Papst Franziskus ruft uns alle in die missionarische Sendung der Kirche

Papst Franziskus lässt uns in seinem Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium in erfrischender und mitreißender Weise an seinem persönlichen Glauben teilhaben. Theologischer Angelpunkt der Botschaft ist die in Jesu Tod und Auferstehung bezeugte Liebe Gottes zum Menschen. Die Zuwendung Gottes zu jedem Einzelnen muss Ausgangspunkt sein für das pastorale Handeln der Kirche.

Glaube ist Begegnung mit der Person Jesu. Die Begegnung mit dem Auferstandenen erschließt uns die Wahrheit des Lebens und wird zur Quelle der Freude, die sich mitteilen will und in die Begegnung mit der Kirche einlädt. Zugleich drängt sie hinaus an die Ränder der Kirche und der Gesellschaft, besonders hin zu den Armen, denn das Gute neigt dazu, sich auszubreiten, wie der Papst sagt. Mission ist Eröffnung der Begegnung mit der Person Jesu und seiner liebenden Hingabe für den Menschen. Wenn Kirche ihrer Berufung treu bleiben will, ist all ihr Wirken folglich missionarisches Handeln.

Mit geistlicher Leidenschaft ruft Papst Franziskus uns alle in die missionarische Sendung der Kirche. Der Herr traut uns mehr zu als wir selbst wagen, denn Er ist schon unterwegs in dieser Welt, so könnte man den immer wieder anklingenden Grundtenor der wachrüttelnden päpstlichen Botschaft beschreiben. Zugleich gibt das Schreiben des Papstes einer verwaltungsmäßig gut organisierten, finanziell abgesicherten und gesellschaftlich etablierten Kirche – von der Ebene der Pfarreien über die Verbände bis zu den Bistümern – viele Impulse und Fragen zum weiteren Bedenken mit auf den Weg. Was der Papst wohl nicht als missionarischen Aufbruch versteht, sind Beschäftigung der Kirche mit sich selbst in Form von Strukturdebatten und innerkirchliche Kritik, die sich in der Haltung des Klagens und Jammerns erschöpft. Die Kirche soll das Leben Jesu Christi allen anbieten und für diese Schönheit ein frohes Zeugnis geben, das einladend ist.

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