Mein FSJ in Bolivien

Jetzt sind schon beinahe zwei Monate vergangen, seit ich zusammen mit den drei anderen Cristo Vive Freiwilligen in Frankfurt ins Flugzeug gestiegen bin und meine Reise nach Bolivien angetreten habe. Nach sechs Stunden Aufenthalt in Madrid und sehr wenig Platz während des Langstreckenfluges sind wir auch endlich in Cochabamba angekommen. Dort wurden wir auch herzlich von den bereits 10 Tage vorher angereisten Amntena-Freiwilligen, unserer Betreuerin Rosario und einigen Tias mit Blumen in Empfang genommen. Sehr bolivianisch ging es dann auf der Ladefläche eines Pickups für mich und Simon, meinem Mitfreiwilligen, nach Marquina, wo die neue Wohnung für uns Bella Vista-Freiwillige ist.

Dabei haben wir auch einen ersten Eindruck von der Umgebung bekommen. Unsere WG befindet sich im ersten Stock eines sonst noch nicht fertig gestellten Hauses, das von außen auch noch ziemlich nach Baustelle aussieht. Die Wohnung selbst ist jedoch sehr schön, wir haben für sieben Personen vier Schlafzimmer, weshalb ich mir mein Zimmer mit Dinah teile. Wir verstehen uns auch echt gut und ich bin sogar froh, kein Einzelzimmer zu haben. Dass wir für sieben Freiwillige nur ein kleines Bad haben, hat uns am Anfang etwas Sorgen bereitet, gestaltet sich aber als viel unkomplizierter als gedacht. Wir haben auch kein WLAN, weshalb ich bis jetzt auch nichts schreiben konnte. Zwar hieß es am Anfang, wir sollten in ein paar Wochen welches bekommen, doch bis jetzt hat sich noch nicht wirklich etwas getan.

In der ersten Woche war in Quillacollo, der Stadt, die zwischen Cochabamba und Marquina liegt, auch gleich eines der größten Feste des Jahres, die Urkupiña. Dabei konnten wir schon einmal die traditionellen Tänze und Musik kennenlernen und auch das erste Mal das Straßenessen testen…

Einige Tage nach unserer Ankunft habe ich auch erfahren, dass ich nicht wie bis dahin gedacht in Bella Vista arbeiten werde, sondern in Chocaya, einem kleinen Dorf, das durch ein Flussbett abgetrennt von den restlichen Dörfern ist. Hier gibt es eine Grundschule und zwei Kindergartengruppen. Die Einrichtung ist nicht nur kleiner, sondern auch viel jünger und somit auch noch nicht so gut entwickelt wie die restlichen Kindergärten der Fundación Cristo Vive. Zu Fuß benötige ich von uns zu Hause 30 Minuten und der Weg geht auch über eine sehr schiefe Holzbrücke. Im Moment ist das jedoch noch kein Problem, da das Flussbett noch ausgetrocknet ist, was sich aber in der Regenzeit ändern wird.

Die ersten zwei Wochen haben wir nur vormittags gearbeitet und gingen nachmittags in die Sprachschule. Da wir nach Cochabamba ca. eine Stunde brauchen und der Unterricht sehr interessant und effektiv war, war diese Zeit auch sehr anstrengend. Wir haben uns mit unseren Lehrerinnen auch so gut verstanden, dass wir zwei Mal mit ihnen gekocht haben und sogar Lama-Fleisch getestet haben. Außerdem wurden wir zu dem Kindergeburtstag des Sohnes einer Sprachlehrerin eingeladen und durften dadurch auch schon eine bolivianische Familienfeier erleben und einige Tänze lernen.

In der dritten Woche hier haben wir uns zusammen mit einigen Mitarbeitern der Fundación und anderen Freiwilligen frühmorgens getroffen, um den Berg Tunari zu besteigen. Das war auf jeden Fall ein Highlight, da es für mich nicht nur die erste Wanderung in Bolivien war, sondern gleichzeitig auch der erste 5000er. So hoch zu wandern war eine große Anstrengung, aber der Blick vom Gipfel hat das alles wettgemacht.

Nach dem Sprachkurs konnte sich der Arbeitsalltag aber noch nicht einstellen, da wir von einem Amt zum nächsten hetzen mussten, um unser Visum zu beantragen. Am Donnerstag haben wir aber endlich unseren Carnet, den bolivianischen Pass, erhalten und werden kommende Woche das erste Mal fünf Tage am Stück arbeiten können. Dass das bis jetzt noch nicht geklappt hat, liegt auch daran, dass zwei andere in der WG und ich uns vor einigen Wochen Amöben eingefangen haben und dadurch auch mehrere Tage flachlagen. Gleichzeitig habe ich aus dem Kindergarten Läuse mitgebracht, die jedoch durch ausreichend Läuseshampoo schnell besiegt waren. Das war beides nicht sehr angenehm, aber immerhin bin ich jetzt abgehärtet. 😊

Am 14. September haben wir uns zusammen mit der Freiwilligenbeauftragten Rosario über ein verlängertes Wochenende aufgemacht nach Villa Tunari, einem Ort fünf Stunden entfernt von Cochabamba, um unser Einführungsseminar zu halten. Dieses Dorf liegt im Tropico, also gab es hier für uns das erste Mal Dschungel, Affen, Papageien, Nasenbären und vieles anderes zu sehen. In einem Naturpark waren die Spinnenaffen, die aus teilweise aus Zirkussen befreit wurden, sogar so zutraulich, dass man sie streicheln konnte. Sehr beeindruckend war auch das Klima, da es doch ganz anders ist als bei uns, obwohl es gar nicht so weit entfernt ist. Mehrmals wurden wir zum Beispiel von richtigen Platzregen überrascht und die Anziehsachen konnten auch über zwei Tage hinweg nicht richtig trocknen, weil es einfach so drückend schwül war. Die anderen Freiwilligen sind dann zum Rafting gefahren, doch ich bin im Hostel geblieben, da Rosario sich Sorgen gemacht hat. Immerhin bin ich die einzige 17-Jährige und somit die „peque“, also die Kleine. Dafür konnte ich dann aus der Hängematte heraus den Blick auf das große Flussbett und das viele Grün genießen, das doch ganz anders ist als die Bäume in Cochabamba.

Am Sonntag ging es dann schon wieder Richtung zu Hause, wo uns auch schon eine Überraschung erwartete: Die Mauer samt Eingangstor stand nicht mehr vor, sondern links vom Haus und der Riegel war vorgeschoben, doch nach längerem Klopfen hat uns die dueña auch geöffnet und wir konnten endlich erschöpft ins Bett gehen.

In der Zeit, die seitdem schon vergangen ist, konnte sich der Arbeitsalltag mehr und mehr normalisieren. In der Früh schwinge ich mich um 20 vor 8 auf mein neu erworbenes Fahrrad, was den Berg hinauf schon noch sehr anstrengend ist und nehme zusammen mit meiner Tia Anabel unsere Kinder nach und nach in Empfang. Dann gibt es erstmal Frühstück für alle, was häufig sehr süße Milch mit Semmel oder auch typisch bolivianisch aus Api mit Buñuelo besteht. Das ist wie Kinderpunsch mit Zimt und frittierter Teig und schmeckt sehr fein.

Danach gehen wir entweder auf den Spielplatz oder basteln etwas. Manchmal bekommen die Kinder auch etwas Kleber auf die Hand und dürfen diesen dann voller Freude wieder abzupfen. Nach dem Meriendita um halb 11, das meist aus Banane oder Papaya besteht, schauen wir meist neben dem Spielen Videos von südamerikanischen Kinderliedern an, was mir sehr viel Spaß macht, da ich inzwischen immer mehr davon auswendig mitsingen kann.

Zum Mittagessen gibt es meistens Suppe und danach Nudeln mit Fleisch, Reis mit Linsen oder anderes, was aber immer sehr gut schmeckt. Die Köchin Lucy ist echt spitze und auch superlieb. Beim Mittagessen schlafen dann auch schon die ersten Kinder ein und sobald die Tische abgeputzt und der Boden gefegt ist, legen sich auch die anderen nach und nach hin.

Wie das mit der Arbeit am Nachmittag sein wird ist mir noch nicht ganz klar. Die ersten Wochen war ich immer bei den großen Kindern und hab allein mit ihnen gebastelt oder auf der Cancha, also dem großen überdachten Platz, Fußball gespielt. Das war das erste Mal auch echt eine große Herausforderung, da die Kinder mich noch nicht ernst genommen haben und ich alleine mit zehn 4- bis 6-Jährigen etwas überfordert war. Doch normalerweise gab es keine Person, die die Kinder beaufsichtigen konnte.

Für das Apoyo, die Hausaufgabenbetreuung, und die Kindergartenkinder gab es nämlich nur Zoika, die Leiterin, die damit quasi doppelt belastet war. Vor ein paar Wochen kamen dann jedoch zwei Praktikantinnen, die das Apoyo beaufsichtigten. Nun schliefen aber auch die großen Kinder und ich hatte bis halb drei nicht wirklich viel zu tun, außer Zoika bei irgendeiner Bastelarbeit zu unterstützen. Wenn es aber nichts zum Basteln gab, gab es auch keine Beschäftigung für mich. Aber die Praktikantinnen kommen nicht jeden Tag, weshalb ich einfach schauen werde wie sich das entwickelt. Vorletzten Freitag war dann vormittags meine Tia krank und ich war allein mit zum Glück nur zwei Kindern. Das war jedoch kein Problem, sondern hat sehr viel Spaß gemacht. Anabel hat große Probleme mit dem Rücken und deshalb habe ich jetzt eine Woche auch nachmittags bei den Kleinen geholfen, da es ihr große Schmerzen bereitet, die Kinder hochzuheben oder am Ende den Raum herauszuwischen. Das hat mir auch viel Spaß gemacht, weil ich so einen noch engeren Bezug zu den Kindern bekommen habe und auch mit Anabel mehr reden konnte. Um halb vier bis vier ist dann alles geputzt und die Kinder wurden wieder von ihren Eltern abgeholt. Danach spiele ich noch mit den großen Kindern und auch mit den Apoyo-Schülern, mit denen ich mich auch sehr gut verstehe. Um halb fünf bekommt dann jeder noch ein Desayuno mit, was eine Tüte voll Milch mit Zimt, Kaba oder ein Müsliriegel ist, und danach gehe ich mit Zoika und den Kindern, die in Bella Vista wohnen, zurück und kann mich den Berg herunter bis Marquina auf dem Fahrrad einfach rollen lassen.

Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meiner Stelle, weil ich Kinder von klein bis groß um mich habe und ich mich in Chocaya sehr aufgehoben fühle. Die Nachmittagsbeschäftigung besteht meistens darin, mit Lars, einem Mitbewohner, auf unserem Balkon auf den WG-Gitarren, die wir auf der Cancha billig gekauft haben, zu spielen und zu singen. Ansonsten spielen wir manchmal nach dem gemeinsamen Abendessen noch Karten oder schauen einen Film.

Zweimal in der Woche gehen wir jetzt auch noch zu viert in Quillacollo Chacarera-Tanzen, das ist einer der traditionellen Tänze in Bolivien und wir werden auch in Oruro beim großen Karnevalsumzug tanzen können, wenn alles klappt… Letzten Freitag war auch ein Gemeindefest in Bella Vista, wo wir mit den Tias, Mitarbeitern der Fundación Cristo Vive und Karoline im Cholita-Look das erste Mal eine Entrada tanzen durften.

Dieses Wochenende kamen uns Freiwillige aus La Paz besuchen, die ich vom fid-Seminar kenne. Uns ist aufgefallen, dass man in Cochabamba nicht wirklich viele touristisch interessante Orte herzeigen kann. Trotzdem hatten wir viel Spaß und es war sehr schön, sie wiederzutreffen. So, das war jetzt ein kleiner Einblick in meine erste Zeit hier in Bolivien. Natürlich hätte ich noch viel genauer auf Einzelheiten eingehen können, doch das würde ja dann uferlos werden. 😊

Muchos Salidos de Cochabamba!

Das fünfte Evangelium entdecken

Die Gemeinschaft des Collegium Orientale Eichstät unternam kürlich eine Studien- und Pilgerreise in das Heilige Land. 21 Kollegiatinnen und Kollegiaten bereisten gemeinsam mit ihrer Hausleitung und einigen Freunden biblische Orte in Israel.

Die schriftliche Quelle der christlichen Religion ist die Bibel. Insbesondere in den vier Evangelien ist das Leben und Wirken von Jesus Christus überliefert. Viele Christen sind mit den biblischen Texten und Geschichten gut vertraut. Eine besonders intensive Beschäftigung mit der Bibel findet im Theologiestudium statt. Jedoch bleiben die Erwähnung von Orten und die Schilderung von Entfernungen, Natur oder Architektur abstrakt und sind der Vorstellungskraft des Einzelnen überlassen. Deswegen ist eine Reise ins Heilige Land für junge Theologiestudenten von nicht überschätzbarem Nutzen. Sie verhilft dazu, einiges aus den Evangelien besser zu verstehen und macht die Heimat Jesu „physisch“ spürbar. Nicht umsonst wird das Heilige Land vom Kirchenvater Hieronymus als „das fünfte Evangelium“ bezeichnet.
Unsere Reise bestand aus drei Teilen. Die ersten zwei vollen Tage verbrachten wir in Galiläa, im Norden des Heiligen Landes, wo die Kindheit und Jugend Jesu vergingen und wo seine Verkündigung der Frohen Botschaft begann. Wir besichtigten die Stadt Nazareth, die Ausgrabungen der Hafenstadt Magdala, die Stadt Kapharnaum und den Berg der Seligpreisungen. Gemütliche Abende im Austausch und in Gesprächen sowie das Baden im See Genezareth sorgten für schöne Erinnerungen an Galiläa.

Vom Norden Israels begaben wir uns Richtung Süden, nach Judäa. Wie uns unser Reiseleiter erklärte, fuhren wir entlang der Route, die auch Jesus auf dem Weg nach Jerusalem benutzt haben dürfte. Unterwegs besuchten wir den Berg Tabor, auf dem der Überlieferung nach die Verklärung Jesu stattgefunden hat (Mt 17), die an der Grenze zu Jordanien liegende Stelle am Fluss Jordan, an der aller Wahrscheinlichkeit nach Johannes getauft hat (Mt 3), sowie die berühmten Ausgrabungen von Qumran, wo 1947 Lederrollen mit Bibelhandschriften entdeckt wurden. Auf der Weiterfahrt wartete noch eine Überraschung auf uns. Etwa 20 Kilometer vor Jerusalem fuhren wir ein paar hundert Meter von der Hauptstraße ab in Richtung Wüste. Unseren Augen bot sich eine beeindruckende Aussicht auf das griechisch-orthodoxe St.-Georg-Chozebit-Kloster, das an der senkrecht abfallenden Felswand einer Schlucht hängt. Das Kloster trägt den Namen seines berühmtesten Mönchs und Vorstehers Georg von Choziba, der dort im 6./7. Jh. wohnte.

Die nächsten fünf Tage verbrachten wir in Jerusalem im Paulus-Haus, außerhalb der Jerusalemer Altstadt, direkt neben dem Damaskustor. Von Jerusalem aus besichtigten wir am nächsten Tag Jericho, die erste Stadt im verheißenen Land, die das Volk Israel nach dem Auszug aus Ägypten eroberte (Jos 6). Jericho gilt als die älteste und am tiefsten gelegene bewohnte Stadt der Welt. Im westlichen Teil Jerichos fuhren wir mit einer Seilbahn zum griechisch-orthodoxen Qarantal-Kloster, dem Kloster der Versuchungen. Der Überlieferung nach wurde an dieser Stelle Jesus nach seiner Taufe vom Satan versucht (Mt 4, 1-11). Von Jericho aus folgten wir der Küste des Toten Meeres bis nach Masada, einer Festung aus der Zeit des Königs Herodes (um 40 v. Chr.). Auf einem isolierten Tafelberg gelegen sorgt sie für beeindruckende Ausblicke auf das Tal um sich herum. Ursprünglich als Palast erbaut, diente die Anlage auch als eine Festung für Rebellen im Jüdischen Krieg gegen die Römer (1. Jh. n. Chr.). Für Entspannung am Nachmittag sorgte das Baden im Toten Meer. Dieses liegt 425 m unter dem Meeresspiegel und sein Wasser ist mit einem Salzgehalt von etwa 30 % fast zehn Mal salziger als in den Weltmeeren. Wegen der hohen Wasserdichte kann sich sogar der unerfahrenste Schwimmer ohne Mühe an der Oberfläche halten.

Während der nächsten drei Tage besichtigten wir verschiedene biblische und historische Stätten in Jerusalem, der Heimatstadt der drei Weltreligionen. Wir sahen den Ölberg mit seinen Kirchen, den Tempelberg mit der Klagemauer, die al-Aqsa Moschee und den Felsendom (nur Außenbesichtigung möglich), die Ausgrabungen der Stadt Davids und die Kirche der Auferstehung (= Grabeskirche), in der sich einige aus unserer Gruppe über Nacht einschließen ließen, um dort in Ruhe und Gebet zu verweilen. Für eine persönliche Atmosphäre bei unserer Reise sorgten Begegnungen und Gespräche mit dem lateinischen Patriarchen von Jerusalem S.E. Pierbattista Pizzaballa OFM und mit den Vertretern der Armenischen Apostolischen Kirche sowie mit Bruder Simeon aus der deutschen benediktinischen Dormitio-Abtei. Unser Aufenthalt in Jerusalem endete mit der Besichtigung des ehemaligen georgisch-orthodoxen Kreuzesklosters. Der Legende nach wuchs an der Stelle des Klosters der Baum, aus dem später das Kreuz für Jesus gemacht wurde.
Auf dem Weg zur dritten ud letzten Station unserer Reise, der Stadt Bethlehem, kehrten wir in den Ort Ain Karim ein, der als Geburtsort des hl. Johannes des Täufers gilt. Hier hat Maria wahrscheinlich ihre schwangere Tante Elisabeth besucht (Lk 1,39). In Bethlehem, der Geburtsstadt Jesu, besichtigten wir die Geburtsbasilika mit der Geburtsgrotte und die Hirtenfelder, wo wir ukrainische und deutsche Weihnachtslieder erklingen ließen.

Das Heilige Land vom Kirchenvater Das Heilige Land wir vom Kirchenvater Hieronymus als „das fünfte Evangelium“ bezeichnet

Unsere Reise wurde durch Referate einiger Kollegiaten zu bestimmten Themen oder Orten bereichert. Besonders wertvoll und interessant waren einzelne Ausführungen und exegetische Vertiefungen von Dr. Miroslaw Lopuch, der im Fach Altes Testament promoviert. Durch seine Bibelkenntnisse hat er sich während der Reise bei unserer Gruppe den Namen „Schriftgelehrter“ verdient.
Die tägliche Eucharstiefeier, Gebete und Gesänge trugen dazu bei, dass unsere Reise ins Heilige Land zu einer Pilgerschaft wurde. Es war eine wunderbare Studienreise und Wallfahrt zugleich, die wir als eine lernende, singende und betende Gemeinschaft in harmonischer Stimmung unternommen haben.

Am letzten Abend trafen wir uns zu einer Austauschrunde zusammen. Der Rektor des Collegium Dr. Petrynko resümierte im Einklang mit dem Kirchenvater Hieronymus, dass nach unserer Reise die biblischen Texte nun neu gelesen und verstanden werden können. Und vielmehr jeder, der sie liest und betrachtet, schreibe mit seinem Leben sein eigenes, „sechstes Evangelium“.