regierung wahllos Menschen.

Über diese Menschenrechtsverletzungen berichtete der SCM. Im Februar 2012 wurde das Büro der Pressefreiheitsorganisation in Damaskus gestürmt. Darwish und mehrere Mitarbeiter, darunter seine Frau, Yara Bader, verschwanden in Gefängnissen. Einige wurden nach ein paar Tagen freigelassen. Yara Bader nach drei Monaten. Mazen Darwish wurde ohne Anklage dreieinhalb Jahre in verschiedenen Militärgefängnissen und unterirdischen Verliesen des Geheimdienstes festgehalten und gefoltert.

Die studierte Theaterwissenschaftlerin und Journalistin Yara Bader setzte sich aus dem Exil im Libanon, dann von Europa aus, für die Freilassung ihres Mannes sowie zahlreicher weiterer politischer Gefangener ein. Prominente wie der Schriftsteller Salman Rushdie sprachen sich ebenfalls vehement für eine sofortige Freilassung aus.

Mitte 2015 kam Darwish nach einer Amnestie frei, die Anklage „Terrorismus“ wurde nicht fallengelassen. Da Mazen Darwish weiter über die Menschenrechtsverletzungen berichtete, über die Kriegsverbrechen des Regimes genauso wie über die von radikalen Kämpfern, war die Arbeit in Syrien nicht mehr möglich. Yara Bader überzeugte ihren Mann, ins Exil zu gehen. Seit 2015 leben Yara Bader und Mazen Darwish im Exil in Berlin und führen die Arbeit des SCM von dort aus weiter.

Das Syrische Zentrum für Medien- und Meinungsfreiheit setzt sich für ein demokratisches Syrien, in dem die Menschenrechte Geltung haben, ein. Um dies zu erreichen, müssten Täter zur Rechenschaft gezogen werden, wie Yara Bader, Mazen Darwish und die anderen Mitarbeiter des SCM betonen.

SCM arbeitet mit der im Dezember 2016 gegründeten UN-Behörde IIIM (International Impartial and Independent Mechanism) zusammen, der eine prominente französische Richterin vorsitzt, außerdem mit der Unabhängigen Internationalen Untersuchungskommission für Syrien. Die Organisation bereitet zukünftige Anklagen vor. SCM dokumentiert und hört Opfer und Zeugen an.

Nach dem Weltrechtsprinzip ist das nationale Strafrecht auch auf Sachverhalte anwendbar, die keinen spezifischen Bezug zum Inland haben und auch wenn weder Täter noch Opfer die Staatsangehörigkeit des betroffenen Staates besitzen. Die Straftat muss sich gegen international geschützte Rechtsgüter richten. Im März 2017 hat der SCM (durch den Anwalt Anwar al-Bunni) eine erste Anklage beim Generalbundesanwalt gegen sechs hochrangige Mitarbeiter des syrischen Geheimdienstes eingereicht. Die deutsche Justiz hat die Arbeit aufgenommen.

Das Syrian Center for Media and Freedom of Expression, das in enger Verbindung mit dem RSM (Reporter sans Frontiers – Reporter ohne Grenzen) steht, setzt sich für die Meinungs- und Medienfreiheit und einen zivilgesellschaftlichen Wandel zu einer Demokratie in Syrien ein. SCM macht Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen in Syrien öffentlich und bringt sie vor Gerichte. Das SCM setzt sich weiter für inhaftierte Medienschaffende und Schriftsteller/innen ein.

Die Verleihung des Shalompreises findet am 23. Juni 2018 in der Sommerresidenz der Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt statt. Am Sonntag, 25. Februar 2018, um 10.45 Uhr findet im Salesianum in Eichstätt der Auftaktgottesdienst statt. Dabei stellt der Arbeitskreis Shalom für Gerechtigkeit und Frieden Eichstätt (siehe Foto oben) das Projekt vor. Der Shalompreis ist einer der höchstdotierten Menschenrechtspreise in Deutschland. Im vergangenen Jahr konnten 30.500 Euro an das Projekt PREDA auf den Philippinen überwiesen werden. Die gesamte Arbeit des AKs ist ehrenamtlich. Mitglieder sind Studierende und Bürgerinnen aus Eichstätt.

Liebe säen: Cristo Vive in Bolivien und Chile

Überwältigt und beschenkt vom Dienst unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fundación Cristo Vive Bolivia und Perú kehre ich nach Chile zurück. Aber all dieser Einsatz in den drei Ländern ist nur möglich mit Hilfe eurer solidarischen Unterstützung, liebe Freunde in Europa. Ich danke und lobe Gott für jede eurer Spenden, die wir in Bolivien, Peru und Chile für unsere Geschwister in Not einsetzen und in ein besseres Leben für sie verwandeln können. All das gäbe es nicht ohne euren treuen Beistand über die vielen Jahre hinweg.

Ein Höhepunkt für Cristo Vive im Jahr 2017 war am 10. Oktober die Einweihung des Internats für 16 Landwirtschaftsschüler aus den ärmsten Gegenden Boliviens: Ein unglaubliches Fest auf dem Quetchua-Bauerndorf Bella Vista am Fuß des Berges Tunari (5000m) mit Freunden aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, Vietnam, Argentinien, Peru und Chile. Wir konnten Margarita, die Präsidentin der Louis Dreyfus Stiftung und ihre Delegation, die den Bau und den Unterhalt der Landwirtschaftsschule finanziert, begrüssen und ihr von Herzen danken. Auch freuten wir uns über Franziska Hildebrand, die Präsidentin von Cristo Vive Schweiz, den Architektur-Professor des Baus, Ralf Pasel und seine wissenschaftliche Assistentin Lorena Valdivia, sowie über Elisabeth Voyeux in Vertretung der Luxemburger Pfadfinder. Auch der Gobernador von Cochabamba Iván Canelas, der französische Botschafter, der deutsche Honorarkonsul Gerardo Wille, Vertreter der deutschen und der Schweizer Botschaft und die Quetchua-Maurerinnen, die zusammen mit den anwesenden deutschen Studenten der TU auf dem Bau gearbeitet haben, feierten mit unseren Lehrern und Schülern. Vor dem Segen wiederholte unser Freund Tito Solari, der Alt-Erzbischof von Cochabamba, mehrmals: “Das ist ein Wunder, ein Wunder Gottes!“

Nun ein kleiner Überblick über den Einsatz der Cristo Vive in Bolivien:

  • 260 Kinder zwischen 6 Monaten und 5 Jahren sind ganztags in unseren Tagesstätten in Bella Vista, Chocaya und Tirani. Es wird auch mit ihren Eltern erzieherisch gearbeitet.
  • 140 Schulkinder bekommen Schulaufgaben-Nachhilfe und kulturelle Förderung in Bella Vista und Tirani
  • 500 junge Menschen erhalten eine 3-jährige Berufsausbildung im Instituto Tecnológico Sayarinapaj in Elektrizität, Metallmechanik, Schweißer, Tischler, Landwirtschaft, Küche und Bäckerei, Sozialarbeit und Kleinkindererziehung. 45 dieser Schüler leben in unserem Internat Musuj Kanchay, da sie aus entlegenen Gegenden kommen. Im neuen Internat werden weitere 16 Schüler unterkommen.
  • 85 arme, alte, häufig auf der Straße lebende Menschen, meist Frauen, werden ambulant betreut.
  • 26 Familien wird professionell beigestanden, um ihre Gärten und Kleinfelder ertragreicher anzubauen

In den beiden Polikliniken in Bella Vista und Tirani werden die Kranken behandelt, aber auch Gesundheitserziehung geleistet.

In Bolivien erreichen wir es nach und nach, kleine Subventionen für die Kindergärten von den Stadtgemeinden zu bekommen. Gleichzeitig kämpfen wir weiter um eine staatliche Unterstützung für unser Berufsausbildungszentrum Sayarinapaj.

Staatliche Unterstützung in Chile

Nach 48 Jahren Arbeit unter den Armen in Chile haben wir es zusammen mit unseren Mitarbeitern geschafft, dass der chilenische Staat im Jahr 2016 ganze 88,6% der Kosten unserer Dienste finanziert hat. Durch private Spenden in Chile waren 5,4% eingegangen und unsere europäischen Freunde haben 6% beigetragen, das waren aber immerhin noch 448.000 Euro, ohne die wir nicht über die Runden gekommen wären.

Fundacion Cristo Vive hilft armen Kindern. Foto: Cristo Vive Chile

Jesus, der Sohn Gottes, hat uns keinen Zweifel hinterlassen, wie wir ihm begegnen können, als er sagte: „Ich war hungrig, durstig, wohnungslos, nackt, krank, im Gefängnis und du kamst mir zu Hilfe!“ In allen Menschen, denen wir dienen, begegnen wir Ihm. Wir können auf die Menschen in Not mit liebevollem Herzen zugehen und ihnen nach unseren Möglichkeiten beistehen. Dabei werden wir selbst auf die Dauer eine tiefe innere Freude spüren, in der Jesus uns seine wirkliche Gegenwart erfahren lässt.

Cristo Vive ist in Chile weiter gewachsen. Schwester Teresa begleitet mit ihrem Team die Arbeit mit den Obdachlosen, den Dienst, den wir im Mai 2012 begonnen haben. In der Herberge Cristo Acoge können 20 bis 25 Obdachlose übernachten, im Wohnheim werden 30 Menschen auf ihrem Weg zur Resozialisierung begleitet, während weitere 32 Obdachlose ambulant betreut werden. In den beiden Rehabilitationszentren Talitakum sind rund 130 jugendliche und erwachsene Drogenabhängige in ambulanter Begleitung und Behandlung. In der Poliklinik Villa Mercedes werden rund 4000 Pobladores medizinisch und krankenpflegerisch versorgt und im Familiengesundheitszentrum Cristo Vive haben 22.000 Menschen von morgens 8 Uhr bis 24 Uhr, sieben Tage die Woche, bei uns das Recht auf medizinische Behandlung.

Rund 1.200 Schülerinnen und Schüler konnten wir in diesem Jahr in unseren vier Berufsschulzentren ausbilden. Zu unserer Freude haben die meisten von ihnen nach ihrem Praktikum Arbeit gefunden. Ich bin weiter davon überzeugt, dass der Staat mindestens zwei Semester beruflicher Ausbildung für die jungen Arbeiter/innen finanzieren müsste, damit sie einen besseren Einstieg mit mehr Kenntnissen und praktischer Erfahrung fänden, aber das ist unserem Staat immer noch zu teuer und wir konnten das Arbeitsministerium bisher nicht davon überzeugen. Eine Ausnahme ist unsere kostenfreie Krankenpflegeschule mit bis zu drei Semestern Ausbildung – bis jetzt die Einzige in ganz Chile – finanziert mit 70% staatlicher Subventionen und 30% Spenden von Cristo Vive Schweiz und Europa.

Viele tausend Kinder sind seit ihrer Gründung im Jahr 1973 durch unsere Kindertagesstätte Naciente im ehemaligen Elendsviertel Angela Davis gegangen. Inzwischen ist aus diesem Viertel eine Arbeitersiedlung geworden, in der rund 12.000 Menschen leben

Liebe Freunde, unser Dienst, die Liebe zu säen, ist kein „MÜSSEN“, sondern unser höchstes Ziel, unsere tiefste Berufung und unser größtes Glück. Zusammen mit all unseren Mitarbeitern möchte ich euch in dieser Heiligen Nacht viel Liebe und Freude und ein gesegnetes Jahr 2018 wünschen. An der Krippe des göttlichen Kindes begegnen wir uns.

(Aus dem Weihnachtsbrief 2017)

Besuch beim Club für Kinderrechte

Letzte Woche Donnerstag ging es wieder ins Dorf (Village). Nach einer guten Stunde Autofahrt über gute Straßen, holprige Wege und mit viel Zuckerrohrgeknabber besuchten wir eine Primary School in Musoma. Dort präsentierten uns die 16 Mitglieder des Children’s Rights Clubs (Alter: 6 bis 13 Jahre) ihre Kenntnisse über ihre Rechte. Außerdem zählten sie die Möglichkeiten auf, wohin sie im Falle einer Missachtung der Menschenrechte gehen könnten. Das ganze Ereignis fand im Freien statt, weshalb sich um uns herum eine Traube neugieriger Mitschüler bildete. Wir erfuhren, dass der Children’s Rights Club am Nachmittag mit der ganzen Schule zusammenarbeitet, um allen ihre Rechte bekannt zu machen.

Anschließend trafen wir im Zentrum des Dorfes auf ein Community-Mitglied des Villages. Er erzählte uns von der Zusammenkunft einiger Frauen, die einmal in der Woche etwas über Gesundheit, ihre Rechte und grundlegende Fertigkeiten lernen dürfen. So soll ihnen ein Leben in Würde ermöglicht werden. In Gang gesetzt wurden diese Treffen von der Organisation Jipe Moyo Center. Nun kümmert sich die Dorfgemeinde selbstständig um die Weiterführung des Projekts.

Daraufhin besuchten wir den “Club für Kinderrechte“ einer Secondary School. Nach einer Diskussion über die Menschenrechte, berichteten die Schüler (Alter: 14 bis 17 Jahre) von Vorfällen in ihren Dörfern, die gegen die Menschenrechte sprechen. Deshalb statteten wir danach einer der Familien, die von den Clubmitgliedern genannt wurden, einen Besuch ab. Anscheinend handelt es sich um eine arme Familie, deren Kinder nicht genug Geld für Schulbildung haben und tagsüber nach Essen suchen und betteln müssen, um abends ins Haus gelassen zu werden. Bei der Lehmhütte angekommen, trafen wir allerdings nur auf die Kinder. Der achtjährige Sohn berichtete uns von seiner Situation. Die Mutter könne alleine nicht genügend Geld zum Familienunterhalt aufbringen, da der Vater die Familie einfach verlassen habe. Um der Sache weiter auf die Schliche zu kommen, befragten wir die Dorfgemeinde, ob sie über die Situation der Familie Bescheid wüsste. Laut eines Dorfvorsitzenden bekommt die Familie monatlich bereits einen Betrag von der sozialen Wohlfahrt, um den Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Sie würden sich um ein weiteres Vorgehen kümmern.

Der Tag war sehr interessant und aufgrund der vielen verschiedenen Besuche auch relativ anstrengend. Mir wurde aber wieder bewusst gemacht, wie wertvoll die Arbeit des Jipe Moyo Centers ist. Indem es die Community des Dorfes so stark einbezieht, leistet das Center Hilfe zur Selbsthilfe. Außerdem hat mir der Tag gezeigt, dass die Menschenrechte durch eine gute Bildung verbreitet und weitergegeben werden können.

Einsatz für Menschenrechte in Tansania

Im Jipe Moyo Center in Musoma, Tansania, wo ich derzeit einen Freiwilligendienst leiste,  hat der Einsatz für die Menschenrechte oberste Priorität. Für deren Einhaltung setzen sich hier alle Mitarbeiter konkret ein. So auch Sister Annunciata, meine erste Ansprechpartnerin hier und Leiterin des Centers. Sie ist eine bewundernswerte Frau.

Sister Annunciata, Leiterin des Jipe Moyo Center: Foto: Olivia Ermel

Mitarbeitergruppen des Centers gehen zum Beispiel in Schulen und gründen ‚Children’s Rights Clubs‘, in denen sich die Kinder gezielt mit ihren Rechten beschäftigen – vor allem lernen sie, dass Mädchen und Jungen die gleichen haben. Neben den Clubs werden Kurse für Frauen angeboten, in denen ihnen beigebracht wird, ihr eigenes kleines Business zu starten. Dabei wird ihnen dann erst einmal erklärt, dass sie den Männern gegenüber gleichberechtigt sind. Um die Menschenrechte immer weiter zu verbreiten, ist das Ziel deshalb auch, das Jipe Moyo Center in der Mara Region in Tansania bekannter zu machen. Eine große Hilfe stellt zudem die Polizei dar, die dazu beiträgt, dass das Center an Autorität gewinnt. Oft bringt sie hilfsbedürftige Kinder her und verhindert, dass Verwandte kommen, um sie sofort wieder zurückzuholen. Einige nationale Regeln stehen in Tansania nämlich auch hinter den Menschenrechten. So sind Kinderehen und Kinderarbeit zum Beispiel gesetzlich verboten. Leider macht die Regierung viel zu wenig, um diese Gesetze durchzusetzen. So erhält das Center auch keine finanzielle Unterstützung vom Staat.

Letzte Woche habe ich drei Mitarbeiter ins Dorf begleitet. Zuerst haben wir eine Primary School besucht. Dort haben die ‚Grundschüler‘ des Children Rights Clubs ihr Ergebnisse der vergangenen Woche präsentiert. Durch Gesang und Tanz versuchen sie, die Menschenrechte ihren Mitschülern weiterzuvermitteln.

Besprechung zur Lage der Kinderrechte. Foto: Olivia Ermel

Childrens Rights Club Besprechung – das Interesse an unserem Besuch ist groß (siehe die Zuschauer im Hintergrund).
Anschließend ging es weiter zu einer Familie, in der die minderjährige Tochter als Prostituierte gearbeitet hat, um an Geld zu gelangen. Nun wird sie vom Jipe Moyo Center finanziell unterstützt, damit sie sich ihre Schulsachen leisten kann und sich nicht mehr verkaufen muss.

Familienberatung. Foto: Olivia Ermel

Danach sind wir in eine Secondary School gefahren. Der Children Rights Club dort hatte zusätzlich zu Gesang und Tanz noch ein Schauspiel zum Thema Menschenrechte einstudiert. Zudem haben sie uns von Vorfällen in ihrer Umgebung erzählt, in denen diese Rechte nicht eingehalten werden. Die Kinder einer Familie dürfen abends zum Beispiel nicht ins Haus kommen, wenn sie nichts zu Essen mitgebracht haben. Dann müssen sie draußen schlafen. Ein Mädchen einer anderen Familie wiederum darf nicht zur Schule gehen. Daraufhin sind wir zur Community des Dorfes gefahren, um dort von den Missetaten zu berichten und die betroffenen Familiennamen zu nennen. Nun werden sich die Menschen vor Ort, um diese Probleme kümmern. (Das hoffen wir zumindest. Laut Sister Annunciata wird das manchmal mehr und manchmal weniger getan.)

Secundary School – Childrens Rights Club. Foto: Olivia Ermel

Bisher kannte ich solche Umstände nur aus Filmen. Es ist für mich manchmal schwer zu begreifen, dass ich nun tatsächlich mitten im Geschehen bin. Das Problem der weiblichen Genitalverstümmelung, die in vielen Dörfern noch traditionell praktiziert wird, kennen viele auch nur aus dem Film “Wüstenblume“.

Jipe Moyo Gemeinschaft. Foto: Olivia Ermel

Nach einem Gespräch mit einem Mädchen, das vor dieser Tradition geflüchtet ist, wird mir wieder bewusst wie wichtig die Existenz und der Fortbestand des Jipe Moyo Centers ist. Ansonsten hätte dieses Mädchen keinen Platz auf der Erde gehabt, wo es hingehen  hätte können, um vor dieser Gewalttat beschützt zu werden.

Herzlichkeit und Freundlichkeit zeichen die Menschen in Tansania aus. Foto: Olivia Ermel

Trotz der oben genannten Probleme gibt es in Tansania sehr viele herzliche und freundliche Menschen. Deshalb fühle ich mich hier wohl und freue mich, das afrikanische Temperament und den Lifestyle besser kennenzulernen. Viele Frauen haben eine enorme Ausstrahlung und sprühen vor Lebenslust. Sie tanzen gerne und begeistern mit ihrer Fröhlichkeit.
Die Schwestern haben gestern sogar in ihrer Sisterbekleidung Aerobic am Boden im Wohnzimmer gemacht und sich gegenseitig ausgelacht.

Zudem hatte ich auch schon die Gelegenheit tansanische Männer kennenzulernen, mit denen man sich gut unterhalten konnte und die lustig und gut drauf waren. Der Bischof von Musoma wirkte auf mich mit seinem Dauergrinsen und seinem offenen, fröhlichen Verhalten auch auf Anhieb sympathisch.
Feiern sind hier außerdem immer mit Tanzen, Singen, gutem Essen und Fröhlichkeit verbunden.

Feiern und Tanzen gehören zusammen. Foto: Olivia Ermel

Es gibt ein afrikanisches Sprichwort, das besagt:

“Ihr Europäer habt die Uhren, wir Afrikaner haben die Zeit.“

Da man in Deutschland öfter mal von Zeitdruck, Hektik und Stress spricht, war der Prozess der “Entschleunigung“ für mich anfangs sehr schwer. Inzwischen schätze ich es allerdings schon mehr, dass man sich hier auch öfter mal die Zeit nimmt, um miteinander zu relaxen und einfach mal zu Sein.