Kategorie-Archiv: Eurasien

Gebet in der Klostergemeinschaft

Vor einigen Wochen war das Glockenseil hier in der Kirche der Benediktinerabtei von Tabgha (am See Genezareth in Israel) abgerissen, so dass wir selbst die Zeit zum Gebet herausfinden mussten. Umso mehr freut es mich, wenn das Glöckchen wieder fünfmal am Tag zum Gebet ruft. Das mag von außen viel erscheinen. Ich erlebe es als einen wohlklingenden Ton, der dem Tag seine Struktur gibt und der Arbeit dazwischen ihren Wert. Das gleichmäßige Miteinander-vor-Gott-treten macht deutlich, dass hier ein Ort ist, an dem man Gott dient und vor seinem Angesicht lebt.

An die 150 Psalmen, jahrtausendealter Gebetsschatz, die hier in zwei Wochen alle gebetet werden, muss ich mich gewöhnen. In meinen Ohren klingen sie stark alttestamentlich. Mit der Zeit finde ich mich in vielen angesprochenen Lebenslagen wieder und finde nur Teile der Texte sehr befremdlich, besonders wenn man bedenkt, dass wir hier von radikalen Fundamentalisten aller Religionen umgeben sind.

Ich habe das Gefühl, dass man kein besserer Mensch wird, weil man viel betet, aber ich schätze mich glücklich, an einem Ort sein zu dürfen, an dem wir miteinander versuchen, Gott auf dieser Erde einen kleinen Anteil der Ehre zu geben, die ihm gebührt und gleichzeitig einen Beitrag für Frieden in dieser Region zu leisten.

Gebet gibt der Freundschaft, die Gott uns von sich aus anbietet, eine Antwort. Die Freundschaft zu Gott miteinander zu gestalten in allen Tagesformen, die man so durchlebt, ist ein Geschenk, das in der Form nur in Gemeinschaft möglich ist. Sie ersetzt nicht die ganz persönliche Beziehung zu Gott, die jeder für sich selber pflegen muss. Die Hinwendung zu Gott im Gebet ist wie das Einatmen, die Arbeit und Begegnung mit unseren Nächsten ist wie das Ausatmen.

Von Bienen Solidarität lernen

Bienen sind wichtige Insekten in der Natur und im Leben der Menschen. Sie werden seit jeher von Menschen geschätzt als Honigproduzenten, als Bestäuber der Kulturpflanzen und auch als Erzeuger von Heilmitteln wie Propolis. So lange es Menschen gibt und sie Honig essen, beschäftigen sie sich mit Bienen. Besonders faszinierend dabei ist, dass Bienen – vergleichbar mit Menschen – in Völkern, den Bienenvölkern, leben. Diese werden jeweils nur von einer einzigen Anführerin, der Königin, regiert.

Auch meine Familie in der Ukraine hat, seit ich denken kann, ein paar Bienenhäuser mit mehreren Bienenfamilien. Es war für uns Kinder immer spannend, den Opa in besonderer Kleiderausrüstung zu beobachten, wie er sich um seine Bienen kümmerte. Im Sommer suchte er immer wieder nach einer zweiten Bienenkönigin in einem Volk, um zu verhindern, dass die Hälfte der Bienen von diesem Volk sich selbstständig macht und wegfliegt. Sehr interessant war es für uns zu beobachten, wie der Großvater seine Bienen für den Winter fütterte, wie er Honig schleuderte und wie wir als erste von den Waben voller Honig eine Probe nehmen durften, aber auch wie er trauerte, wenn irgendeines der Völker von einer Krankheit befallen worden war. Nicht nur einmal wurde ich von Bienen gestochen: Es tat zwar weh, aber auf den Honig wollte ich deswegen trotzdem nicht verzichten.

Die biblischen Bücher des Alten Testamentes nehmen unterschiedlich akzentuierten Bezug auf Bienen. Wenn es beispielsweise um die feindlich gesinnten Eroberer ging, so wurden sie mit gereizten Bienen und deren Angriffs- und Stechlust verglichen (Dtn 1,44, Jes 7,18-20, Ps 118,12). Unübersehbar und geradezu sprichwörtlich ist der Fleiß und die Nützlichkeit dieser kleinen Tiere: „Klein unter den geflügelten Tieren ist die Biene, und doch bringt sie den besten Ertrag ein“ (Sir 11,3). Ein Mahnwort an die Faulenzer, das zugleich als Lob der kleinen, jedoch fleißigen Biene erscheint: „Gehe zur Biene, und lerne, wie arbeitsam sie ist, sie macht ihre Arbeit wie eine ehrenhafte, deren Erzeugnisse Könige und Privatleute zur Gesundheit verwenden, willkommen ist sie für alle und erwartet; auch wenn sie in der Kraft schwach ist, weil sie die Weisheit achtet, hat sie es so weit gebracht. Wie lange, Fauler, bleibst du liegen?“ (Spr 6,8f., LXX).

Unsere christliche Überlieferung hat das Positive aus den Bienengleichnissen übernommen und so haben Bienen bei uns einen eher positiven Ruf. Besonders vorbildlich war der Fleiß der Bienen in den geistlichen Unterweisungen der Mönchsväter. Die Bienen galten ihnen als vernünftige und kluge Geschöpfe in der Tierwelt, weil sie ein geordnetes gemeinschaftliches Leben führen, eine Aufgabeverteilung innerhalb ihres Bienenvolkes kennen und weil sie nach einem bestimmten Plan ihre Waben bilden. Gerade deshalb erkannten manche alte Denker darin ein Vorbild für den idealen Staat und der heilige Ambrosius von Mailand (+397) verglich die Kirche mit einem Bienenkorb.

Bienen-Solidarität: Foto: Oleksandr Petrynko
Bienen-Solidarität: Foto: Oleksandr Petrynko

Alles, was ich persönlich von den Bienen wusste und nun hier beschrieben habe, war nur eine schöne Theorie, bis ich Anfang Oktober 2015 in meinem Urlaub in Georgien das Bienenleben nochmal ganz bewusst erlebt habe. Die Fotos von diesem Erlebnis habe ich in einer alten Höhlenstadt Vardzia in Westgeorgien, nahe der Grenze zur Türkei gemacht. In einer Pause kaufte ich mir eine Waldmeisterlimonade (auf dem Foto grün im Glas, auf einem roten Tisch serviert). Sehr schnell und plötzlich waren mehrere Bienen und Wespen da. Eine der Bienen landete direkt in der Limonade und tat mir leid, als sie darin mehrere Kreisbewegungen machte. Sie schaffte dann doch herauszukommen, zwar nur langsam, aber letztlich kletterte sie bis an den oberen Rand des Glases. Und hier ist das Faszinierende passiert: Plötzlich setze sich eine der herumfliegenden Bienen auf den gleichen Rand hinter die nasse „süße“ Artgenossin und begann die verunglückte Biene abzusaugen, bis sie wieder fliegen konnte. Ich war für eine Weile außer mir vor Staunen. Denn nicht die Limonade auf der Freundin-Biene zog sie an, denn im Glas war ja viel mehr davon, sondern die Freundin selbst, die in Not geraten war. Da die Aktion relativ langsam verlief, konnte ich mit meinem Handy mehrere Bilder machen, die ich gerne mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, teilen möchte. Die Bilder zeigen Ihnen ein paar georgische Bienen, die nach wissenschaftlichen Untersuchungen den längsten Rüssel unter den Bienennationen auf der Erde haben, ihre georgische Heimat Vardzia und vor allem ein Beispiel ihres sozialen Verhaltens und ihrer Solidarität untereinander. Dies ist etwas, was die Menschen und gerade wir Christen von Bienen lernen können.

Eichstätt summt | Grußwort von Schirmherr Christoph Wölfle, Regens des Priesterseminars Eichstätt

Shalompreis geht an israelisch-palästinensische Familienorganisation

Am Sonntag, 24. April, wurde die Shalom-Aktion 2016 im Salesianum Rosental in Eichstätt eröffnet. Hochschulseelsorger Pater Johannes Haas zelebrierte den Eröffnungsgottesdienst, der vom Chor „Kunterbunt“ musikalisch gestaltet wurde.

Der Shalompreis wird in diesem Jahr dem Parents Circle Families Forum (PCFF) in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten verliehen. Mitglieder des AK Shalom für Gerechtigkeit und Frieden stellten den Arbeitskreis und das Projekt im Gottesdienst vor. Sie erinnerten auch an die am 2. März 2016 ermordete Shalompreisträgerin von 2012, Berta Cáceres. Außerdem gedachte der AK Shalom seines Gründers Thomas Beutler, der in der vergangenen Woche verstarb.

Eröffnungsgottesdienst der Shalom-Aktion 2016
Eröffnungsgottesdienst der Shalom-Aktion 2016

In einer Zeit, in der aus dem Nahen Osten fast nur Nachrichten von Krieg und Terror zu lesen sind, setzen die Mitglieder von PCFF ein Zeichen für Frieden und Versöhnung. PCFF ist eine gemeinsame israelisch-palästinensische Organisation von über 600 Familien. Alle haben im langjährigen Konflikt einen nahen Angehörigen verloren. Trotz des grausamen Verlustes eines geliebten Menschen wollen die Familienangehörigen keine Rache sondern Austausch und Versöhnung.

Der Shalompreis wird am 18. Juni 2016 in Eichstätt verliehen. Eine Israelin und ein Palästinenser werden den Preis gemeinsam entgegen nehmen.

Der Shalompeis ist einer der höchstdotierten Menschenrechtspreise in Deutschland. Im AK Shalom sind derzeit 12 Mitglieder, Studierende und Bürgerinnen aus Eichstätt. Die Arbeit ist rein ehrenamtlich, das Preisgeld kommt durch Spenden zusammen. Das Referat Weltkirche des Bistums Eichstätt, die private Oswaldstiftung und der Rotary-Club Eichstätt sind institutionelle Spender. Alles andere sind Spenden von Privatleuten. Die Preisverleihung findet am 18. Juni 2016 statt.

Wer für die Aktion 2016 spenden möchte, kann das bis September tun. Die Bankverbindung lautet: Katholische Hochschulgemeinde, Konto 1 09 62 03 20 bei der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte, BLZ 721 608 18, IBAN: DE34721608180109620320, Stichwort „AK Shalom“.

Chrisamweihe in der Armenisch-Apostolischen Kirche

Besondere Erfahrung einer umfassenden kirchlichen Gemeinschaft

Ende September führte mich mein diesjähriger Urlaub – im 100. Gedenkjahr an den Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich – auf eine neuntägige Pilger- und Studienreise in die heutige Republik Armenien. Die Reise wurde von der armenisch-apostolischen (orthodoxen) Gemeinde von München zusammen mit einer Reiseagentur in Armenien organisiert, wobei die geistliche Seite hervorragend berücksichtigt wurde. Ein seltener Höhepunkt unserer Pilgerreise war die Weihe des heiligen Myron (Chrisamöl) durch den Katholikos aller Armenier, Karekin II. in Etschmidazin, nahe der Hauptstadt Yerevan gelegen, eine größere Stadt und der kirchliche Muttersitz der orthodoxen Armenier weltweit.

Im Christentum spielen wohlriechende Öle eine ganz besondere Rolle. Noch im Alten Testament gibt es genaue Anleitungen, wie das Salböl für Priester und vor allem Könige herzustellen sei. Im Neuen Testament wurde Jesus mit wertvollem Nardenöl gesalbt (Mk 14,3-9, Mt 26,6-13, Lk 7,36-50, Joh 12,1-8). Der Titel „Christus“ ist die griechische Übersetzung für das hebräische „Messias“ bzw. „Maschiach“ und bedeutet auf Deutsch: der Gesalbte. Gesalbt zu sein, bedeutet von Gott erwählt und für etwas Besonderes bestimmt sein. Wir Christinnen und Christen, die wir auch diesen Titel tragen dürfen, erfahren die Salbung im Sakrament der Taufe und der Firmung, und werden dort zu Priestern, Königen und Propheten gesalbt. Leider ist uns diese besondere Erwählung später kaum noch bewusst; mit Salbung verbinden wir meistens – wenn überhaupt – das Sakrament der Krankensalbung. Bei allen kirchlichen Salbungen werden allerdings die Öle sorgfältig vorbereitet und in einem besonderen Gottesdienst feierlich geweiht.

In der Armenischen-Apostolischen Kirche ist die Ölweihe etwas ganz Besonderes: Im Unterschied zu den bei uns gewohnten alljährlichen Chrisamweihen am Gründonnerstag, weihen die Armenier die heiligen Öle nur jedes siebte Jahr und zusätzlich noch dann, wenn ein neuer Katholikos (Kirchenoberhaupt) gewählt wird. Im Jahr seiner Wahl darf der neu gewählte Katholikos das heilige Myron zusätzlich weihen, besonders in den Fällen, wenn sichtlich zu wenig Myron vorrätig ist, und durch die Verteilung der Öle über seine Bischöfe an alle Pfarrgemeinden seine Kommuniongemeinschaft mit ihnen ausdrückt. Dieses geweihte Öl wird dann für die Myronsalbung (= Firmung), für die Bischofs- und Priesterweihen sowie auch für die Einweihung einer neuen Kirche und die Wasserweihen verwendet.

Für die Armenier, sowohl die Gläubigen als auch die weniger kirchlich Gebundenen, ist die Myronweihe ein wichtiges Fest und wird feierlicher als Ostern oder Weihnachten gefeiert. Mit großem Aufwand wird es vorbereitet, was auch in diesem Jahr am Sonntag, 27. September, sehr deutlich zum Ausdruck kam: Ein großes Aufgebot von Polizei, die Anwesenheit des Staatspräsidenten, aufsehenerregende Anzeigen zum Fest auf den Straßen und in den Medien. Dazu kommen kirchlicherseits hochrangige Vertreter verschiedener Kirchen wie der römisch-katholische Vertreter Leonardo Kardinal Sandri, Präfekt der Ostkirchenkongregation, der melkitische Patriarch Gregorios III. und der Patriarch der armenisch-katholischen Kirche Grigor Petros XX. sowie der griechisch-orthodoxe Patriarch Theodoros II. von Alexandrien.

Smartphone-Aufnahme der Chrisamweihe in Etschmidazin (Oleksandr Petrynko)

Aber auch der Gottesdienst zu dieser besonderen Ölweihe ist etwas Besonderes: Im Vorfeld und bei der liturgischen Feier der Weihe müssen viele eherne Regeln beachtet und eingehalten werden. So muss das Öl, das für die Weihe zubereitet wird, 40 Tage lang gekocht werden, währenddessen ununterbrochen bestimmte Gebete gesprochen werden. Die Grundsubstanz ist wie bei den meisten orientalischen Düften das Olivenöl. Dazu kommen 40 Pflanzenöle und -düfte von armenischen Bergblumen – dies alles nach einem alten Rezept, das früher nur dem Katholikos sowie einem sehr engen Kreis von Priestern bekannt war und von Generation zu Generation überliefert wird. Bei dem Raum im Eingangsbereich zur Hl. Gajane-Kirche, in dem das zu segnende Öl gekocht wurde, durften wir uns kurz aufhalten und schon vor der Weihe den intensiven und wohlriechenden Duft des Öles genießen.

Für mich persönlich war die gesamte Weihe, die außerhalb der Eucharistie am späteren Sonntagnachmittag mit Tausenden von Pilgern stattfand, ein besonderes Erlebnis in jeder Hinsicht. Was ich besonders schön fand, war, dass dabei die Gemeinschaft der Gläubigen untereinander und in ihrer Verbindung mit Christus – als dem Haupt seiner Kirche – sichtbar geworden ist. Auf mehrfache Weise wurde diese horizontale und vertikale Verbindung innerhalb der Gemeinschaft der Getauften sichtbar: So mussten bei der Weihe zwölf Bischöfe aus bestimmten Teilen der armenischen Kirche anwesend sein, die die Weihehandlung unter dem Vorstand des Katholikos und im gemeinsamen Gebet der Versammelten vollzogen. Unter den zwölf Bischöfen, die einem römisch-katholischen Christen aufgrund der mittelalterlichen Beeinflussung (im 12 Jh., in der Zeit der Kreuzzüge) aus der Westkirche an den zugespitzten Mitren sehr bekannt vorkommen dürften, müssen die Oberhäupter bzw. bischöflichen Vertreter aus den drei anderen mehr oder weniger selbst verwalteten armenischen Teilkirchen von Kilikien (heute mit dem Sitz im Libanon), Jerusalem und Konstantinopel (Istanbul) anwesend sein.

Das lange Weihegebet nach den Psalmen und mehreren Lesungen aus den Evangelien, das durch den Katholikos unter Assistenz von den zwölf Bischöfen feierlich und gesungen vorgetragen wird, bildet mit ihrer starken Symbolkraft den Kernpunkt der Weihe und lässt die innere Verbindung der armenischen Kirche und ihre Vereinigung mit Christus, dem Gründer unseres Glaubens, auf eine wunderbare Weise erfahren. Im ersten Teil des Gebetes werden die Reste des alten Öles des Katholikos von Etschmiadzin und der von den armenischen Bischöfen aus dem Libanon, Jerusalem und Konstantinopel mitgebrachten Öle in das frisch gekochte Öl dazugegeben und vermischt, und zwar als Zeichen dafür, dass sie untereinander verbunden sind und dass sie auch Anteil haben an dem von ihren Vorgängern geweihten Öl. Auch nach der Weihe nehmen die Bischöfe von dem frischgeweihten Öl mit und verteilen dies an alle Gemeinden, in denen mit diesem Öl getauft und gefirmt wird.

Im zweiten Teil des Gebetes wird ein altehrwürdiges und verehrtes Kreuz in das Öl eingetaucht und es wird damit gesegnet als Hinweis auf den gekreuzigten Herrn Jesus Christus, den Bringer des Heils für uns Menschen. Darauf wird die heilige Lanze gebracht, mit der Jesus am Kreuze durchstochen werden sollte, die also den Herrn selber berührte und uns in seiner Seite die Quelle des lebenspendenden Blutes und Wassers öffnete. Sie soll der Apostel Thaddäus, der zusammen mit dem Apostel Bartholomäus als die Apostel Armeniens gelten, auf seiner Mission nach Armenien mitgebracht haben. So kommt die ehrwürdige Lanze, die sonst in der patriarchalen Schatzkammer von Etschmiadzin aufbewahrt wird, zum gottesdienstlichen Einsatz, indem sie genauso wie zuvor das Kreuz in das Öl kreuzweise eingetaucht wird. Zum Schluss wird das Öl auch auf gleiche Weise wie vorher mit einer Reliquie – mit dem Reliquiar in Form eines Armes – des heiligen Gregor des Erleuchters Armeniens (+ 331) gesegnet, sowohl das Öl als auch anschließend das um den Weihealtar und das geweihte Myron versammelte Volk.

Die Kontinuität des Glaubens von Christus bis auf den heutigen Tag wird in der armenischen Kirche auf diese beeindruckende Weise sichtbar. Außerdem heißt es bei den armenischen Christen: Wer an diesem heiligen Öl teilhat, es besitzt und davon in der Pfarrei bei der Sakramentenspendung Gebrauch macht, ist in der Gemeinschaft der Kirche und mit ihrem Herrn und Erlöser Jesus Christus verbunden.