Kategorie-Archiv: Asien

Shalompreis für Menschenrechtsorganisation auf den Philippinen

Am vergangenen Sonntag wurde die Shalompreis-Aktion 2017 mit einem Gottesdienst im Salesianum Rosental in Eichstätt eröffnet. Pater Johannes Haas erinnerte in seiner Predigt an all die Preisträger des seit über dreißig Jahren vergebenen Shalompreises. Er spannte den Bogen von den Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerika bis in den Nahen Osten. Das Psalmwort „Gerechtigkeit und Frieden umarmen sich“, vom Salesianer Benedict Schmitz metaphorisch in einem Bild gestaltet, das den Gottesdienstbesuchern als Karte mitgegeben wurde, erinnere an die Aufgabe und die Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit.

Beate Laurenti erläuterte, dass derzeit neun aktive Mitglieder den Arbeitskreis Shalom für Gerechtigkeit und Frieden an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt bilden. Sie sind alle ehrenamtlich tätig. Das Geld, das für den Preis gesammelt wird, geht direkt in das ausgewählte Projekt.

Kathi Zöpfl vom AK Shalom stellte kurz das diesjährige Preisträgerprojekt vor. Preda – Peoples‘ Recovery, Empowerment and Development Assistance (Stiftung für die Genesung, Ermächtigung und Entwicklung der Menschen) – wurde 1974 von dem irischen Priester Shay Cullen und zwei philippinischen Bürgerrechtlern gegründet. Preda setzt sich für Opfer sexueller Gewalt ein. In Olangapo auf den Philippinen werden Kinder und Jugendliche in einem Heim aufgenommen. Traumarisierte und misshandelte Mädchen und junge Frauen erhalten psychologische und medizinische Unterstützung. Sie können einen Schulabschluss nachholen und werden mit ihren Familien wieder in Kontakt gebracht. Ein „Jail Rescue Team“ befreit Kinder und Jugendliche aus Gefängnissen und Polizeistationen. Die Kinder der Armen werden häufig unschuldig oder wegen kleinster Vergehen inhaftiert. Manche müssen Monate oder gar Jahre ohne Rechtsbeistand in engen Zellen – mit Erwachsenen zusammengepfercht – ausharren.

Preda geht auch gegen die eigentliche Ursache des menschenunwürdigen Lebens vor, die Armut. Die unterstützten Familien erzielen ein Einkommen durch ökologisch angebaute Mangos. Über den fairen Handel in Deutschland erzielen sie Preise, die ein Leben in Würde ermöglichen. Hühnerzucht, Gemüse- und Bananenanbau tragen weiter zu einem unabhängigen Leben bei. Preda setzt sich besonders für die benachteiligten Frauen und Kinder ein, unterstützt die indigene Bevölkerung und ist aktiv gegen Sextourismus, Menschenhandel und Internetpornographie.

Die Menschenrechtslage in den Philippinen hat sich seit dem Amtsantritt von Präsident Rodrigo Duterte im Mai 2016 weiter verschärft. Tausende Tote im blutigen Krieg gegen Drogen, eine durch Morde und Kriminalisierung bedrohte Zivilgesellschaft und ein Klima absoluter Straffreiheit zeichnen die Menschenrechtslage aus. Bereits ein halbes Jahr nach Dutertes Amtsantritt sind 5800 Morde an Drogenabhängigen registriert worden. 170 Journalisten und Menschenrechtsaktivisten wurden in den letzten vier Jahren ermordet. Landrechtsverteidiger, die sich für die Umverteilung von Agrarland einsetzen oder gegen Bergbauprojekte kämpfen, sind besonders bedroht. Die Bergbauprojekte sind häufig mit massiver Umweltzerstörung verbunden.

Die am 11. Januar 2017 verstorbene Shalompreisträgerin Lory Obal, derer ebenso wie der ermordeten Berta Caceres aus Honduras (am 3.März 2016  ermordet) und Bischof Juan Gerardi Conedara, am 26. April 1988 ermordet, gedacht wurde, setzte sich für die Indigenen auf den Philippinen und gegen multinationale Konzerne ein, die Raubbau an der Umwelt betreiben.

Father Shay Cullen, der den Shalompreis am 6. Mai 2017 im Holzersaal der Sommerresidenz an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt entgegen nehmen wird, kämpft seit den 1970er Jahren für gerechte Preise für Kleinbauern, für die Rechte von Indigenen, von Frauen und von Kindern. Das Preisgeld für den Shalompreis wird ausschließlich durch Spenden zusammengetragen. Spenden können auf das Konto der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) Eichstätt bei der Volksbank Raiffeisen Bank Mitte überwiesen werden:
Kontonummer: IBAN DE34721608180109620320
Stichwort „Shalomaktion 2017“.

Hilfe für verfolgte Christen im Irak

Ende September reisten wir (Maria und Martin Groos) zusammen mit anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern des Vereins Support International nach Erbil, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak. Wir wollten dort die Menschen kennenlernen, denen unsere Unterstützung aus der Aktion „Für ein neues Zuhause im eigenen Land“ zu Gute kommt.

Reges Treiben herrscht auf dem kleinen Gelände der St. Joseph’s Charity Clinic in Ankawa, einem vorwiegend von Christen bewohnten Vorort von Erbil. Zahlreiche Patienten sind in die Morgen-Sprechstunde der aus Metallcontainern gebauten Ambulanz gekommen. Sie möchten ihre Medikamente gegen chronische Erkrankungen abholen oder sich wegen kleinerer akuter Beschwerden behandeln lassen. Das Besondere: Die Menschen sind alle in den letzten zwei Jahren vor dem Terror des sogenannten Islamischen Staat (IS) aus ihrer Heimatregion Mossul und der Ninive-Ebene geflohen und in Flüchtlingslagern in Erbil untergekommen. Das gilt für die Patienten ebenso wie für die Ärzte und Apotheker, die hier unentgeltlich in zwei Schichten am Tag Dienst tun. Angesichts zehntausender Vertriebener hatte das Chaldäische Erzbistum Erbil das Grundstück zur Verfügung gestellt. Dank der Initiative der Betroffenen selbst und der Finanzierung durch die Malteser in Deutschland konnte die Ambulanz errichtet werden. Anfang 2015 kam Support International durch Vermittlung eines Priesters aus Ankawa in Kontakt mit den Verantwortlichen der Klinik und entlastet seitdem monatlich mit 5.000 Euro das Arzneimittelbudget, das sich auf rund 50.000 Euro pro Monat beläuft. Die Spenden dafür kamen auch aus Eichstätt: Unter dem Motto „Für ein neues Zuhause im eigenen Land“ wurde im vergangenen Jahr besonders zu Pfingsten und – verbunden mit dem Verkauf von Weihnachtskarten – in der Weihnachtszeit am Markt- und Domplatz gesammelt. Hinzu kamen Spenden des Rotarier-Hilfswerkes und des Bistums Eichstätt. Für einen Kindergarten veranstaltete die Grundschule Pollenfeld einen Benefizlauf mit einem großartigen Ergebnis. Insgesamt sind bei der Aktion, die auf ganz Deutschland ausgeweitet wurde, bisher weit über 100.000 Euro zusammen gekommen, die in insgesamt vier Hilfsprojekte in Irak, Syrien und Libanon fließen.

Die vielzitierte Devise „Fluchtursachen bekämpfen“ wird dort Wirklichkeit. Warum verlässt man das eigene Land, wenn man der Bedrohung durch das Terrorregime zunächst entkommen ist? Es sind die Schwierigkeiten hinsichtlich der Bedürfnisse, die jeden Menschen betreffen: Wohnraum, Essen, Arbeitsplätze, Bildung besonders für die Kinder, Gesundheitsfürsorge. Das Engagement vieler Einzelner hat vielfältige Antworten darauf entstehen lassen. An der St. Joseph Charity Clinic kommen in einem festen Wochentagsrhythmus auch Fachärzte, die selbst Vertriebene sind, zur Sprechstunde. Ein EKG- und ein Ultraschallgerät konnten beschafft werden. Zusätzliche Behandlungsräume werden gerade gebaut. Drei Ordensschwestern aus Indien sind die Bezugspersonen in dem an sechs Tagen pro Woche laufenden Betrieb. Der Leitende Arzt Dr. Azzam erzählt, wie sehr es eine Freude für ihn und seine Kollegen ist, anderen helfen zu können. Sie würden selber durch die Arbeit bereichert. Die Pharmaziestudentin Mirna beschreibt, wie sehr sie ihren Beruf in der Beziehung mit den Patienten schätzen gelernt hat. Die strahlenden Gesichter der beiden unterstreichen ihre Worte. Derzeit werden 3.000 registrierte chronisch Kranke versorgt und täglich etwa 80 Akutfälle. Das Arzneimittelbudget ist damit an seine Grenze gekommen: Weil das Geld nicht reicht, werden bereits seit mehreren Wochen keine neuen Patienten mehr angenommen. Es gibt aber nach wie vor großen Bedarf. Für jeden neuen Patienten werden rund 70 Euro pro Monat für Arzneimittel benötigt.

Dem Bedürfnis nach Erziehung und Bildung für die Kinder kommt der Kindergarten Haus vom Jesuskind in Ozal City, einem anderen Vorort von Erbil entgegen. Die Initiatorinnen sind Ordensschwestern und Erzieherinnen aus Karakosch, die schon dort vor dem Angriff des IS einen Kindergarten betrieben haben. Die Dominikanerinnen Ibtihaj und Feidaa kümmern sich mit 11 Mitarbeiterinnen um 180 Kinder aus Flüchtlingsfamilien. Support International trägt seit Mitte 2015 zu den laufenden Kosten wie Gehälter, Strom und Miete bei. Das Gehalt der Erzieherinnen ist gering und kann auch nur in zehn Monaten pro Jahr bezahlt werden; eine schwierige Lage, denn die Frauen sind Alleinverdienende in ihren Familien. Die Qualität ihrer Arbeit, die auch ersten Unterricht in Rechnen und Lesen vorsieht, ist in der Gegend bekannt. Beim Übertritt in die Grundschule schneiden die Kinder sehr gut ab. Eine Gruppe für Kinder mit körperlichen Einschränkungen wird gerade gegründet. Das ist keine einfache Aufgabe in einer Kultur, in der solche Kinder oft versteckt werden, weil sie von der Gesellschaft abgelehnt werden. Ein in der Nachbarschaft lebender Moslem, seinerseits aus Falludschah geflohen, zeigte sich sehr beeindruckt. Schwester Feidaa vertraute er an, wie sehr es ihn berühre, dass das Erzbistum die Miete für die mittellosen christlichen Flüchtlinge zahle. Auch sehe er, wie sehr die Christen sich nicht nur untereinander, sondern auch den moslemischen Nachbarn helfen. So habe er nun, im hohen Alter, erfahren dürfen, wer Jesus Christus ist. Kurze Zeit später starb er.

Mitten im Stadtzentrum von Erbil, gleich neben dem belebten, bunten und duftenden Basar, erstreckt sich ein großer Gebäudekomplex. Im Erdgeschoss sind Geschäfte untergebracht, wie wir sie auch bei uns finden. Die fünf oberen Etagen bieten allerdings eine Überraschung: Hier leben 210 Flüchtlingsfamilien auf engstem Raum zusammen. Jede Familie hat eine kleine Zweizimmerwohnung aus Wohnküche, Schlafzimmer und einem kleinen Bad. Kinder spielen in den langen Fluren, Erwachsene lächeln uns freundlich zu, möchten uns zum Tee oder zum Essen einladen. Unübersehbar sind die vielen, von bunten Lichterketten umrandeten Kreuze an den Wohnungstüren. Auch diese Flüchtlingsunterkunft ist das Resultat des entschiedenen Eingreifens von Privatpersonen.

Der aus Karakosch stammende Tierarzt Rabee Yousi Soran war aus beruflichen Gründen in Erbil, als der Flüchtlingsstrom sich in einer Nacht in der ganzen Stadt ausbreitete. Menschen lagerten auf den Straßen und in den Parks. Rabee bemerkte das weitgehend leerstehende Gebäude, nahm Kontakt zu dessen Besitzer auf und erhielt die Erlaubnis, die Vertriebenen dort einziehen zu lassen. Er gründete die Gruppe Jesus Lovers und begann mit finanzieller Hilfe einer französischen Hilfsorganisation den Umbau der Rohbau- und Büroetagen zu Wohnräumen. Flüchtlinge erhielten dabei bezahlte Arbeit, richteten ihre eigenen Wohnungen her. Ein Bäcker hat sogar einen großen Backofen in das winzige Apartment gestellt und kann seitdem wieder selbst Geld verdienen. Großzügig verteilt er Plätzchen an uns. Auf dem Kühlschrank wartet das Grundgerüst einer Hochzeitstorte auf seinen Einsatz. Bis zum Jahresende soll in dem Gebäude auch ein Kindergarten entstehen. Für dessen Einrichtung wird noch Geld benötigt. Das könnte eine Aufgabe für uns sein. Auf den Arbeitshemden der Bauarbeiter steht „Das Beste, was wir bauen können, ist Gewissheit“. Wie wahr! Eine Familie, die ihr Glück in Frankreich versucht hatte, ist bereits zurückgekommen. Weitere zehn Familien, die sich noch in der Slowakei befinden, bereiten ebenfalls ihre Rückkehr vor. Gemeinsam mit Rabee’s Familie nehmen wir das Mittagessen ein. Seine Töchter Sura und Sandra singen mit ihrer Freundin Roaa ein Lied über ihren Wunsch, in ihre Heimatstadt Karakosh zurück zu gehen. Es endet mit den Zeilen:

Wenn wir zurückkehren, werden wir unsere Häuser neu aufbauen; wir werden die Felder wieder bestellen und den Frieden aussäen.

Besonders beeindruckt hat uns das alte Ehepaar Yaokob und Daniela Najeeb. Mit ihren etwa 75 Jahren sind sie 20 Tage lang vom IS festgehalten worden. Dann gelang ihnen die Flucht – 60 Kilometer zu Fuß durch die Wüste mit nur einem halben Brot als Proviant. Yaokob ist seitdem bettlägerig. Wir schenken den beiden das mitgebrachte Walburgisöl. Sie sind bewegt; Yakokob bekreuzigt sich damit.

Am letzten Tag treffen wir den in Erbil für humanitäre Angelegenheiten verantwortlichen deutschen Konsul Lars-Uwe Kettner zu einem Gespräch. Uns allen ist klar, dass unsere Unterstützung für die Einrichtungen zugunsten der Flüchtlinge weitergehen wird. Weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten unter www.supportinternational.de.

Indien ganz anders – typisch Indien!?!

Erfahrungen am Rande einer Migrationstagung

Mittlerweile war ich elfmal in Indien, oft in der Umgebung von Poona, aber auch einmal ganz im Norden und Osten des Landes, um Projekte von Misereor kennen zu lernen. Doch Kerala ist anders, und das ist schon wieder typisch. Indien ist einfach sehr vielfältig.

Der Bundesstaat Kerala in Südindien unterscheidet sich von den anderen Teilen Indiens. Es ist ein anderes Indien. Es gibt deutlich weniger Bettler und Bedürftige, die man von der Straße aus sehen kann. Und dennoch wird hier der landesweite Aufruf zum Generalstreik konsequenter befolgt als in anderen Gegenden Indiens. Es war der weltweit größte Streik, mehr als 150 Millionen Menschen haben die Arbeit nieder gelegt, um v.a. für eine Anhebung des Mindestlohns und bessere Sozialleistungen zu streiken. Unsere Gastgeber mussten das Programm umstellen, weil wir an diesem Tag das Hotel nicht verlassen sollten und sowieso alle Einrichtungen, die wir an diesem Tag besuchen wollten, geschlossen waren. So leer habe ich noch keine Straße in Indien gesehen, wie die vor unserem Quartier, eine der Hauptstraßen des Landes.

Kerala ist anders: Die westliche und arabische Kultur haben mehr Einfluss, das sieht man an der Kleidung. Viele gut gebildete Menschen aus diesem Teil Indiens gehen als Gastarbeiter in die Golf-Staaten. Dort können sie noch mehr verdienen als in der Heimat. Einen Großteil des Gehaltes überweisen sie aber zurück nach Indien, um die zurückgebliebene Familie zu finanzieren. Nach ein paar Jahren kehren dann viel zurück, um mit dem erarbeiteten Kapital ein eigenes Unternehmen zu starten. Kerala ist aber zugleich auch ein Einwanderungsland. Aus vielen ärmeren Teilen Indiens kommen Arbeitskräfte, um hier mehr Geld zu verdienen. Migration ist in Kerala in doppelter Weise real, es ist Entsende- und Aufnahmestaat zugleich. Das macht es für die Wissenschaft zu einem spannenden Forschungsobjekt. Zusammen mit dem Rajagiri College of Social Sciences (RCSS) wollen Wissenschaftler der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt hieran arbeiten. Meine Frau, Dr. Monika Pfaller-Rott, folgte einer Einladung und hielt dazu einen Vortrag über „Social Diversitiy“ während einer Tagung, an der auch Forscher aus den USA teilnahmen. Mein Beitrag bestand darin, die globale Situation von Migration darzustellen. Wenn sich diese Kooperation etabliert, gibt es neben der Beziehungen der WFI zum Rajagiri Centre for Business Studies (RCBS) eine zweite Säule der akademischen Zusammenarbeit. Diese haben echte Pionierarbeit geleistet.

Besonders beeindruckt war ich von der einwöchigen Pflichtexkursion für alle Erstsemester-Studenten, die sieben Tage in einem Dorf gut 120 km von Cochin entfernt leben und arbeiten müssen. Zu ihren Aufgaben gehört es, eine Straße anzulegen. Dazu müssen mit den Händen die Pflanzen gerodet werden, Steine klein geklopft und verlegt werden sowie am Nachmittag mit den einfachen Bauern Interviews zu deren Situation geführt werden. Abwechselnd müssen sie auch füreinander kochen. Und geschlafen wird auf einfachen Schilfmatten auf dem Boden des Schulhauses, wo dann am Vormittag die Kinder zur Schule gehen. Selbstverständlich können sich die Professoren und Professorinnen, darunter auch Priester und Ordensschwestern, nicht davon absetzen, sie sind die ganze Zeit mit dabei. So erfahren die angehenden Akademiker, was ländliche Armut wirklich heißt. Viele waren in ihrem Leben das erste Mal in der Küche, weil es selbst für indische Mittelschichtsfamilien normal ist, dass „Angestellte“ (ein echter Euphemismus, eigentlich sind es „Diener“) das Essen zubereiten. Pro Jahr schaffen die rund 100 Studenten in dieser Woche so immerhin gut zwei Kilometer neue Straße. Nebenbei entsteht so aber auch eine familiäre Verbindung an der Universität, die sich sehr positiv auf das Lernklima wirkt.

Ausharren an der Grenze zum Lande des Terrors – ein Besuch bei den Christen im Irak

Der Vizerektor des Collegium Orientale Eichstätt, Archimandrit Dr. Thomas Kremer, hat im März 2016 zusammen mit Prof. Dr. Karl Pinggéra (Marburg) die christlichen Gemeinden im Irak, näherhin in der Autonomen Region Kurdistan, besucht. Einige seiner Eindrücke hält er in diesem Beitrag fest.

Ruhig ist es auf der Terrasse von Mor Mattai, kein Geräusch ist zu hören. Der Blick schweift in die Ferne, die Ebene liegt zu unseren Füßen. Es ist Frühling. Die Felder stehen in saftigem Grün, die Sonne scheint hell und klar. Kornkammer Mesopotamien, uraltes Kulturland. Alles wirkt so friedlich, so harmlos, so in Ordnung, wo doch von Ordnung und Friede die Rede nicht sein kann. Unser Blick schweift vorbei an Ninive hinüber nach Mossul, Hochburg des sogenannten „Islamischen Staates“, der gar nicht verdient „Staat“ genannt zu werden und „islamisch“ eigentlich auch nicht. Da unten stehen sie, die Schergen islamistischer Söldner aus allen Landen, kaum drei Kilometer entfernt. Da irgendwo verläuft auch die Front zwischen den Feldern. In der Ebene kleine Städte, ehemals christlich. Heute sind sie verlassen, überrannt nicht nur von wütenden Kriegern, sondern vor allem vom Hass und der Verstocktheit derer, für die Respekt und Achtung des anderen und seiner Kultur Fremdworte sind. Da stehen wir nun, in dem syrisch-orthodoxen Kloster, das, so erzählt die Geschichte, 363 gegründet, sich klammert an den Berghang des Jebel Maqlub, sich im Innern in Höhlen in ihn auch eingrub, um sich untrennbar mit diesem Land zu vereinen. Mehr als eineinhalb Jahrtausende ist hier der Lobpreis Christi erklungen, in seiner eigener aramäischen Sprache. Über allem schwebt heute gespenstische Ruhe: Ist es die Ruhe vor dem nächsten Ansturm des Wahnsinns? Die Totenruhe der geplünderten Städte, die hinaufsteigt? Die Angststarre derer, die geblieben sind und doch nicht wissen, wann vielleicht auch sie Hals über Kopf weglaufen müssen, eine der ältesten christlichen Stätten verlassend?!

Der Besuch in Mor Mattai steht symptomatisch für das, was man erleben kann, wenn man heute zu den Christen im Irak aufbricht: ein Leben am Rande des Abgrunds, das aber voll ist von Hoffnung und einem Tatendrang, bei dem nicht immer klar ist, ob es wirklich Zuversicht oder auch Trotz ist, der zum Neuaufbau antreibt. Viele Christen haben das Land längst verlassen. Die andern konzentrieren sich auf einige Orte. Sicher, in Bagdad sind manche geblieben, es ist ja die Hauptstadt. Doch die meisten sind in Erbil, dem Zentrum der Autonomen Region Kurdistan. Oder um genauer zu sein: in Ainkawa, einem in sich geschlossenen Vorort nördlich der Stadt, selbst schon zur eigenen Stadt geworden. Hier wohnen nur Christen. Der Begriff des Ghettos wäre zu vorbelastet und auch zu negativ besetzt. Und doch lebt man unter sich, Christen verschiedener Bekenntnisse, die „Ökumene des Blutes“ schweißt sie zusammen. Den Einheimischen mangelt es nicht an Geld, die Häuser sind bestens in Schuss. Für die vielen freilich, die geflüchtet sind, Zehntausende aus Mossul und den eroberten christlichen Orten der Ebene, die meisten von ihnen syrisch-katholisch, ists freilich bitter, das Erbland der Väter in 30 oder 50 Kilometer Entfernung verwüstet zu wissen und selbst in Containern zu darben, demütig auszuharren in Blechbüchsen, die wie Karawanen von einem Kriegsschauplatz dieser Erde weiterziehen zum nächsten.

Immerhin professionell eingerichtet sind sie und gut auch versorgt, nicht nur mit dem Brot allein, das der Tod wahren menschlichen Lebens ist. An einem Abend werden wir eingeladen ins Flüchtlingscamp Mar Elia. Der Apostolische Nuntius, Bischof Alberto Ortega Martín, macht seinen Antrittsbesuch im Norden des Landes. Sehr praktisch, so ist alles bereitet und wir brauchen bloß seinen Fußstapfen zu folgen, um überall offene Türen zu finden. Im Camp Mar Elia empfängt uns Pfarrer Douglas al-Bazi. Er war in den Händen des IS, doch ist ihm entronnen: ein Mann voller Tatendrang. Unermüdlich müht er sich um die vielen inlandsvertriebenen Christen, baut Camps auf, reist ins Ausland, sammelt Geld, vermittelt Exil, besonders im Osten Europas. Unter dem Vielem, was mich an ihm faszinierte, ist eines besonders zu nennen: Er hat den ganzen Menschen im Blick, Leib und Seele vereint, darin offenbart sich sein wahrhaft christlicher Geist. Zum Konzept seiner Camps gehört zunächst und vor allem ein Kirchengebäude: Ort der Zuflucht, der Hoffnung, des Trostes – sicherer Anker in Zeiten des Sturms, so wie zugleich Bischöfe und Priester als geistliche Väter Zuflucht und Heimat der vertriebenen Seelen sind. Professionelle Behandlung der Traumatisierten und Betreuung der Kinder nach einem wohldurchdachten, anspruchsvollen pädagogischen Konzept in Kindergärten und Schulen sind sichergestellt: Hier werden Menschen nicht bloß irgendwie halbherzig versorgt, hier wird einer Generation vermittelt, dass es Zukunft gibt, für sie, und zwar in ihrem eigenen Land. Die selbst bereiteten Speisen schmeckten köstlich, und zu Ehren der Gäste wurden Tänze aufgeführt. Die Kinder hatten ihren Spaß und die Erwachsenen auch. Das Leben geht weiter, auch am Rande des Abgrunds, und es ist viel zu kurz und zu wertvoll, um sich die Freude daran stehlen zu lassen.

Einer, der wie kaum ein anderer vieles bewegt, war auch mit dabei: Erzbischof Bashar Warda, das Oberhaupt der katholischen Chaldäer in Erbil. Mit 46 ist er noch jung, über fünf Jahre schon leitet er das Geschick seiner Kirche vor Ort, ein Mann, der an die Zukunft der Christen glaubt. Er predigt mit Überzeugung vom Bleiben und begeistert viele, schenkt den Menschen stets neuen Mut. Er ist aber auch ganz ein Mann des Konkreten, ein begnadeter Organisator seiner Projekte: neue Kirchen ließ er entstehen, baute ein Zentrum mit Priesterseminar, kirchlicher Kurie und Wohneinheiten für vertriebene und alte Priester, und er steht überall zur Seite, wo es in den Camps an irgendetwas mangelt. Er ist ein Mann unserer Zeit, der es auch versteht, die kurdische Regierung für die Sache der Christen zu gewinnen, die schon Millionen in seine Projekte gesteckt hat. Das jüngste Vorhaben ist die Katholische Universität Erbil. Am 8. Dezember 2015 gegründet, ist der Campus gerade im Entstehen begriffen. Nun werden zahlreiche Hektar Ackerland am Rande der Stadt verwandelt in ein Zentrum der Bildung – professionell und mit hoch gesteckten Zielen.

Es ist erstaunlich, doch beschreiben diese Eindrücke die Grundstimmung Ainkawas. Trübsal und Resignation trifft man nur selten, obschon an Gründen dafür Mangel nicht herrschte. Man hat den Eindruck, ein jeder versucht, das Beste in seiner Lage zu tun, konzise und stets das Ziel vor Augen. Von dem orientalischen Phlegma, das den Dingen ihre Patina anhaften und die Menschen gleichgültig erscheinen lässt, ist kaum etwas zu spüren. Dafür aber gibt es viele Idealisten, deren Taten es wert sind, sich dem Gedächtnis der Menschheit einzuprägen. Einer von ihnen ist P. Nageeb Michaeel OP. Er ist ein echter Büchernarr, liebt seine Handschriften wie eigene Kinder und schläft gar bei ihnen. Er war es, der den Ernst der Lage witterte und aus Mossul rettete, was einer allein retten kann: die Bibliothek der Dominikaner mit ihren kostbaren Schätzen, mit Schubkarren und einer alten Camionnette im letzten Augenblick in Sicherheit gebracht. Großartige Bauten können die Christen des Orients nicht vorweisen, keine Dome und Kathedralen wie hierzulande. Ihr kulturelles Gedächtnis lebt in den Büchern, in den Manuskripten vergangener Jahrhunderte, welche die Poesie der großen syrischen Dichter auffangen, ein Florilegium poetisch-symbolischer Theologie, wie es nur von Menschen gepflückt werden kann, für die die Schönheit der Worte Ersatz ist für den Mangel an Farbe in der Kargheit der Wüste. „Centre Numérique des Manuscrits Orientaux Dominicains“ steht stolz an der primitiven Behausung von P. Nageeb im Erdgeschoss eines unvollendet gebliebenen Hotels. Dort arbeitet er unermüdlich mit seinem Team, katalogisiert, digitalisiert und restauriert auf höchstem Niveau. Absurde Nostalgie in Zeiten größerer Not? Keinesweg. Der Mensch braucht Identität, und P. Nageeb rettet, was christliches Leben im Irak immer schon ausmachte.

So gehen auch wir den Spuren der Geschichte nach und fahren nach Mor Mattai, nach Alqosh mit seinen Klöstern Rabban Hormizd und Notre Dame des Semences, begegnen dem Archidiakon Emanuel Youkhana von der Assyrischen Kirche des Ostens in Dohuk, dem Leiter des „Christian Aid Program Nohadra-Iraq“, und besuchen auch das Heiligtum der Jesiden in Lalesh. Mesopotamien: Land der Aramäer, Assyrer, Chaldäer. Die Völker von einst gibt es nicht mehr, doch die Christen von heute lassen die Erinnerung an sie weiterleben, wenn sie sich selbst nach ihnen benennen. Anachronistisch mag man das nennen. Und auch wenns so ist, dann ist wie in allem doch auch etwas Wahres daran: dass nämlich die irakischen Christen zutiefst ihrem Lande verbunden sind, gleichsam mit ihm verwachsen seit den ersten Tagen der Christen. Sie wollen nicht bloß Ausharren an der Grenze zum Lande des Terrors. Sie wollen leben und das Leben der anderen fördern, wollen lebendiger Teil einer modernen irakischen Gesellschaft sein, Teil ihres Landes, das in seiner langen Geschichte immer schon verschiedene Kulturen, Ethnien und Religionen miteinander zu vereinen vermochte. Die neue Katholische Universität in Erbil-Ainkawa ist vielleicht das sprechendste Zeichen der Hoffnung, dass es Zukunft gibt in diesem Land – auch für die Christen.

Wenige Tage und doch eine Fülle von Eindrücken. Nur ungern bestieg ich die Maschine nach Ankara, Istanbul und weiter nach München. Gerne wäre ich noch geblieben. Die Gastfreundschaft der Iraker ist großartig, ihre Herzlichkeit anrührend, Ainkawa, ja auch Alqosh und Dohuk sind Orte, in denen man bleiben möchte. Zuhause bei Freunden, Schicksalsgenossen, denn wem könnte das Schicksal anderer Christen je gleichgültig sein. Und dennoch: Es war Mor Mattai, das sich mir am tiefsten ins Herz gegraben hat. Shawki Sham‘un, ein junger syrisch-katholischer Christ aus Baghdeda, hat uns dorthin begleitet. Auf der Terrasse des Klosters hält er mit dem Feldstecher Ausschau. Vor ihm ein Hügel und dahinter ebenjenes Baghdeda, seine Heimat. So nah, ein Fußweg von zwei Stunden vielleicht, und doch unerreichbarer als eine verlassene Insel im Ozean. Auch er gehört zu denen, die am 6. August 2014 Hals über Kopf weglaufen mussten. Wann er je seine Heimat wiedersehen wird, ist ungewiss. Und was er dann wiederfinden wird, wenn der Weg über den Hügel noch einmal frei wird… Die Christen im Irak sind traumatisiert, und doch lebt die Hoffnung in ihnen weiter. Im Diwan des Klosters begegnet uns später die Familie des Shamshono Jakob Matti. Auch sie mussten fliehen, aus Bartilla in der Ebene, und wohnen heute in Zako. Ob sie noch einmal zurückkehren oder für immer den Irak verlassen werden? Ja, sie wollen zurück, wenn ihnen internationaler Schutz gewährt wird, zurück in ihre Heimat, denn wenn sie sich erst in alle Welt zerstreut haben, ist ihre Kultur und ihr Erbe für immer verloren. Und so bleibt, wer bleiben kann. Der Bischof und die sechs Mönche von Mor Mattai harren aus am Rande des Abgrunds und strahlen die beeindruckende Zuversicht aus, dass der IS die letzten beiden Kilometer zu ihnen nie überwinden werde. Und die kurdischen Peschmerga versichern uns, sie hätten die Lage völlig im Griff.

Wir verlassen den Diwan und treten in der Kirche mit Vater Jakob an das Grab des Gründers Mor Mattai und an das Grab des großen Gregorios Bar Hebräus. Wir beten gemeinsam mit den Worten, die uns gleichermaßen vertraut sind, die Worte Jesu, in seiner eigenen Sprache: „Wa-shebuq lan chaubain wa-chtohain, aikano d-of chnan shbaqn l-chayobain…“ Welch eigenen Klang entfalten diese Worte aus dem Vaterunser an diesem Ort: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern…“ Ein anrührender Augenblick, der erklärender Worte nicht bedarf. Christliche Präsenz im Nahen Osten ist mehr als die Sache persönlichen Glaubens. Christentum ist kulturprägend und kulturbildend. Es hat die Kraft, Frieden zu stiften in einem Landstrich, zu dessen Identität immer auch religiöse Pluralität gehörte. Es gibt viele gute Gründe dafür, darauf zu hoffen, dass Christen dort weiterhin Zukunft haben werden.

Partnerschaft Eichstätt-Poona: Globalisierung der Solidarität

Seit 1997 war ich nun zum neunten Mal in Poona, insgesamt zehn Mal in Indien. Obwohl der Besuch diesmal nur knapp eine Woche lang dauerte, war er doch besonders wichtig, denn erstmals reiste unser Bischof Gregor Maria Hanke OSB in die Partnerdiözese. Er setzt eine Tradition fort, die zum Jahreswechsel 1964/65 von Bischof Schröffer begonnen wurde und die sein Nachfolger 1997 fortsetze. Und immer war in Poona Bischof Valerian mit dabei, zwar in verschiedenen Funktionen, aber immer als Faktor der Kontinuität. Sein Nachfolger Bischof Thomas Dabre, der schon 2010 sowie 2014 nach dem Regensburger Katholikentag und zum Jubiläum des Priesterseminars jeweils für einige Tage im Bistum Eichstätt weilte, freute sich über den Gegenbesuch und setzte alles daran, seine Gäste herzlich zu empfangen.

Weitere Bilder der Indienreise

Das gemeinsam erarbeitete Programm führte die Eichstätter Delegation, zu der auch Finanzdirektor Willibald Harrer, Domkapitular Prälat Dr. Christoph Kühn und Bischofssekretär Markus Demeter gehörten, in verschiedenste Projekte. Bei zwei Empfängen in Schulen, die über das Kindermissionswerk/Die Sternsinger gefördert werden, konnte man spüren, wie wichtig Bildung den Indern ist. An der St. Ornella School soll im nächsten Jahr mit Hilfe der Sternsinger der bereits abgerissene Altbau durch ein neues Gebäude ersetzt werden. Auch die ursprünglich 1972 gebaute Eichstätt Hall, die Aula der St. Patricks High School, wurde in den letzten Jahren aus diesen Mitteln grunderneuert.

Ein Projekt für ländliche Entwicklung in der rund vier Autostunden südlich von Poona gelegenen Region Satara, das von dem von Father V. Louis geleiteten PDSSS durchgeführt und von Misereor finanziert wird, soll die Lebensbedingungen auf dem Land verbessern und so Landflucht und Migration verhindern.

In Snehalaya, einem Heim für behinderte Kinder, das vor mehreren Jahren bereits von den Sternsinger auf einem Grundstück des Bistums Poona gebaut wurde, gibt es Lebensfreude pur zu spüren; zum Teil im Rollstuhl sitzend singen und tanzen die Kinder, um uns zu begrüßen. Was mich beeindruckt ist die eigenständige konzeptionelle Weiterentwicklung des Hauses, nachdem die ursprüngliche Zielgruppe, nämlich Kinder mit Kinderlähmung, aufgrund besserer staatlicher Programme, nicht mehr derart massiv anzutreffen ist. Die aus Spalt stammende Martina Greil hat ihre professionelle Hilfe dort schon mehrfach eingebracht. Auch das 2004 fertig gestellte ehemalige AIDS Hospiz Ashakiran, in dem auch schon Dr. Gerhard Gradl, ein Arzt aus Nürnberg, freiwillig mitarbeitet hat, ist gerade mit Hilfe engagierte junger Ärztinnen und Ärzte dabei, sich auf eine geänderte Bedarfslage einzustellen.

Natürlich besuchten wir auch die hervorragenden Frauenprojekte MAHER und CHETNA, die sich u.a. um die Opfer häuslicher Gewalt kümmern, berufliche Qualifikation und Kleinstkreditprogramme betreiben. Wie in allen Schulen und sozialen Projekten wird hier über die Grenzen der Religionen hinaus geholfen. Zwei Studentinnen aus Eichstätt werden ab Ende Januar dort ihr Praktikum verbringen und sicher viel lernen, bzw. erforschen können. Diese Form der Zusammenarbeit, der Austausch von Jugendlichen, Studenten und pastoralen Fachkräften (z.B. beim Aufbau kleiner christlicher Gemeinschaften), könnte sich als einen neue Säule der Partnerschaft in Zukunft noch besser etablieren. Einige Überlegungen dazu gibt es. Sicher kann auch die wissenschaftliche Kooperation ausgebaut werden.

Mein persönliches Fazit: Wenn dich alte Freunde und Bekannte, ehemalige Jugendliche bzw. Tänzerinnen, die 1995 und 2005 in Eichstätt waren, nach einem Gottesdienst ansprechen und sich über das Wiedersehen freuen, oder wenn ehemalige Mitarbeiter des Bistums Poona das Gleiche tun und man sogar zum 75sten Geburtstag eines alten Kollegen eingeladen wird, dann haben wir eines geschafft: Die Globalisierung hat ein menschliches Antlitz bekommen. Es sind dauerhafte Beziehungen durch die Dialogprogramme, Studienreisen und Begegnungen entstanden. Und immer neue Kreise werden in diese Globalisierung der Solidarität eingebunden.

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