Kategorie-Archiv: Bewegung

Taizé-Treffen: Gast-Freundschaft

Bei diesem Treffen freuen wir uns besonders über die großherzige Gastfreundschaft der Menschen in Straßburg, dem Elsass und der Ortenau. Ausnahmslos alle Teilnehmer konnten in Gastfamilien untergebracht werden. Dies ist nach den letztjährigen Erfahrungen in Rom, wo tausende Jugendliche in Massenunterkünften (und gar in den Messehallen) schlafen mussten, besonders bemerkenswert.

Diese Slideshow erfordert aktiviertes JavaScript.

In diesen Tagen geht es immer wieder um das Thema Freundschaft – Freundschaft in der ganzen Menschheitsfamilie, über alle sprachlichen, kulturellen oder religiösen Grenzen hinweg. Einen weiteren Aspekt dieser Freundschaft durften wir heute bei einem Workshop in der Großen Moschee von Straßburg kennen lernen, wo wir einen lebendigen Einblick in den interreligiösen Dialog erhielten.

Heute Abend wurde bekannt gegeben, wo das nächste Treffen über den Jahreswechsel 2014/2015 statt finden wird: im Zentrum Europas, in Prag. Tschechische Kirchenvertreter brachten sofort ihre Freude zum Ausdruck und hoffen, dass zahlreiche junge Menschen ihre Einladung annehmen.

Taizé-Treffen: Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde

Auch am heutigen Tag machten wir uns auf eine weitere Etappe des Pilgerweges des Vertrauens auf der Erde. Am Morgen feierten wir in unserer Gastgemeinde gemeinsam Messe, in der uns das heutige Sonntagsevangelium mit dem Heiligen Joseph ein Vorbild des Vertrauens präsentierte. Im Anschluss daran fanden sich erstmals die internationalen Gesprächsgruppen zusammen.

Diese Slideshow erfordert aktiviertes JavaScript.


Am Nachmittag gab es dann in Strasbourg eine Vielfalt von Angeboten. Ich besuchte einen Workshop mit Ann Power-Forde, einer Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zum Thema „Menschenrechte und Gerechtigkeit: Persönliches Gespräch über die Herausforderung, Christ zu sein.“ Sie sprach über die Menschenrechtskonvention, die mittlerweile von 47 Nationen unterzeichnet wurde, und betonte die Würde jedes einzelnen Menschen. Einen besonderen Fokus legte sie auf folgende Fragen: Wie kann ich die Rechte anderer Menschen respektieren? Und wie kann ich den Weg Jesu leben, auch wenn meine eigenen Rechte verletzt werden? Besonders bewegend fand ich die daran anschließenden spontanen Zeugnisse und Fragen von einigen Teilnehmern – etwa von einem ehemaligen Inhaftierten. Ein Jugendlicher aus der Ukraine berichtete von der schwierigen politischen Situation in seiner Heimat und beklagte, dass die korrupte Regierung die Menschenrechte nicht beachtete. Viele Fragen blieben im Raum stehen, auf die es keine einfachen und schnellen Antworten gibt, die uns weiter beschäftigen und herausfordern. Immer wieder werden wir hier ermutigt, nicht zu resignieren und angesichts der eigenen Ohnmacht und Hilflosigkeit aufzugeben, sondern den Mut zu haben, gerade unsere kleinen und begrenzten Möglichkeiten zu nutzen und so Schritt für Schritt die Welt zu verändern.

Am Ende des Abendgebets teilte Frère Alois seine Erfahrungen in Asien – dem Kontinent, auf dem im zurückliegenden Jahr eine wichtige Etappe auf dem Pilgerweg des Vertrauens stattfand. In allem Leid und allen Krisen scheint auch hier immer wieder große Hoffnung durch den Glauben an Jesus Christus auf: „Auch wenn er der Sohn Gottes war, hat er das Schweigen Gottes selbst erfahren. Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er die ganze Tragik unseres Lebens, unsere Niederlagen, unsere Fehler und die Gewalt, die in uns liegt, auf sich genommen. Selbst in der tiefsten Nacht hat Jesus noch an die Liebe Gottes geglaubt. So kann er uns führen; nicht dass uns dadurch die Dunkelheit erspart bliebe, sondern er möchte sie mit uns zusammen durchstehen und uns die unsichtbare Gegenwart des Heiligen Geistes zusichern. (…).“

Die Christen sind laut Frère Alois fast überall in Asien in der Minderheit. „Aber viele sind dort, wo sie leben, ein Sauerteig des Friedens und der Freiheit. Ich habe dies in Myanmar, in Indien und in China gesehen. Diesen Christen zu begegnen, schenkt einem neuen Mut; und das möchte ich euch weitergeben. (…) In Nordkorea konnten wir nur das Schweigen derer teilen, die eine Veränderung erhoffen. Beten wir für die Menschen in diesem Land!“

Viele junge Menschen stehen jeden Abend lange an, um am Kreuz zu beten, ihre Stirn auf das Kreuz zu legen und all ihre persönlichen Sorgen und Nöte, aber auch die Probleme unserer Welt zu Jesus ans Kreuz zu bringen – zu IHM, der für uns Mensch geworden ist.

Ukrainische Kirchen auf den Barrikaden

Zur gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Rolle der Kirchen in der Ukraine

Seit mehr als einigen Wochen protestieren viele Menschen in der Ukraine gegen die Entscheidung der Regierung und des Präsidenten, die Unterzeichung des seit langer Zeit geplanten Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union zu verschieben. Die Proteste setzten ein, nachdem offiziell erklärt worden war, dass die wirtschaftliche Situation in der Ukraine angeblich noch nicht erlaube, eine Öffnung und Annäherung an die EU zu wagen. Die Massendemonstrationen wurden wegen der Ereignisse in der Hauptstadt Kiew in der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember 2013 verstärkt. In jener Nacht haben Spezialeinheiten der ukrainischen Polizei „Berkut“ gegen 4.00 Uhr auf eine bislang noch nie zuvor gegebene Weise die auf dem Hauptplatz Kiews „Maidan“ demonstrierende Menschen, vor allem die studentische Jugend, brutal verprügelt und auseinander getrieben. Die erschreckenden Bilder der Gewaltanwendung gegen die friedlichen Demonstranten lösten die seit 2004 größte Welle des Protestes aus.

Diese Slideshow erfordert aktiviertes JavaScript.

Vergleicht man die gegenwärtigen Proteste mit der „Orangenen Revolution“ 2004, die sich gegen die massiven Wahlfälschungen richtete, kann man schon jetzt eine deutliche Akzentverschiebung erkennen. Während die Menschen damals eher auf eine bestimmte Gruppe von Oppositionspolitikern mit dem späteren Präsidenten Viktor Juschtschenko (2005-2010) an der Spitze setzten, protestieren sie heute vor allem für ihre Rechte, Freiheiten und Menschenwürde und nicht zuletzt für die Idee einer europäischen Ukraine.

In diesen Tagen macht sich auch die Aktivität der ukrainischen Kirchen bemerkbar. Es ist nicht verwunderlich, dass die Kirchen in solchen Krisensituationen ihre Stimme erheben, denn seit Jahren zeigen die Umfragen, dass sie in ihrem Ansehen gegenüber den staatlichen und anderen gesellschaftlichen Instituten weit überlegen sind. Eine der letzten soziologischen Befragungen vom 11. Februar 2013 bestätigt diesen status quo. Danach vertrauen den Kirchen 66,5% der Befragten.

Das hohe Vertrauen ist unter anderem dadurch begründet, dass es der politischen Elite, die in den letzten zwei Jahrzehnten an der Macht war, bis jetzt nicht gelungen ist, glaubwürdige und vor allem zukunftsfähige Entwicklungsperspektiven für die Ukraine zu entwerfen und wirksam umzusetzen. Wegen des permanenten Scheiterns der politischen Systeme und deren Unfähigkeit, eine dauerhafte Stabilität zu gewährleisten, werden die Kirchen als Institutionen angesehen, auf die man sich stützen kann. So ist die Kirche, besonders in den letzten Jahren, zu einem wichtigen Subjekt des gesellschaftspolitischen Lebens in der Ukraine geworden.

Die historisch bedingte Vielfalt der Kirchen in der Ukraine lässt es aber nicht zu, von einem kirchlichen Engagement im Singular zu sprechen. Die Kirchen stellen in den Beziehungen zum Staat keinen einheitlichen Organismus dar, sondern sind in verschiedene Konfessionen aufgeteilt. Die größte Gruppe unter ihnen bilden die orthodoxen Kirchen, die in drei selbständige Jurisdiktionen aufgespaltet sind: die Ukrainische Orthodoxe Kirche unter der Obhut des Patriarchats von Moskau (UOK MP), die Ukrainische Orthodoxe Kirche Kiewer Patriarchat (UOK KP) und die Ukrainische Autokephale Orthodoxe Kirche (UAOK). Die  katholische Kirche setzt sich aus zwei katholischen Ostkirchen, die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche (UGKK) und die Griechisch-Katholische Diözese Mukachevo, sowie der römisch-katholischen Kirche in der Ukraine zusammen. Hinzu kommen unterschiedlich große Denominationen der evangelischen und evangelikalen Kirchen und Kirchengemeinschaften.

So uneinheitlich die ukrainische konfessionelle Landschaft ist, so unterschiedlich fielen auch die kirchlichen Positionen während der „Orangenen Revolution“ 2004 aus. Das kirchliche Verhalten bestimmten damals vor allem die politischen Sympathien der Mehrheit ihrer Mitglieder, die jeweils in zwei unversöhnte Lager – den pro-westlichen und den pro-russischen getrennt waren. Im Allgemeinen unterstützten damals die UGKK und die unabhängige Orthodoxie (UOK KP) die Anhänger von Juschtschenko und die UOK MP seinen Opponenten Viktor Janukovytsch.

Viele Kirchen – eine Stimme

Seit dem Anfang der gegenwärtigen politischen Krise lässt sich wieder ein erhöhtes kirchliches Engagement beobachten. In den Medien findet man eine Flut von kirchlichen Stellungsnahmen zur gesellschaftspolitischen Situation im Land. Bemerkenswert ist zunächst die Tatsache, dass die Kirchen im Vergleich zu 2004 darum bemüht sind, mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen. Eine wichtige institutionelle Rolle spielt dabei der Allukrainische Rat der Kirchen und religiösen Organisationen, der in den letzten Jahren immer stärker als Sprachrohr der Kirchen und der religiösen Organisationen in den Beziehungen zum Staat wahrgenommen wird. Dem im Jahre 1996 gegründeten Rat, dessen Hauptaufgaben in der Förderung des interkonfessionellen Dialogs und der Zusammenarbeit mit dem Staat bezüglich der Erarbeitung der Rechtsnormen in den Kirche-Staat-Beziehungen bestehen, gehören alle bedeutenden religiösen Gruppen der Ukraine an. […]

Weiter lesen: Ausführlicher Artikel als PDF

Mehr zum Thema:
Maidan in Eichstätt
Die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche und die Demonstrationen auf dem „Maidan“

Maidan in Eichstätt

Am Mittwoch, den 18. Dezember, fand von 8 bis 16 Uhr am Eichstätter Marktplatz, wie in vielen anderen Städten der Welt, eine Solidaritätsaktion für die Protestierenden in der Ukraine statt. Sie wurde von einer Gruppe ukrainischer Studierender der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt organisiert und stand unter dem Hauptmotto: „Maidan, wir sind bei Dir“.

Die Veranstaltung hatte drei Ziele: Erstens ging es darum, alle Passanten und Interessierten über die aktuelle Lage und die Chronologie der Ereignisse am Maidan zu informieren. Ein zweites Anliegen bestand darin, die Menschen in Deutschland mit der Ukraine besser vertraut zu machen und Klischees abzubauen. Zu guter letzt wollten die Veranstalter, indem sie acht Stunden in der Kälte stehen, auch physisch ihre Solidarität mit den ukrainischen Demonstranten zeigen – in der Ukraine harren die Menschen nun schon seit einem Monat bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich aus.

Diese Slideshow erfordert aktiviertes JavaScript.

Die ukrainischen Studierenden hatten einen Stand mit Fahnen, Plakaten und Info-Flyer über die Ukraine und die Maidan-Bewegung gestaltet. Außerdem bestand die Möglichkeit, auf einem großen Plakat schriftlich oder bildlich Wünsche und Grüße an die ukrainischen Protestierenden zu hinterlassen. Dabei ist ein ermutigendes Kunstwerk entstanden, das schon bald auf den Weg in die ukrainische Hauptstadt Kiew geschickt wird. Das Interesse der Eichstätter Bevölkerung und der Studierenden war erfreulich groß. Zahlreiche Passanten blieben am Stand der Solidaritätsaktion stehen und brachten ihre Unterstützung für die Ukraine zum Ausdruck.

Von 14 bis 15 Uhr fand schließlich eine Kundgebung statt, bei der die ukrainische Hymne angestimmt und weitere ukrainische Lieder gesungen wurden. Außerdem wurden einige bewegende Ansprachen gehalten. So erläuterte der Rektor des Collegium Orientale, Domkapitular Msgr. Paul Schmidt, wie er die Situation in der Ukraine aus deutscher Sicht betrachtet. Der Vize-Rektor des Collegium Orientale, Dr. Oleksandr Petrynko, und Prof. Andriy Mykhaleyko von der Ukrainischen Katholischen Universität sprachen als Ukrainer zu den Versammelten. Givi Lomidze bekundete als Vertreter der georgischen Studierenden die Solidarität seines Heimatlandes mit der Ukraine. Die Veranstaltung endete mit einem auf Deutsch gesungenen Vaterunser für eine positive Lösung des in der Ukraine entstandenen Dilemmas und für eine friedliche Welt.

Die Studierenden, die diese Solidaritätsaktion auf die Beine gestellt haben, sind allen dankbar, die sich ihnen angeschlossen haben und die ihre Verbundenheit und ihr Interesse zeigten. Viele Eichstätter Bürger und Studierende erzählten, dass sie die Ereignisse in den Nachrichten verfolgten, und brachten zum Ausdruck, dass ihnen nicht gleichgültig ist, was in der Ukraine geschieht. Im Namen der ukrainischen Studierenden in Eichstätt und im Namen der ganzen Ukraine ergeht daher ein herzlicher Dank an Eichstätt!

Mehr zum Thema: Die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche und die Demonstrationen auf dem „Maidan“

Die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche und die Demonstrationen auf dem „Maidan“

Seit rund drei Wochen dauern in der Ukraine bereits die Demonstrationen gegen die Regierung Janukowitschs an. Auslöser für die massenhaften Proteste war die plötzliche Entscheidung des Präsidenten, die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der Europäischen Union, die für den 29. November in Vilnius (Litauen) vorgesehen war, zu verweigern. Kiew ist als Hauptstadt der Ukraine der Hauptschauplatz der Proteste. Dort versammeln sich die Menschen, wie bereits vor neun Jahren bei der Orangen Revolution, am Unabhängigkeitsplatz, dem „Maidan“. Dieser Platz ist nicht nur der zentrale Ort des friedlichen Aufstandes, sondern auch der Namengeber einer Bewegung, die im ganzen Land um sich gegriffen hat.

Die Demonstrationen verliefen zunächst in friedlicher und optimistischer Atmosphäre und wurden hauptsächlich von Studenten getragen. In der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember, als die Spezialeinheiten der Polizei („Berkut“) den „Maidan“ gewaltsam räumten, kam es jedoch zu zahlreichen Verletzen. Dutzende Menschen, vorwiegend Studenten, aber auch zufällige Passanten, wurden grausam verprügelt. Auf der Flucht fanden die Demonstranten Schutz in der St. Michael-Kathedrale (Orthodoxe Kirche des Kiewer Patriarchats). Das gewaltsame Vorgehen der staatlichen Sicherheitskräfte hat eine Empörungswelle im ganzen Land ausgelöst. Allein in Kiew fanden sich daraufhin hunderttausende empörte Bürger zu Demonstrationen zusammen.

Diese Slideshow erfordert aktiviertes JavaScript.

In dieser schwierigen Gesellschaftslage stehen die Kirchen der Ukraine nicht abseits. Die Türen der Gotteshäuser sind für die Demonstrierenden geöffnet: Die Menschen können sich dort aufwärmen, bekommen Essen und warme Getränke und die Möglichkeit zu übernachten. In vielen Kiewer Kirchen sowie auch auf dem „Maidan“ selbst – in einer eigens errichteten Zelt-Kapelle und auch auf der Bühne – werden Gottesdienste für den Frieden im Land gefeiert.

Vom Beginn der Proteste an nahm die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche (UGKK) eine aktive Rolle ein. Ihre Bischöfe, Priester, Priesteramtskandidaten und Ordensleute sind fester Bestandteil auf dem „Maidan“. Sie geben nicht nur geistliche Begleitung, feiern Gottesdienste, erteilen die heiligen Sakramente der Beichte und Kommunion, sondern helfen auch bei allen täglich auf dem „Maidan“ anfallenden Aufgaben.

Seine Eindrücke vom Leben auf dem „Maidan“ schilderte einer der Priesteramtskandidaten des Lemberger Priesterseminars wie folgt:

„Unsere Anwesenheit in der ukrainischen Hauptstadt, genauer auf dem zentralen Euro-Maidan, erwies sich als eine große Erfahrung nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Menschen, die dort für eine bessere Zukunft unseres Vaterlandes einstehen. […] Es ist wirklich schwer, die geistig erhebende Atmosphäre mit Worten zu beschreiben […]. All das habe ich persönlich in dem Moment gespürt als wir – etwa hundert Seminaristen und Priester – mit einer großen ukrainischen Fahne singend durch Kiew gingen. Die Demonstrierenden applaudierten uns und stimmten in die Gesänge ein, womit sie uns für unsere Unterstützung und Solidarität dankten. Einen besonderen Eindruck hinterließen auch die Menschen, mit denen wir uns unterhielten, die auf uns zukamen, um mit uns zu reden und gemeinsam zu beten, die die Fahne in die Hand nahmen und mit uns durch die Straßen schritten, um zu bezeugen, dass wir mit Gott alles schaffen, das wir mit seiner Hilfe alles erlangen, wonach wir streben.“

Aus Solidarität mit dem zentralen „Euro-Maidan“ in Kiew finden zurzeit in vielen Städten der Ukraine und in der ganzen Welt, darunter auch in deutschen Städten, „Euro-Maidane“ statt. Am 7. Dezember versammelten sich zu diesem Zweck rund 200 Ukrainer und deren Freunde vor dem Bundestag in Berlin. Auch sechs ukrainische Studierende des Collegium Orientale in Eichstätt nahmen an dem Berliner „Maidan“ teil, um die Idee des „Maidan“ und ihre Freunde und Verwandten in der Heimat zu unterstützen.

Mehr zum Thema: Ukrainische Kirchen rufen zum Dialog auf

Video: Das Collegium Orientale in Eichstätt

Anmerkung der Redaktion: Diakon Nazar Mysyakovskyy hat diesen Beitrag zusammen Mykola Dobra verfasst. Dobra, geboren in Transkarpatien/Ukraine, lebt seit 2006 in Eichstätt. Nach dem Diplomabschluss promoviert er am Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte und Patrologie der Theologischen Fakultät an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.