Kategorie-Archiv: Gastbeitrag

Alphabetisierungsprojekt für Frauen im Senegal – eine Erfolgsgeschichte

Ein „Alphabetisierungsprojekt für Frauen“, das von der KLB Eichstätt mitgetragen wird, stand im Mittepunkt meiner jüngsten Reise in unsere Partnerdiözese-Diözese Tambacounda im Senegal. Zusammen mit anderen Projektpartnern habe ich vier der 40 betroffenen Dörfer besucht. Wir wurden jedes Mal mit Tanz und Trommel begeistert empfangen. Die Verantwortlichen des jeweiligen Dorfes und die Präsidentin der Frauenschule begrüßten uns in der Dorfmitte und stellten dabei die Bedeutung und Auswirkungen der Alphabetisierung heraus.

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Sauberkeit, Gesundheitswesen und Ernährung sind wichtige Grundlagen neben dem Lernen von Schreiben und Rechnen. Dazu erhält jede Frau ein bebildertes Lehrheft in ihrer eigenen Sprache (Wolof, Pulaar, Serer oder Mandinke).  Zudem muss jede Dorfgemeinschaft seine Vorzüge und Wünsche äußern und erhält dann einen Minikredit von umgerechnet 300 Euro,  den sie nach neun Monaten wieder zurückzahlen muss. Bis auf drei Dörfer haben dies bis zum Zeitpunkt unseres Besuches, durch den Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen auch alle geschafft. Für das nächste Wirtschaftsjahr bekommen die Frauen 600 Euro zur Verfügung gestellt, um damit auch größere Investitionen zu tätigen. Das soll zu einem kleinen wirtschaftlichen Aufschwung führen und ihre Lebensbedingungen verbessern.

In jedem Dorf durften wir auch einen exemplarischen Unterricht verfolgen. Bis zu 50 Frauen saßen zu dritt in einer wackeligen Schulbank und verfolgten aufmerksam was an der Tafel geschrieben oder gerechnet wurde. Eine sehr beeindruckende Erfolgsgeschichte, die auch in den örtlichen Zeitungen Beachtung fand.

Die Rolle der Frau

Nun noch ein paar Worte zur Rolle der Frau im Senegal. Auch in katholischen Familien ist Gleichberechtigung von Mann und Frau im Senegal noch ein Fremdwort. Die meiste Arbeit bleibt an den Frauen hängen. Sie sorgen von früh bis spät für ihre Großfamilie. Im ersten Morgenlicht sieht man schon viele Frauen mit Gemüse- oder Obstschüsseln (Tomaten, Bananen, Mangos, Papayas) auf dem Kopf tragend von den Dörfern am Stadtrand Richtung Markt gehen. Sie sitzen dann stundenlang am Straßenrand und versuchen, ihre Gartenerzeugnisse zu verkaufen.

Wieder im Dorf daheim, müssen sie gegen Abend auf einem Holzkohlefeuer vor der Wohnhütte das Abendessen kochen. Es besteht meist aus Hirse, die vorher gestampft und gesiebt werden muss, oder Reis mit Gemüse. Selten gibt es ein wenig Fleisch. Aus meiner Erfahrung ist das Essen aber sehr schmackhaft, mit vielen Gewürzen und Zwiebeln zubereitet. Vor allem in den Dörfern gibt es noch die Großfamilie mit acht bis zehn Kindern, die nur mit Mühe satt zu kriegen sind.

Die Männer hingegen sieht man oft in kleinen Gruppen zusammensitzen und „politisieren“. Die Rollenverteilung von Mann und Frau ist hier noch sehr offensichtlich, vor allem in der Trockenzeit (von November bis April) ist dies sehr deutlich. Nur in der Regenzeit ist Feldarbeit möglich. Da müssen alle mithelfen – auch Männer und Kinder. Die Feldarbeit ist noch reine Handarbeit. Das Säen von Hirse und Erdnüssen, das Unkraut jäten und schließlich die Ernte ist bei großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit sehr schweißtreibend. Da wird auch den Männern alles abverlangt. Dies sei noch erwähnt, zur Rolle des Mannes, dem „Oberhaupt“ der Familie.

Glaube im Alltag der Peruaner

„Jesus te amo“, „ Jesus – mi corazon”, „Regalo de Dios“ (Jesus ich liebe dich, Jesus – mein Herz, Geschenk Gottes) Zahlreiche Aufkleber mit Aufschriften wie diesen findet man überall in Lima. Der Rosenkranz am Rückspiegel des Autos gehört schon fast zur Standardausstattung jedes Taxifahrers und vor Weihnachten findet man in meinem Stadtteil überall Plakate mit der Aussage „Weihnachten beginnt im Herzen Jesus“.

Glaube ist hier im Alltag und in der Öffentlichkeit wesentlich präsenter als bei uns. Die meisten Stadtteile tragen den Namen eines Heiligen, genauso wie zahlreiche Schulen und öffentliche Einrichtungen. Über 80% der Peruaner sind katholisch und man stellt sich bei dem Gedanken an Peru oder Südamerika die Menschen wesentlich gläubiger und auch traditioneller in ihrer Religion vor als bei uns.

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Zu dem Bild mit den Toritos und dem Kreuz: Das findet man so auf zahlreichen Dächern in der Gegend um Cusco und dem Süden Perus. Der Stier steht wohl zum einen für die spanischen Eroberer, dass es zwei sind für die andinische Dualität. Gleichzeitig ist die Darstellung ein Symbol für die Einheit der Familie und soll in Verbindung mit dem Kreuz Glück und Segen für diese bringen. Die Darstellung der Maria findet man so in fast allen Kirchen mit einem dreieckigen weiten Mantel in Verbindung zur Pachamama.

Doch gerade unter den jungen Menschen in der Stadt scheint sich die Krise der katholischen Kirche auch hier in Peru abzuzeichnen – wenn vielleicht auch nicht ganz so stark wie bei uns. Unter meinen Mitstudierenden und peruanischen Freund/innen habe ich sehr wenige Personen gefunden, für die ihre Religionszugehörigkeit mehr bedeutet als vielleicht der Besuch von Gottesdiensten zu Familienfeiern aus Tradition – wenn überhaupt.

Kirche wird als etwas Großelterliches empfunden, manchmal vielleicht noch in der Elterngeneration verortet. Wenn man erzählt, dass der Glaube an Gott eine persönliche Bedeutung hat und dass „katholisch“ nicht nur eine leere Angabe auf dem Papier ist, wird man teilweise genauso ungläubig angeschaut wie bei uns.

Die viermal wöchentlich stattfindende Messe in der Kapelle meiner Universität wird vielleicht von 15 Studierenden besucht und auch in den regulären Gottesdiensten in der Stadt ist der Altersdurchschnitt eher hoch. Trotzdem kommen mir die Gottesdienste hier wesentlich lebendiger vor als bei uns und es ist keine Seltenheit, dass während der Messe applaudiert oder zur Musik mitgewippt wird.

Das ganze Jahr hindurch finden zahlreiche religiöse Feste statt, die meist von pompösen Prozessionen begleitet werden, wobei viele von ihnen an Feierlichkeiten erinnern, wie sie auch in Spanien begangen werden – vor allem die Semana Santa, die Osterwoche.  Gleichzeitig leben viele Bräuche andiner Naturreligionen und der Inkazeit im katholischen Glauben fort. So wird z.B. die Darstellung der „Mutter Gottes“ oft mit der der Pachamama, der „Mutter Erde“ vermischt, die in der Andenregion für die Menschen immer noch eine sehr große Bedeutung hat.

In manchen Kirchen findet man sogar Darstellungen der Stufen des Inkalebens, die durch Schlange, Kondor und Puma repräsentiert werden. Auch die kirchlichen Feste werden vermischt, wie z.B. das Inti Raymi in Cusco, das zu  Ehren der Sonne gefeiert und mit dem Johannesfest am 24. Juni verbunden wird.

Schön also, dass man auch im Bereich des Glaubens hier in Peru viel Neues entdecken kann und es aber gleichzeitig doch genug Gemeinsamkeiten gibt, um sich in der katholischen Kirche „auf der anderen Seite der Welt“ heimisch fühlen zu können.

Evangelii Gaudium – eine „Regierungserklärung“ des Papstes

Das Apostolische Schreiben „Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus hat programmatischen Charakter, das steht ja in dem Schreiben selbst so: „… betone ich, dass das, was ich hier zu sagen beabsichtige, eine programmatische Bedeutung hat und wichtige Konsequenzen beinhaltet.“(25)  Außerdem scheint es vieles von dem, was Papst Franziskus bisher schon in Interviews oder bei anderen Gelegenheiten gesagt hat, zusammenzufassen. In diesem Sinn ist es sicher am ehesten mit dem zu vergleichen, was im weltlichen Bereich eine Regierungserklärung ist.

Das wichtigste Thema ist meines Erachtens, wie unter den Bedingungen unserer heutigen Zeit in Wirtschaft und Gesellschaft, und in der Kirche, die Freude am Glauben zu einer neuen missionarischen Dynamik in der Kirche führen kann. Und diese missionarische Dynamik ist kein Selbstzweck, sondern dient dazu, „allen das Leben Jesu Christi anzubieten“ (49), vor allem im Einsatz für die Armen und Benachteiligten.

Was ich bisher über das Schreiben gehört und gelesen habe, zeigt mir vor allem, dass es darin gelingt, die Herausforderungen, die sich der Kirche heute stellen, und die Wege, wie die Kirche sich diesen Herausforderungen stellt, in einer Sprache zu formulieren, die in der breiten Öffentlichkeit verstanden wird. Dass das Schreiben weit über die Kirche hinaus in den Medien und der Öffentlichkeit so stark rezipiert wird, zeigt mir, dass darin wichtige „Zeichen der Zeit“ angesprochen und Antworten aus dem Glauben heraus dazu formuliert werden.

Die Kirche in Deutschland wird durch dieses Schreiben natürlich angefragt, ob und wo sie aufgrund historisch gewachsener Strukturen zu sehr um sich selbst kreist und ihre missionarische Dynamik verloren hat. Außerdem müssen wir uns fragen, ob wir als eine im Weltmaßstab reiche Kirche uns ausreichend für die Armen in der Welt einsetzen und engagieren. Diese Anfrage gilt aber nicht nur der deutschen Kirche, sondern eigentlich der ganzen deutschen Gesellschaft, inwieweit sie mit den Armen und Benachteiligten dieser Welt wirklich solidarisch und bereit ist, ihren Reichtum auch zu teilen.

Ich glaube schon, dass diesem Schreiben konkrete Reformschritte folgen werden. Als erstes sehe ich dabei vor allem eine größere Verantwortung der Ortskirchen, auch der Bischofskonferenzen, für ihre je spezifische Situation, Antworten zu finden, wie die Kirche vor Ort wieder eine neue missionarische Dynamik entfalten kann, und nicht auf alle Fragen, die vor Ort wichtig sind, erst auf eine Antwort aus Rom zu warten.

Mehr zum Thema: Bischof Hanke: „Papst Franziskus ruft uns alle in die missionarische Sendung der Kirche“

Brasilien – ein reiches Land mit armer Bevölkerung

Die Schlagzeilen  in den letzten Jahren sprechen von einem aufstrebenden und erfolgreichen Schwellenland Brasilien. Laut Regierungsberichten wurden in den letzten 6 Jahren 28 Millionen Menschen aus der extremen Armut herausgeholt, die extreme Armut um 36 Prozent reduziert und Brasilien stieg zur 6. Wirtschaftsmacht auf.

Dazu beigetragen hat ein ehrgeiziges Programm zur Ausrottung der extremen Armut bis  zum Jahre 2014. Das Sozialprogramm “Bolsa Família”, eine Sozialhilfe für extrem arme Familien betreut derzeit mehr als 13 Millionen Familien mit monatlichen Zahlungen von 36 bis 306 Real (umgerechnet 12 bis 102 Euro). Die Beträge sind abhängig vom Familieneinkommen und der Anzahl minderjähriger Kinder.

Fast 46 Millionen Brasilianer erhalten den gesetzlich festgelegten Mindestlohn von derzeit 678 Real (226 Euro). Laut dem gewerkschaftsnahestehenden Institut DIESE (Intersindicale Department für Statistik und sozio-ökonomische Studien) müsste der aktuelle Mindestlohn bei 2.761,58 Real liegen.

Die Mandela-Favela im Norden von Rio de Janeiro. Foto:  Vladimir Platonow/ABr
Die Mandela-Favela im Norden von Rio de Janeiro. Foto: Vladimir Platonow/ABr

Die Wochenzeitschrift “Exame” schrieb vor kurzem über das Regierungsprogramm zur Ausrottung der extremen Armut folgendes: “Praktisch jeder Brasilianer, der aus dem Haus geht, sieht in weniger als 15 Minuten Menschen in extremer Armut. Aber seit März 2013 muss der Brasilianer so tun, als wenn er das nicht mehr sieht. Falls er den Behörden von extrem armen Menschen berichtet, wird er folgendes hören: ‚Sie haben sich getäuscht. Es gibt keine extrem armen Menschen mehr in Brasilien‘. So funktioniert nun mal das Gehirn der Regierung. Die Realität wird nicht mehr wahrgenommen, nur was die Statistik registriert.

Das Sozialprogramm „Bolsa Família“ hat die Wirtschaft angekurbelt und in den letzten Jahren zu einem starken Wachstum beigetragen. Hinzu kam ein stark gefördertes Kreditprogramm der Regierung vor allem für den Immobiliensektor. Die Preise stiegen im Eiltempo in allen Sektoren und die Verschuldung sowohl der Regierung wie auch der Bevölkerung nahm drastisch zu. Hinzu kommen die hohen Ausgaben für die Fußballweltmeisterschaft 2014, die laut offiziellen Berichten bei ca. 30 Milliarden Real (rund 10 Milliarden Euro) liegen. Doch man träumt, dass die WM-Einnahmen durch Touristen alle Probleme lösen werden. Die Lebenshaltungskosten stiegen drastisch und Brasilien wurde zu einem der teuersten Länder.

Die Wirtschaft hat an Kraft verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (PIB) wuchs nur 0.9% gegenüber den von der Regierung erwarteten 4.5% im Jahre 2012. Damit rückte Brasilien in der Rangliste der größten Wirtschaftsnationen von Position 6 auf 7 herab, in Lateinamerika belegte es den vorletzten Platz vor Paraguay und unter den BRIC`s Ländern den letzten Platz. Der Export von Landwirtschaftsgütern hat ein negatives Wachstum verhindert, denn die Industrie hat ihr schlechtestes Ergebnis im letzten Jahr eingefahren. Die Wirtschaftsexperten prognostizieren für Brasilien keine guten Zeiten und weitere Jahre schwachen Wachstums. Man befürchtet eine Immobilienblase und Kreditkrise.

Trotz des Wirtschaftsaufschwunges in den letzten Jahren und dem Sozialprogramm „Bolsa Família“ konnte Brasilien die soziale Ungleichheit nicht erheblich verringern. Die extreme Armut fiel leicht, doch der extreme Reichtum kaum. Brasilien rangiert weiterhin unter den Ländern mit der ungerechtesten Verteilung des PIB, verbesserte jedoch seine Position von Platz 3 auf 12. Zehn Prozent der Reichsten besitzen 75 Prozent des Reichtums Brasiliens.

Brasilien hat einer der höchsten Steuern weltweit, doch die Qualität der öffentlichen Dienste wie Transport, Gesundheit, Sicherheit, Bildung und andere Dienste entsprechen dem nicht und sind extrem schlecht. Die Gewaltspirale hat sich weiterhin in ganz Brasilien verschärft. Letzte veröffentlichte Studien über Gewalt in Brasilien berichten von mehr als 1 Million Todesopfern in den letzten 30 Jahren. In Brasilien, einem Land ohne politische, ethnische, religiöse und Grenzkonflikte, werden mehr Menschen getötet als in Ländern mit Krieg oder Guerilla.

Mehr zum Thema: Ein ganz anderes Brasilien

Weihnachtspost aus Südafrika*

Sicher habt ihr in diesen Tagen auch viel über unseren ehemaligen Präsidenten Nelson Mandela gehört. Er war schon eine große, bewundernswerte Persönlichkeit, ein großes Vorbild für das ganze Volk. Beeindruckend war seine Demut, seine Menschlichkeit und dass er verzeihen konnte, nachdem er 27 Jahre hinter Gittern verbrachte. Aber das Leben geht auch nach Mandelas Tod weiter.

Wir schauen auf ein sehr ereignisreiches Jahr. Hier ein paar Schlaglichter: Im Mai fand in Mallersdorf (Landkreis Straubing-Bogen) das Generalkapitel der Mallersdorfer Schwestern statt und eine neue Generaloberin sowie neue Rätinnen wurden gewählt. Schwester Catherine, die über 40 Jahre in Vryheid* tätig und seit 1999 unsere Schulleiterin war, wurde ebenfalls als Rätin gewählt und flog Ende August mit der Ordensleitung zurück nach Deutschland, um ihre neue Arbeit daheim zu beginnen. Das war für uns alle hier in eine unerwartete Versetzung. Schwester Mpume hat die Schulleitung mit dem 1. August übernommen. […]

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Meine Erstklässler waren dieses Jahr besonders anstrengend mit schwierigen Verhaltensstörungen. Einige brauchten ständige Zuwendung und Aufmerksamkeit und es scheint mir immer mehr, dass die Kinder zu Hause wenig Disziplin erfahren. Viele Kinder erleben keine intakte Familie mehr. Leider übt das Fernsehen einen starken, negativen Einfluss auf die Kinder aus, davon bin ich überzeugt. Wenn dann unter den 30 Kindern gleich 8 -10 verhaltensauffällig sind, ist der Unterricht fast immer gestört. So bin ich sehr erleichtert, dass dieses Schuljahr überstanden ist und ich hoffe, nächstes Jahr werde ich viele nette Schüler haben.

In unserer Diözese Eshowe hat sich auch vieles ereignet. Am 15. Juni war die Verabschiedung der Benediktinerinnen von St. Alban, die 60 Jahre lang in ‘Little Flower’ in der Schule und im Internat segensreich wirkten. Am 23. Juni wurde der Benediktinerbruder Michael Saneesh, ein Inder, zum Diakon geweiht. Es war eine sehr würdige Feier und wir freuten uns alle mit ihm, dass seine Eltern gerade noch rechtzeitig das Visum bekamen und an der Weihe teilnehmen konnten. Er hat vier Jahre hier im Land studiert und wird nach Weihnachten in sein Priorat Kumily in Indien zurückkehren.

In der Diözese Kokstad warteten die Gläubigen über zwei Jahre auf einen neuen Bischof. Im März wurde Fr. Zolile Petros Mpambani SCJ ernannt und am 3. August fand die Bischofsweihe statt, mit Kardinal Napier aus Durban, zwei Erzbischöfen und etwa 30 Bischöfen, über 100 Priestern, viele Schwestern und unzähligen Gläubigen. Es war ein überzeugendes Fest des Glaubens, mit viel Tanz und Gesang.

Auch in Vryheid hatten wir eine große Feier. Am 17. August legten drei von unseren jungen Schwestern ihre Ewigen Gelübde ab. Die Feier war sehr lebendig und viele Verwandte und Gäste waren aus Nah und Fern gekommen, um mit den Schwestern diesen Tag zu erleben.

In unserer Pfarrei durften 12 Kinder ihre Erste Hl. Kommunion empfangen und sieben Jugendliche wurden gefirmt. Auch bei uns werden die Zahlen kleiner, aber unser Pfarrer Pater Victor Chavunga OSB von Malawi macht es immer sehr schön feierlich. Bei der Firmung sang unser Dekanatschor mit etwa 70 Mitgliedern, weil er auch 10-jähriges Jubiläum feierte. Sr. Dolorosa und ich begleiteten drei Lieder mit Gitarre. Ich sehe noch den Trommler vor mir, wie ihm das Wasser nur so den kahlgeschorenen Kopf herunterlief. Er hat sich selber eine Trommel gebaut: ein schwarzer Abfalleimer mit einem Autoschlauch überzogen, darüber auf einem Draht hat er Schellen aus Bierflaschendeckeln und zwei Stücke von einem Gartenschlauch dienen als die Schläger. Keine Angst! Das Ganze hört sich toll an!

Zum Schluss möchte ich meinen Breitenbrunner Strickerinnen danken und gratulieren, dass sie bereits seit 24 Jahre mit großem Eifer für Arme in unserem Land wunderschöne Decken stricken. Ein herzliches Vergelt’s Gott für all Eure Pakete!
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*Auszüge aus dem Weihnachtsbrief 2013