Kategorie-Archiv: Lateinamerika

Erlebnisse einer „Missionarin auf Zeit“ in Arequipa

Seit nun knapp drei Monaten befinde ich mich in Arequipa im Süden von Peru. Es hat mich sehr überrascht, mit welcher Herzlichkeit und Freundlichkeit ich aufgenommen wurde, obwohl ich oft nur sehr wenig bis nichts von dem verstanden habe, was an Worten auf mich eingeprasselt ist.

Kindergarten „San Daniel Comboni“ in dem Armutsviertel Villa Ecologica
Kindergarten „San Daniel Comboni“ in dem Armutsviertel Villa Ecologica. Foto: Anna Schönstedt

Nachdem ich die Stadt und die Pfarrei ein bisschen kennen lernen durfte, hatte ich meinen ersten Arbeitstag in der Cuna (Kindergarten) in dem Armutsviertel Villa Ecologia. Alle Mitarbeiter haben mich ebenfalls sehr herzlich und liebevoll aufgenommen. Ich arbeite zusammen mit Señorita Sonia und Betty bei den Fünfjährigen, den Großen der Cuna. Beide sind bereits zu Freundinnen geworden. Die Kinder habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Sie sind alle so aufgeschlossen und ohne jegliche Vorurteile. Es vergeht kein Tag, an dem sie nicht von mir wissen wollen, was das ein oder andere Wort in Deutsch oder Englisch heißt.

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Umzug zum Stadtjubiläum von Arequipa

Das prägendste Ereignis in meinen ersten Tagen hier war der riesige Umzug durch Arequipa anlässlich des Stadtjubiläums. Er hat mich ein bisschen an unseren Karneval erinnert. Es wurde sehr viel getanzt und alles war sehr bunt und farbenfroh. Das kam hauptsächlich daher, dass die Tänzer fast alle Trachten getragen haben. Die weiten Röcke der Frauen, die so schön bei den Drehungen mitschwingen, charakterisieren eine unbändige Lebensfreude und Fröhlichkeit. Kurz darauf  hatte ich mir leider eine recht heftige Erkältung zugezogen und konnte leider nicht in die Cuna gehen. Zum Glück haben sich die Padres und die Schwestern, welche gleich um die Ecke wohnen, gut um mich gekümmert. Mit Hilfe von ausreichend Medikamenten bin ich jedoch wieder auf die Beine gekommen.

Zusammen mit zwei anderen Freiwilligen, die für ein paar Wochen in Arequipa waren, konnte ich einen Ausflug zum Zentrum Arequipas in das Kloster Santa Catalina machen. Es ist wie eine kleine Stadt innerhalb der Stadt. Alles ist bunt und farbig, denn die meisten Wände sind rot, blau und gelb gestrichen. Viele Pflanzen erzeugen eine sehr entspannte Atmosphäre. Es gibt viele versteckte Winkel und Ecken sowie wunderschöne Kreuzgänge und Innenhöfe. Dies alles in der Verbindung mit den Berichten unserer Führerin über den Luxus, in dem einige Nonnen aus adeligem Hause lebten, ließ nicht das gewohnte Bild eines Klosters vor meinen Augen entstehen. Ich habe die Besichtigung sehr genossen.

Einschneidende Erlebnisse waren auch die Erdbeben, die ich hier schon miterlebt habe. Es ist beängstigend, wenn alles um einen herum anfängt zu wackeln, vom Wasserglas bis zum Schlüssel im Schrank. Umso merkwürdiger ist es, wenn diese Erdbeben für alle anderen Mitmenschen ganz normal sind und sie noch nicht mal zum Gesprächsthema am nächsten Tag werden.

Je besser meine Spanisch-Kenntnisse werden, umso mehr bekomme ich auch von den sozialen Verhältnissen vieler Menschen in Peru mit. So gibt es viele Mädchen, die schon sehr früh ihr erstes Kind bekommen, teilweise schon mit 14 Jahren. Auch gibt es viele Familien, in denen die Beziehung der Eltern nach zwei bis drei Kindern auseinanderbricht und die Frauen dann mit ihren Kindern alleine dastehen und sehen müssen, wie sie sich und ihr Kinder über Wasser halten können.

Einen ganz anderen Stellenwert und eine andere Präsenz als in Deutschland hat die Religiosität. Sonia sagt beispielsweise den Kindern, wenn sie nicht in den Gottesdienst gehen wollen: “Gott kommt immer zuerst“. Und wenn sie an einer Kapelle vorbeikommen, bekreuzigen sich die Menschen in Ehrerbietung. Der Glaube ist hier auch bestrebter, sich Dinge zu suchen, an denen er die Unsichtbarkeit Gottes mit dem Auge fest machen kann. So ist es unbedingt notwendig, sich bei der Weihwasserspende direkt vor dem Altar einzufinden, damit man auch so viel wie möglich von dem Wasser abbekommt und nach dem Kreuzzeichen gibt man einen Kuss auf die rechte Hand. Auch die Gottesdienste sind anders gestaltet. Alles läuft wesentlich entspannter, lockerer und fröhlicher ab. Wenn ein Padre eine halbe Stunde zu spät zum Gottesdienst kommt, weil andere Dinge ihn aufgehalten haben, dann fängt der Gottesdienst eben eine halbe Stunde später an. Mit der Gemeinde ist es nicht viel anders. Der Gottesdienst fängt an, wenn genug Leute da sind. Wer zu spät kommt, der setzt sich einfach noch dazu, egal ob das kurz vor Schluss ist oder noch am Anfang.

Am 12. Oktober hat unsere Cuna ihr „Aniversario“ gefeiert. Alle Kinder und Angestellt haben für diesen Festtag Tänze und Spiele eingeübt.  Das „Aniversario“ hängt mit dem Namensgeber der Cuna zusammen: San Daniel Comboni. Da sein Festtag am Freitag, dem 10. Oktober war, hat die Cuna am darauf folgenden Sonntag ihr „Aniversario“ begangen.

Aniversario der Cuna

Es war eine ziemliche Prozedur, die Kinder in ihre Kostüme zu stecken und sie hübsch zu machen für teilweise nicht mal vier Minuten Tanz. Es ist erstaunlich, mit welcher Hingabe und Liebe gerade diese Traditionen gepflegt werden. Die Mütter und Väter sind stolz auf ihre Kinder, wenn sie hin und her hopsen in den bunten, weiten Röcken und manchmal undurchsichtigem Gemenge aus Hosen, Blusen, Westen, Ponchos, Halstüchern und Hüten mit Bändern. Nachdem alle Kinder unter viel Applaus und stolzen Blicken ihre Tänze beendet hatten, waren wir Señoritas an der Reihe, unsere Tanzkünste unter Beweis zu stellen. Zwei Tänze brachten auch uns in den komplizierten Trachten sehr zum Schwitzen.

Mehr zum Thema: Ein Jahr Peru (persönlicher Blog von Anna Schönstedt)

Ein Jahr in Brasilien und Mexiko – eine Zusammenfassung

Jetzt ist es also schon wieder vorbei, mein Auslandsjahr… Insgesamt sechs Monate Freiwilligendienst in Brasilien und drei Monate Betriebspraktikum in Mexiko liegen hinter mir. Viele Flugstunden, viele Menschen, Begegnungen, Erfahrungen. Doch was habe ich eigentlich gelernt aus diesem Auslandsjahr?

Zuerst einmal das, was ich natürlich lernen musste: Zwei mir bis dahin völlig fremde Sprachen. Obwohl Spanisch und Portugiesisch so eng miteinander verwandt sind, wie sonst vielleicht nur noch Schwedisch und Norwegisch, musste ich doch feststellen, dass es ganz schön viele Unterschiede gibt. Meine Sprachfehler haben oft zu lustigen Missverständnissen geführt, aber ich wurde nie ausgelacht, wenn ich mal etwas nicht wusste. Ganz im Gegenteil: Die meisten Leute, sowohl in Brasilien als auch in Mexiko, waren sehr erfreut darüber, dass ich versuchte, ihre Sprache zu lernen, und versuchten, mir dabei mit allen Mitteln zu helfen.

Dann habe ich natürlich auch sehr viel über Brasilien und Mexiko, meine beiden Gastländer gelernt. Ich durfte jeweils bei einer Gastfamilie leben und so die Kultur des Landes und seiner Menschen miterleben – sicherlich ein Privileg. So habe ich neben dem brasilianischen Phänomen des dreimal täglichen Duschens und den mexikanischen Familienfesten, die vielen kleinen Feinheiten und kulturellen Unterschiede der beiden Länder kennengelernt. Dabei habe ich auch einiges über unser Leben in Deutschland erfahren. Über viele Dinge denke ich jetzt anders, habe eine andere Sichtweise bekommen und mir meine eigene Meinung gebildet.

Und nicht zuletzt habe ich auch sehr viel über mich selbst gelernt. Ich bin offener und selbstbewusster geworden durch den Kontakt zu so vielen mir zuvor fremden Menschen, von denen die meisten zu engen Freunden geworden sind. Dass ein Lächeln Tür und Tor öffnet, ist wohl ein weltweiter Grundsatz.

Natürlich gab es auch ab und zu Schwierigkeiten. Nicht immer konnte ich wegen der Sprachbarriere genau das ausdrücken, was ich ausdrücken wollte. Und sicherlich gab es auch Gewohnheiten, die ich persönlich mir nicht aneignen möchte. Aber Schwierigkeiten sind dazu da, um überwunden zu werden. Letzten Endes bleiben nur die schönen Erinnerungen und Erfahrungen!

Alltag in einer chilenischen Kinderkrippe

Über einem Monat arbeite ich jetzt in der Sala Cuna Naciente (Kinderkrippe in Santiago de Chile). In meiner Gruppe sind 20 Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren und es gibt drei Tías (Erzieherinnen mit Ausbildung) und eine Educadora (Erzieherin mit Studium).

Die Arbeit mit den Kindern macht mir echt viel Spaß, auch wenn man schon einige heftige Dinge erlebt. Viele der Familien sind sehr arm und die Kinder kommen deshalb oft mit dreckigen Klamotten oder werden zu Hause nicht gewaschen. Viele Kinder haben Läuse und kommen oft krank in die Sala Cuna. Sehr auffallend ist auch, dass sie sich gegenseitig viel beißen, kratzen und schlagen. Trotz allem habe ich die Kleinen schon sehr in mein Herz geschlossen.

Meine Aufgaben bestehen im Moment darin, die Tías beim Wickeln und Füttern und bei sonstigen Aufgaben zu unterstützen, um mich an die Arbeit zu gewöhnen. Ab nächsten Freitag darf ich dann die Aktivitäten mit den Kindern selbst durchführen.

Damit ihr euch vorstellen könnt, wie ein typischer Tag in der Sala Cuna aussieht, beschreibe ich den im nächsten Teil mal etwas ausführlicher:

Um 8:30 Uhr beginnt die Arbeit und die ersten Kinder trudeln langsam ein und bekommen warme Milch und ein Stück Brot. Um halb zehn setzten wir uns in einen Stuhlkreis, um mit den Kindern gemeinsam Lieder zur Begrüßung zu singen. Am Anfang kannte ich noch kein Lied, doch mittlerweile kann ich schon bei vielem mitsingen. Hier wird wirklich viel gesungen und die Kinder klatschen immer eifrig mit.

Danach machen wir meistens irgendwelche Aktivitäten mit den Kindern (Malen, Lego spielen, Sport, gesunde Ernährung, usw.) und die erste Wickelrunde beginnt. Jedes Kind wird auf das Töpfchen gesetzt, da versucht wird, den Kindern die Windel abzugewöhnen. Bei einigen klappt das auch schon ganz gut.

Um halb elf gibt es meistens „Tutti-Frutti“, das heißt klein geschnittene Früchte. Danach geht es raus in den Patio (Hof) an die frische Luft, um dort zu spielen, bis es um halb zwölf Mittagessen gibt.

Nach dem Essen werden die Kinder alle bettfertig gemacht, während ich meistens die Betten der Kinder beziehe. Dann beginnt der ruhige Teil des Tages: Die Kinder werden in den Schlaf gestreichelt, die Tías und ich können abwechselnd zum Essen gehen.

Bis halb drei schlafen die Kleinen, danach werden sie geweckt und ihnen werden die Haare gemacht, damit sie dann – frisch herausgeputzt – wieder Milch und ein Stück Brot bekommen.

Dann ist es meistens nur noch eine Stunde, bis die Kleinen wieder abgeholt werden und es wird wieder gespielt und gewickelt. Nachdem die Kinder um halb fünf abgeholt wurden, wird die Sala noch geputzt und wichtige Dinge werden besprochen. Und um halb sechs ist auch für mich Feierabend.

Abends bin ich meistens echt kaputt, jedoch habe ich jetzt schon zweimal die Residencia (das ist ein Obdachlosenheim für Männer) besucht, um mit den Menschen dort zu kochen, zu reden und zu backen. Das hat mir gut gefallen.

Außerdem gehe ich zweimal die Woche ins Basketballtraining, da man so mehr Leute kennen lernt und sich auch ein bisschen sportlich betätigt, was hier wirklich notwendig ist. Denn: Hier wird unglaublich viel, fettig und süß gegessen. Und auch in meiner WG wird sehr oft gekocht und wir essen viel und gerne zusammen. 😉

Es gibt jedoch viel Obst und Gemüse, das hier sehr billig ist. Jedes Wochenende macht meine WG den Obst- und Gemüseeinkauf auf einer Fería (Makt) hier in der Nähe.

Was sonst noch so los war:

Am 18. September ist Nationalfeiertag in Chile und die Unabhängigkeit wird gefeiert. Das ist aber nicht mit dem 3. Oktober in Deutschland zu vergleichen. Hier wird vom 17. bis zum 21. September durchgefeiert. Ich konnte dieses Fest sowohl in der Sala Cuna (wir haben typische chilenische Gerichte probiert und mit den Kindern verschiedene Tänze aufgeführt), als auch auf den sogenannten „Fondas“ (Feste mit Live-Musik, und viel leckerem Essen und Trinken) sehr schön miterleben.

Außerdem war ich auch mal wandern mit meiner WG, ein bisschen außerhalb von Santiago. Das war sehr schön, weil ich endlich mal wieder nur Natur um mich herum hatte, und etwas abseits vom Großstadtleben war. Das ist für mich, als Landkind, ja schon eine etwas größere Umstellung.

Ich war auch bereits auf einer Tallrinata . Das bedeutet, dass eine Familie etwas verkauft, um Geld zu sammeln. In diesem Fall wurden Nudeln mit Bolognese und Salat verkauft, um der Nichte die Abschlussfahrt des Colegios ermöglichen zu können. So konnte ich nicht nur ein sehr leckeres Essen genießen, sondern auch mal ein typisches chilenisches Haus von innen sehen, das war sehr interessant.

Vor kurzem hatten wir wieder ein Treffen (Reunión) mit allen Freiwilligen von Cristo Vive. Der ehemalige Exilchilene Mario Sotoliccchio hat uns über die Zeit vor, während und nach der Pinochet-Diktatur erzählt. Das war für mich sehr interessant zu hören.

Am vergangenen Wochenende war ich mal wieder wandern – auf den Rencaberg ging es dieses Mal. Obwohl der Aufstieg in praller Sonne über Stock und Stein (so was wie einen richtigen Weg gab es wohl nicht) ging, hat sich die Mühe für die tolle Sicht über Santiago echt gelohnt.

Das war es jetzt wieder aus Chile. Ich freue mich über jede Nachricht und über jede Rückmeldung auf meine Blogeinträge. Ein großes Dankeschön an alle, die an mich denken und mich so kräftig unterstützen. Ganz liebe Grüße aus dem gerade sehr frühlingshaften Santiago und bis bald.

San Miguel de Allende, ein magischer Ort

Vor einigen Wochen habe ich San Miguel de Allende besucht. Die Kolonialstadt im Bundesstaat Guanajuato in Zentralmexiko lockt jährlich Tausende Besucher an. Vor allem den US-Amerikanern – darunter viele Künstler und ehemalige Soldaten – hat es San Miguel de Allende angetan. So finden sich unter den rund 70 000 Einwohnern über 12 000 „Gringos“, wie sie von den Mexikanern genannt werden, die in San Miguel de Allende ihren Alterswohnsitz oder ein Ferienhaus haben. In den meisten Banken im Zentrum werden die Immobilien daher schon auf Englisch und in US-Dollar ausgeschrieben.

Das Zentrum von San Miguel de Allende als Beispiel des mexikanischen Barockstils steht schon seit 1926 unter Denkmalschutz. 2008 wurde die befestigte Stadt San Miguel zusammen mit der jesuitischen Wallfahrtskirche Jesús Nazareno de Atotonilco von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Bereits zuvor zählte die Kolonialstadt zu den Pueblos Mágicos („Magischen Orten“). Als solcher wurde sie im Jahre 2002 wegen ihres typischen und gepflegten Charakters ausgezeichnet und gilt deshalb als besonders sehenswert. Was mir persönlich besonders gut an San Miguel de Allende gefällt, das sind die warmen und kräftigen Farben, in denen die Häuser gehalten sind.

Gegründet wurde San Miguel de Allende 1542 von dem spanischen Franziskaner-Missionar Juan de San Miguel unter dem Namen „Miguel el Grande“. Die Spanier nannten sie zeitweise auch San Miguel de los Chichimecas nach dem „Chichimeca-Krieg“ (1550-1620), in dem Indigene gegen die Eroberer aus Europa kämpften. Den Namenszusatz Allende verdankt die Stadt dem dort geborenen General Ignacio Allende, der maßgeblich am mexikanischen Unabhängigkeitskampf gegen die Spanier beteiligt war. Zu den berühmten Persönlichkeiten der Stadt gehört auch Pedro Vargas Mata (1904-1989), einer der populärsten mexikanischen Sänger des 20. Jahrhunderts.

Das Wahrzeichen von San Miguel de Allende ist die rosafarbene Paroquia de San Miguel Arcángel (Kathedrale). Diese Kirche wurde ursprünglich im 17. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut, im 19. Jahrhundert aber von einem Laienarchitekten namens Ceferino Gutiérrez verfremdet und weist daher Stilmerkmale verschiedener Epochen auf. 1880 wurde sie nach Vorlage des Ulmer Münsters umgebaut.

Start zum Freiwilligenjahr in Chile

Mein Name ist Maria, ich komme von einem Bauernhof in der Nähe von Eichstätt und bin 18 Jahre alt. In diesem Blog möchte ich meine Erfahrungen, die ich kommendes Jahr machen werde, mit euch teilen.

Maria Brems vor dem Abflug nach Chile. pde-Foto: Geraldo Hoffmann
Maria Brems vor dem Abflug nach Chile. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Ich fliege heute für ein Jahr als Freiwillige der Organisation „Cristo Vive Europa“ nach Chile, um dort in einer Kinderkrippe im Armenviertel zu arbeiten.

Viele von euch kennen vielleicht Schwester Karoline Mayer aus Pietenfeld, die das ganze Projekt ins Leben gerufen hat. In Santiago werde ich in einer WG mit drei anderen Freiwilligen wohnen. Ich bin schon sehr gespannt, sie kennen zu lernen!

Von „Cristo Vive“, mit der ich mit acht weiteren Freiwilligen nach Chile gehe, wurde ich bestens auf das Auslandsjahr vorbereitet. So hatten wir mehrere Seminare und konnten auch Kontakt mit ehemaligen Freiwilligen aufbauen. Außerdem habe ich schon Mitfreiwillige kennengelernt, die auch nach Chile gehen werden. Das ist sehr beruhigend, da man dann nicht ganz alleine ist.

Die Koffer sind gepackt und gleich geht es los! Wenn ihr diese Zeilen lest, sitze ich wahrscheinlich schon im Flieger. Meinen nächsten Beitrag werde ich aus Chile schreiben.

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