Ukraine – ein Grenzland versinkt in grenzenlosem Leid

Eine der dominierenden etymologischen Deutungen des Landesnamens „Ukrajina“ = Ukraine, der zum ersten Mal schriftlich im 12. Jahrhundert bezeugt ist, heißt Grenzgebiet oder Grenzland. Geschichtlich und geografisch gesehen bringt diese Bezeichnung das Schicksal des Landes und seiner Einwohner trefflich auf den Punkt. Es liegt an der Grenze zwischen der westlichen und östlichen Mentalität; durch sie geht eindeutig eine sprachliche Grenze zwischen den zwei slawischen Sprachen Ukrainisch und Russisch, in vielen Teilen der Ukraine gemischt. Nicht zuletzt liegen die Grenzen der christlichen Konfessionen (katholisch und orthodox) nirgendwo so nah beieinander wie in der Ukraine. Deshalb ist hier auch die größte unierte Kirche zu Hause, die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche, die zweitgrößte in der katholischen Welt.

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In der jüngsten Geschichte zeigt sich die Ukraine als Grenzgebiet in den gesellschaftspolitischen Belangen. Das Land, nach mehreren Versuchen endlich seit 1991 ein unabhängiger Staat, existiert zwischen zwei größeren geopolitischen Blöcken, der Europäischen Union und der Russischen Föderation. Beide Nachbarn sind sehr unterschiedlich im Denken, im Sprechen und im Handeln, gestalten ganz unterschiedlich ihre gesellschaftlichen Prozesse. Die westlichen Nachbarn sind demokratisch und freiheitsliebend. Die östlichen bevorzugen bzw. dulden einen autoritären und gebieterischen Regierungsstil. Alle Nachbarn haben freilich ihr Interesse an der Ukraine. Aber auch die Ukraine, meine Heimat, will sich als junger Staat behaupten und ihrerseits mit allen an sie grenzenden Nachbarn gute Kontakte unterhalten und in Frieden leben. Doch das war ihr öfter und wird ihr besonders heute nicht gegönnt, besonders vom östlichen Nachbarn, der ihr militärisch und zahlenmäßig überlegen ist, jedoch – wie es aus den aktuellen Ereignissen hervorgeht – wohl nur militärisch und zahlenmäßig.

Mit Empörung und einem totalen Unverständnis, was das Verhalten Russlands gegenüber der Ukraine angeht, nehme ich persönlich die Ereignisse wahr. Auch meine Freunde, Nachbarn und Bekannte, hauptsächlich aus der West- und Zentralukraine, sowohl ukrainisch- als auch russischsprachig, reagieren genauso auf die momentane Situation in der Ukraine. Der russische Präsident zeigt durch diesen von ihm schon lange vorbereiteten und verursachten Konflikt sein wahres Gesicht. Besonders entpuppen sich dadurch sein autoritärer und rücksichtsloser Regierungsstil und seine imperialistischen Absichten und Visionen von Großrussland beziehungsweise der Wiederbelebung der UdSSR, mit denen er 1999 in Tschetschenien handelte und 2008 im Krieg gegen die Georgier vorging. Damals reagierten die Opponenten mit Waffen und lieferten ihm so den Grund, militärisch durchzugreifen und alles in seinem Sinn sehr schnell zu erledigen. Heute zeigt die Ukraine und die ukrainische Armee große Geduld, wobei sie ihre prowestlichen Werte vor der ganzen Welt hervorragend unter Beweis stellt, und erschwert somit die Erfüllung der Pläne des östlichen Nachbarn. Und doch ist die Situation sehr schlimm, so dass der russische Nachbar sein Ziel wahrscheinlich erreichen wird: zunächst die Halbinsel Krim und dann möglicherweise noch weitere Teile der Südostukraine. Zumindest ist das sein zweiter Plan, nachdem der erste mit der ganzen Ukraine gescheitert ist. Der langjährige ideologische ukrainophobe Informationskrieg hat bereits seine menschlichen Opfer gefordert und wird womöglich für Russland noch mehr Beute servieren. Sehr schade für die Ukraine – und vor allem gefährlich für die Staaten der Europäischen Union sowie für die demokratischen Abmachungen, die wieder einmal nur so viel wert sind, wie das Papier, auf dem sie verfasst sind. Die Grenzen der Ukraine sind zwar international geklärt und Russland hat sich 1994 zusammen mit den Vereinigten Staaten und Großbritannien schriftlich verpflichtet, als Gegenleistung für die Abrüstung der Atomwaffen ihre Grenzen – samt der Krim als Teil der Ukraine anzuerkennen und sogar zu schützen. Doch ein Grenzland muss nach Ansicht Russlands ein Grenzland – mit unbestimmten Grenzen – bleiben, die je nach politischer Stimmung der Regierung Russlands hin oder her geschoben werden dürfen. Jetzt hat es sich der östliche Nachbar anders überlegt und zeigt, wie viel seine Unterschrift wert ist und wie ernst sie künftig zu nehmen ist.

In der blutigen und schwarzen Maidan-Woche (17.-22. Februar 2014) war ich in meiner Heimat auf einer Reise, die seit langem geplant war. Es gab keine Probleme, weder an der Grenze noch bei den Fahrten zwischen den Hauptstädten der Westukraine. Unsere Reisegruppe wurde vor den Einfahrten in die Städte und bei den Ausfahrten immer wieder kontrolliert, ob wir nicht Unruhestifter sind. Aufgrund der deutschen Kennzeichen unseres Kleinbusses und an unseren Talaren erkannte man uns von Weitem und ließ uns überall durch. Wir hatten sehr tiefgehende Gespräche über die ganze Situation. Alle waren von der Situation und von der blutigen Machtgier der Janukowitsch-Oligarchen und der antiukrainischen und somit antidemokratischen russischen Politik gegenüber der Ukraine schockiert und betroffen. Auch meine Familie habe ich besucht. Die ganze Situation hat schon schlimme Auswirkungen wirtschaftlicher und psychischer Art. Männer arbeiten nicht – oft die einzigen, die das Geld in die Familie bringen – sondern fahren wochenweise zum Demonstrieren. Die Frauen und die Kinder haben traurige und unsichere Gesichter. Momentan lassen sich viele junge Männer freiwillig zum Militärdienst einziehen. Wenn die Ärzte unser Dorf und unser Krankenhaus verließen, um freiwillig die Dienste auf dem Maidan Kiew zu übernehmen, hieß es, dass unsere Kranken vor Ort auch nicht richtig versorgt werden konnten. Das Lieblingsspiel der Jungs ist einer Umfrage zufolge das Barrikadenbauen. Das alles sind Auswirkungen der Bosheit der machtgierigen Erwachsenen.

Die Kirchengemeinde in Sykhiv, ein Stadtteil von Lemberg, hatte wie viele andere Städte auch ihre Toten zu beweinen: Tausende von Menschen waren bei der Beerdigung. Auch auf unserer Reise trauerten wir mit mehreren Angehörigen der ermordeten Demonstranten. So wurden ein Professor der Ukrainischen Katholischen Universität in Lemberg und der Ehemann einer Krankenschwester des Lemberger Priesterseminars ermordet, und auch ein Verwandter des Rektors des griechisch-katholischen Priesterseminars von Ivano-Frankivsk, der beim dem Totengedächtnis für den Verwandten vor lautem Weinen kaum singen konnte.

Man kann sich fragen, ob der Wechsel in der Regierung weiter in die Gesellschaft hinein wirkt. Ich meine, der Wechsel wirkt sich schon jetzt aus und wird sicherlich auch weiterhin tiefere Auswirkungen haben, auch wenn die Ukraine geografisch vielleicht kleiner wird. Nie waren die Ukrainer gewohnt, einen Zaren an der Spitze zu haben, der seine Leute versklavte und für dumm hielt. Und wenn es einen gab, dann war er ein Fremdherrscher und regierte von außerhalb des Territoriums. Das haben leider weder Janukowitsch noch der Kreml bisher verstanden. Keiner der Politiker, auch nicht Frau Timoschenko, wird sich ab sofort trauen können, kurz- oder langfristig krumme Wege zu gehen und nicht transparent zu handeln. Wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, werden auch die neuen Reichen, Einflussreichen und Politiker es nicht so schnell wagen, das eigene Volk auszubeuten und sich nur um ihre eigenen Taschen zu sorgen. Denn sie merken, das ukrainische Volk – ukrainischsprachig und russischsprachig – ist keine nichtdenkende Masse, sondern eine reife, verantwortungsbewusste, zielstrebige und nach Frieden verlangende Gemeinschaft. Sie will das Leben im eigenen Land und das Miteinander mit den Nachbarn – auch mit den Russen! – im Guten gestalten.

Was wir heute in der Ukraine erleben, ist der eindeutige und öffentliche Ausdruck dafür, aber auch für die innere Reife für demokratische Prozesse und westeuropäische Entwicklung. Wichtig ist, dass die westliche Demokratie und die EU uns heute unterstützen und uns helfen. Denn der heutige Kampf der Ukraine mit allen legalen Mitteln und – leider – mit bereits viel zu vielen Toten ist ein Kampf für die europäischen Werte und für den Bestand der Demokratie, auch im Westen Europas. Für die bisherige Unterstützung jeglicher Art – ökonomisch und ideell – sind wir sehr dankbar. Die Solidarität der westeuropäischen Welt mit dem Grenzland Ukraine ist grenzenlos groß. Nochmals vielen Dank dafür!

In vielerlei Hinsicht verwischen sich momentan die Grenzen in der Ukraine, besonders im persönlichen Leben der Menschen. Die Ukrainer im Westen sprechen Russisch und im russischsprachigen Osten der Ukraine wird Ukrainisch gesprochen als handfestes Zeichen der Zugehörigkeit zu einem Volk. Gemeinsam trauert man um die Toten, gemeinsam ermuntert man einander in der Hoffnung auf die baldige Überwindung des Konflikts. Gemeinsam ringt man im Parlament um die Lösung. Das Gemeinsame in Ost und in West der Ukraine wird hervorgehoben. Die Gemeinsamkeiten und die Begegnung sind eben auch Stärken eines Grenzlandes!

In meinem Leben habe ich mich noch nie so viel und so intensiv für Politik und politische Nachrichten interessiert wie jetzt. Mit einem Wirrwarr von Gedanken kann ich jeden Abend nicht einschlafen und ich stehe zur Zeit immer mit dem gleichen Gedanken auf: Was gibt es nun Neues in der Ukraine, hoffentlich kein weiteres Blutvergießen. Auch im Gebet bitte ich Gott – ich bin mir sicher, in Gemeinschaft mit Millionen Menschen guten Willens – dass die Unruhen endlich ein Ende nehmen, dass die Verantwortlichen und die Verursacher von der Bosheit loslassen. In der Hoffnung, dass über allem doch die starke Hand Gottes weilt, gehe ich meinen täglichen Aufgaben nach.

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Die Kirche in Nigeria – Die Herausforderungen und Möglichkeiten

Es ist erstaunlich, wie die Kirche in Nigeria trotz aller Herausforderungen an Stärke gewinnt. Das habe bei meinem Besuch im Januar-Februar in meiner Heimat hautnah erlebet. Religionspolitisch herrscht eine strenge Trennung zwischen Kirche und Staat. Dies bringt verschiedenartige Herausforderungen im Bereich der strukturellen und geistlichen Entwicklung mit sich. Nach vielen Jahren der Abhängigkeit von den sogenannten Mutterkirchen in Europa, vertreten durch die Glaubenskongregation in Vatikan (früher Propaganda Fidei), versucht die Kirche in Nigeria jetzt ihr Geschick in die eigenen Hände zu nehmen.

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Projekte in den Pfarreien

Da die Kirche keinen staatlichen Zuschuss für ihre Bauvorhaben und andere Entwicklungsprojekte erhält, muss sie das Geld von innen heraus schaffen. „Launchings“ heißen die Spendenaktionen, zu der Wohlhabende der Pfarrei und deren Freunde eingeladen werden. Mit dem dabei gesammelten Geld werden Schulen, Krankenhäuser, Pfarrhäuser, Kirchen usw. finanziert. Dies führt auch dazu, dass diese Projekte, die oft sehr notwendig sind, auch Jahre lang bis zur Fertigstellung dauern.

Liturgie

Vor dem II. Vaticanum schlug ein Priesteramtskandidat aus Nigeria in seiner Diplomarbeit die Verwendung von einheimischen Musikinstrumenten wie Gong, Trommel etc. während der Messfeier vor. Dieser Seminarist wurde deswegen aus dem Priesterseminar entlassen und ihm die Priesterweihe verweigert. Heute, fünfzig Jahre nach dem Konzil, ist eine Messfeier ohne diese einheimischen Instrumente unvorstellbar. Die Gläubigen dürfen dabei mitsingen, tanzen und klatschen – alles zur Ehre und zum Lobe Gottes. Dadurch können sie sich richtig vor Gott, in ihrer Spontanität, mit Emotionen und Freude, ihren Dank, aber auch ihre Trauer und Not ausdrücken. Die Feier der Hl. Messe wird auch dadurch zu einer richtigen Feier, wo die Gläubigen mit Freude aber auch mit Ehrfurcht zu ihrem Gott kommen dürfen.

Auch die Predigt wird in regelmäßigen Abständen durch Gesänge und Klatschen unterbrochen, so dass sie nicht langweilig wird, auch wenn die gesamte Messe in der Regel um die zwei Stunden dauert.  Die Predigt ist in Nigeria ist nicht nur Homilie, sondern auch Katechese. Beim Opfergang bringen die Gläubigen nicht nur Geld, sondern Nahrungsmittel zur Unterstützung des Pfarrers, der von diesen Opfergaben lebt, da er kein Gehalt bekommt.

Herausforderungen

Die Kirche in Nigeria steht vor zwei großen Herausforderungen: die evangelikalen Kirchen und die fundamentalistischen Islamisten (heute durch die Bedrohung von Bokom Haram stark geprägt).

Die evangelikalen Kirchen, die meistens aus Nordamerika kommen, sind gut finanziert und haben die katholische Kirche als Hauptfeind im Blick. Sie greifen alle Lehren und Dogmen der Kirche an: Gottesmutter, Kindertaufe, Papsttum, Institution Kirche, Zölibat etc. Darin aber liegt noch nicht ihr Erfolg. Ihr Erfolg liegt darin, dass sie die Nöte der Menschen unmittelbar ansprechen (Armut, Arbeitslosigkeit, Krankheiten, Kinderlosigkeit, Eheprobleme etc.) und Lösungen für allerlei Probleme versprechen. So strömt die Menschenmenge zu ihren Heilungsveranstaltungen, wo sie Reichtum, Wohlstand und Heilung von allen Krankheiten zum Hauptthema machen.

Viele Menschen, die von Armut und Krankheiten geplagt sind strömen dann zu ihnen. Aber nicht nur die Armen. Auch die Reichen, die sich von ihren Wohlstand nicht sicher fühlen und deshalb die Zukunft noch absichern wollen, sind auch reguläre Kunden der evangelikalen Kirchen und ihre Pastoren. Kurz gesagt liegt ihr Erfolg darin, dass sie eine Angstsituation für ihre Anhänger schaffen und zugleich die Lösung aus dieser Situation anbieten.

Das Gute daran aber ist, dass viele Leute mittlerweile zur Feststellung gekommen sind, dass es nur Betrügerei ist. Es gibt aber auch noch welche, die fest an sie und ihrer mutmaßlichen „spirituellen Macht“ glauben.

Die katholische Kirche in Nigeria versucht, diesem Trend entgegenzuwirken, indem sie ihre Theologie den Bedürfnissen der afrikanischen Mentalität anpasst und auch die Gottesdienste lebendiger gestaltet.

Die zweite Herausforderung, wenn auch nicht überall, ist die der islamischen Bokom Haram-Sekt. „Western Education is evil“ („Westliche Erziehung ist ein Übel“) – so heißt Bokom Haram in Englisch. Damit meint diese Gruppe, dass der Islam die einzige erlaubte Religion in Nigeria ist. Ihr Hauptziel ist die Einführung des Scharia-Rechtssystems für ganz Nigeria. Obwohl ihre Terror-Aktivitäten noch auf dem Nordosten Nigerias beschränkt sind und die katholische Kirche nicht der unmittelbare Feind darstellt, kann sich keine Region sicher fühlen, so lange diese Bedrohung andauert. So sind die Christen in den anderen Regionen genauso gefährdet wie die Anhänger anderer Konfessionen, denn vom Bombenanschlag eines Selbstmordattentäters ist keiner verschont, wenn Gott uns alle nicht beschützt. Darum bleibt uns nichts anders übrig, außer weiterhin für die Kirche in Nigeria zu beten.

Mehr zum Thema: Eine Reise nach Nigeria

Nationale und kulturelle Vielfalt auf Belmonte

In meinem ersten Blogbeitrag habe ich über der Intensität des Lebens in Rom geschrieben. Was für Rom gilt, gilt ähnlich für Belmonte, wo ich seit gut einem Jahr im Internationalen Schönstattzentrum lebe. Nationale und kulturelle Vielfalt erleben wir täglich, wenn auch in einem ganz anderen Maßstab als in der italienischen Hauptstadt.

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Drei Schönstätter Marienschwestern aus Brasilien, eine tschechische Familie mit vier Kindern, das jüngste im Januar vor einem Jahr hier in Rom zur Welt gekommen, eine Sardin, die seit 45 Jahren in Rom lebt, seit September zwei Volontäre aus dem Rheingau, die im Rahmen des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes auf Belmonte mitleben und mitarbeiten, und ich bilden derzeit das Team  Belmonte.

Dazu kommen unter der Woche jeden Tag Arbeiter, Ingenieure und Architekten für die Baustelle: Römer und Italiener aus den unterschiedlichsten Regionen, Rumänen, Albaner und alle vierzehn Tage der leitende deutsche Architekt, manchmal mit seiner mexikanischen Frau.

Das ist bereichernd, wo die Schätze des einzelnen und der jeweiligen Kultur zum Tragen kommen kann. Das ist mühsam, wo es um das gegenseitige Verstehen geht. Das ist anstrengend, wenn unterschiedliche Arbeitskulturen aufeinander prallen und die sachlichen Notwendigkeiten für ein tieferes Kennen- und Liebenlernen des Andersartigen keinen Raum lassen. Leben intensiv.

Diese Vielfalt wird bereichert durch Pilger aus aller Welt, wenn sie in Gruppen oder einzeln zum Heiligtum der Gottesmutter von Schönstatt kommen. Dann ist es faszinierend, wie die gleiche Spiritualität, wie das Heiligtum und die Mutter dort Heimat schaffen und Gemeinschaft stiften – über so manche Sprachbarriere hinweg. Und wie sie uns als Mutter der Kirche und als Mutter Kirche in Dienst nimmt für die Sendung ihres Sohnes: hinaus, hinaus… bis an die Peripherien menschlicher Existenz, wie Papst Franziskus uns täglich neu auf’s Herz bindet. Denn eine Kirche, die um sich selbst kreist, wird krank und verfehlt  ihren  Auftrag  –  ebenso ein Schönstatt, das es dazu gibt, um „selbstlos fremdem Leben zu dienen“, der Kirche und allen Menschen. Leben intensiv.