Der Maidan in Kiew – Fotoimpressionen

Ivan Kupar, ehemaliger Kollegiat des Collegium Orientale Eichstätt aus Transkarpatien/Südwestukraine, war mehrere Male auf dem Maidan in Kiew. Er hat eine Fotodokumentation zum Thema „Maidan in Kiew: friedliche Organisation, Aufgabenverteilung und Zusammenhalt der Demonstranten“ erstellt.

Eine Auswahl seiner Bilder hat er mir zugesandt und zur Veröffentlichung hier im Blog freigegeben. Es sind Aufnahmen von der Versorgung der Maidan-Teilnehmer mit Wasser, Essen, Tee; von der medizinischen Versorgung der Verletzten und Kranken. Gezeigt werden auch Aufräumarbeiten nach den nächtlichen Angriffen der bewaffneten Polizei, Barrikadenbau aus Straßenpflastersteinen und Reifen, die letzteren zum Verbrennen, um eine dunkle Rauchwolke zu erwirken und die klare Sicht der Polizeileute auf den Maidan zu verhindern. Auch Blutspuren eines Ermordeten, umgeben von Pflastersteinen – in der Mitte mit einem Holzkreuz, damit niemand drauf tritt – sind zu sehen.

Vielleicht können diese Bilder manchen der prorussischen Journalisten überzeugen, dass die unbewaffneten Demonstranten ganz normale Menschen sind, die für ihre und unsere Menschenwürde standen und bisher noch stehen (in größter Lebensgefahr!), und dass sie keine Nazis beziehungsweise Faschisten sind, wie sie offiziell von der russischen Seite genannt und leider viel zu oft von russlandfreundlichen Medien – auch in Deutschland – ungeprüft bezeichnet werden.

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Das Volk mag Papst Franziskus – Teil I

März 2013 – Regnerische Tage, der Himmel oft bewölkt, noch so richtig römischer Winter. Spannung liegt in der Luft: Nach der völlig überraschenden Ankündigung seines Rücktritts durch Papst Benedikt XVI. am 11. Februar kribbelt es. Irgendwie habe ich das Gefühl, einen besonderen Moment der Kirchengeschichte zu erleben – noch dazu nahe am Herzen der römisch-katholischen Weltkirche.

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Eine kräftige Wintergrippe hatte es mir nicht erlaubt, zur letzten Audienz von Papa Ratzinger auf die Piazza zu gehen. Dank CTV und Radio Vatikan kann ich aber alles im Livestream miterleben, sogar das „Baciamani“, das Händeschütteln und sich persönlich Verabschieden der Kardinäle.

In den Tagen des Vorkonklave verfolge ich aufmerksamst die Presse. Es wird informiert, berichtet, kommentiert, spekuliert: Welche Aufgaben stehen für den neuen Papst an? Vatikanbank (IOR) und Vatileaks sind als Themen immer dabei. Woher wird der neue Papst kommen? Wer von den Italienern könnte/sollte es werden? Die tägliche Pressekonferenz von P. Federico Lombardi SJ in der Sala di Stampa, dem vatikanischen Pressesaal, die ich im Internet mitverfolgen kann, gibt verlässliche Einblicke in das ganze Geschehen. Gut, dass offiziell so offen informiert und berichtet wird; ich kann mich nicht erinnern, dass es bei früheren Papstwahlen schon so war – oder war ich nur nicht so nahe dran gewesen?

Seit dem 11. Februar beten wir intensiv hier im Heiligtum der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt auf Belmonte/Rom, das hier der Matri Ecclesiae, der Mutter der Kirche und der Mutter Kirche geweiht ist: Zum Dank und für die Zukunft von Papst Benedikt XVI., der als Kardinal Ratzinger kurz nach der Einweihung das Heiligtum besucht hatte und sich seither immer sehr lebhaft um die weitere Entwicklung von Heiligtum und Centro Internazionale interessiert; für ein geisterfülltes Konklave und für den rechten neuen Papst. Am Samstag vor Beginn des Konklave frage ich bei der wöchentlichen Pilgermesse unsere Italiener, ob sie denn einen italienischen Papst wollten. Zu meiner Überraschung sagen sie: Nein, das müsse nicht sein. Es fände sich vielleicht auch nicht der richtige unter den italienischen Kardinälen. Und es wäre schon gut, wenn einer von Übersee komme.

Die Teilnahme an der Messe zur Eröffnung des Konklaves wird mir durch einen Termin beim Ortsbischof verunmöglicht. Irgendwie soll es nicht sein, dass ich live mit dabei bin. Und dann – die Neugierde treibt – zu den angekündigten Zeiten am Bildschirm: Kommt schwarzer oder weißer Rauch? Welche Freude, dass am Mittwochabend, 13. März 2013, weißer Rauch aus der Sixtinischen Kapelle aufsteigt. Den abendlichen römischen Verkehr fürchtend, der mir normalerweise eine Stunde abnötigt, an St. Peter anzukommen, und nicht ahnend, dass es dieses Mal etwas länger geht, bis sich der neue Papst auf der Loggia zeigt, bleibe ich zuhause, gehe ins Heiligtum, läute die Glocke „vocatos voco“ – „ich rufe die Berufenen“, jetzt ist einer zum neuen Dienst berufen – bete, vertraue seinen Dienst der Gottesmutter und dem Gott unseres Lebens an. Wer wird es sein?

Am Bildschirm verfolge ich diese spannenden Minuten der Ankündigung, die Stimmung der Piazza springt über: Jorge Mario Bergoglio, Papst Franziskus – einen Augenblick Stille, dann Jubel und Freude, auch noch Spannung: Wer ist er denn? Fast niemand hatte ihn „auf dem Bildschirm“, auch nicht die Pressestelle der CEI, der italienischen Bischofskonferenz, die aus Versehen in ihrem öffentlichen Glückwunschtelegramm einen falschen Namen hinaus schickte und sich korrigieren musste.

Wie für so viele ist die erste Begegnung mit Papst Franziskus an diesem Abend bewegend: schlicht, einfach, geradeheraus. Ganz natürlich wünscht er erst einmal „Buonasera“, „Guten Abend“. Und: Er bezeichnet sich selbst „nur“ als „Bischof von Rom“, dem mit der ganzen Kirche von Rom der Vorsitz im Dienst der Liebe zukommt. Dass er das Volk Gottes zuerst um das Gebet für ihn und seinen Dienst bittet und dafür sich tief verneigt (wenn er gekonnt hätte, hätte er sich sicherlich niedergekniet) war stark. Hier nimmt der neue Hirte der Kirche das Volk Gottes in seiner Würde der Taufe, in seinem gemeinsamen Priestertum, total ernst.

Das Volk mag Papst Franziskus – Teil II
Video: Ein Jahr Papst Franziskus

Das Volk mag Papst Franziskus – Teil II

März 2014 – Ein Jahr ist schon ins Land gegangen mit Papa Bergoglio. In diesem Jahr hat der März mit Sonnenschein und römischen Frühling mit Mittagstemperaturen über 20 Grad Einzug gehalten. Nach dem Angelus am vergangenen ersten Fastensonntag ist Papst Franziskus mit Mitarbeitern aus der Kurie im Autobus nach Ariccia in den Albaner Bergen gefahren, um unter Anleitung eines römischen Pfarrers die Jahresexerzitien zum Thema „Reinigung des Herzens“ zu machen. Traditionell ist die erste volle Woche der Fastenzeit der Termin für die Exerzitien der Vatikanischen Kurie. Neu ist der Ort, der Rückzug aus dem Alltag, der Exerzitienmeister. Für Neuheiten ist Papst Franziskus gut – Neuheiten, so meine ich, die das Evangelium Jesu Christi und das, was die Kirche als der mystische Leib Christi ist, ganz ernst zu nehmen und deutlicher in der heutigen Zeit zu verwirklichen suchen.

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Mich berührt, dass ich gerade in seiner Botschaft darüber, was Kirche ist und wie Kirche heute geht, sehr viele Parallelen zum Gründer der Apostolischen Bewegung von Schönstatt, P. Josef Kentenich, entdecken kann, wie der am Ende des Konzils 1965 seine Vision von Kirche beschrieben hat, die nicht zuletzt „Gründungsurkunde“ für das Heiligtum und Internationale Schönstattzentrum Belmonte in Rom sind. Dort spricht er von einer pilgernden Kirche, einer brüderlichen (geschwisterlichen) Kirche, einer Kirche, die Seele der gesamten Weltkultur sein soll, einer armen Kirche, einer demütigen Kirche, einer ganz vom Geist Gottes geführten Kirche, in der Maria ihre Mutterfunktion weiter ausübt. Die Kirche, die aus sich herausgeht an die Peripherien menschlicher Existenz, die Bedeutung von Kollegialität und Synodalität in der Kirche. Die Kirche, die sich für nichts und niemanden zu schade ist. Die arme und demütige Kirche, die ganz auf die Barmherzigkeit Gottes baut, wie Papst Franziskus nicht müde wird, sie zu künden – um nur einige wenige Berührungspunkte zu nennen. Mich berührt, dass ich gerade in dieser Zeit hier am Schönstattzentrum in Rom wirken soll, in der Zeit von Papa Francesco, in der Zeit, in der die Schönstatt-Bewegung in ihr zweites Jahrhundert eintritt.

Wenn ich gelegentlich zu einer Audienz, zu einem Gottesdienst oder zum Angelus nach St. Peter kommen und mit dem Bischof von Rom feiere und bete, beeindruckt mich die Aufmerksamkeit, die er dem Einzelnen schenkt. Dank der großen Bildschirme auf dem Platz, aber auch dank der vielen Zeit, die er sich für die Rundfahrten beziehungsweise die persönlichen Begegnungen vor oder nach den verschiedenen Gottesdiensten und Veranstaltungen nimmt, kann das jeder miterleben. Und auch wenn ich zu den Zigtausenden zähle, die ihm jetzt nicht die Hand schütteln und ein Wort mit ihm wechseln können, ich kann wahrnehmen, dass er sich jedes Mal ganz dem Einzelnen zuwendet, ganz bei ihr oder ihm ist … und das springt über und schenkt mir unter den Vielen die Erfahrung, selber ganz angesprochen und ernst genommen zu sein. Und wenn er seine meist kurzen, gestrafften, in jesuitischer Manier auf drei Punkte konzentrierten Ansprachen hält und die ganze Piazza anspricht, bleibt der Eindruck, er spricht den Einzelnen an, er spricht mich an.

Das Volk mag Papst Franziskus, hat ihn ins Herz geschlossen: Man will ihn sehen, ihm begegnen, eintauchen in die Atmosphäre, die entsteht und etwas in einem selbst berührt und bewegt. Ob Christ oder nicht, ob katholisch oder nicht, ob praktizierend oder nicht. Viele, viele, viele kommen… Freilich: Wer von der Kirche, wer vom Papst die Aufrechterhaltung bestimmter gesellschaftlicher Ordnungen und Ränge erwartet, wer von ihm eine mächtige Kirche repräsentiert sucht, die auf alles eine sichere Antwort hat, der wird wohl enttäuscht sein – und auch das höre ich: im Klerus, in manchen gesellschaftlichen Schichten, hier in Italien und aus verschiedenen Ländern der Welt.

Ich persönlich bin überzeugt, dass der Heilige Geist Gottes einmal mehr in unserer Kirche gewirkt hat und – was ich bei allen Päpsten, die ich selber erlebt habe und erlebe sagen kann – den Richtigen in diesen Dienst gerufen hat. Ich persönlich bin überzeugt, dass die Impulse und die Art und Weise, wie Papst Franziskus seinen Dienst ausübt und unsere Kirche führt, genau das ist, was wir jetzt brauchen und wie der Gott unseres Lebens jetzt in seiner Kirche erfahrbar werden will. Und so bin ich gespannt, wie wir konkret in den kommenden Jahren uns weiter entwickeln und den Dienst tun werden, den Jesus Christus uns als seiner Kirche übertragen hat, und bin bereit, mich in diese Sendung immer mehr noch hinein nehmen und dafür gebrauchen zu lassen.

Das Volk mag Papst Franziskus – Teil I
Video: Ein Jahr Papst Franziskus

Bemerkungen über Papst Franziskus

Als der frischgewählte Papst Franziskus nach seiner Wahl zum ersten Mal auf der Loggia des Petersdomes den wartenden Menschen gegenübertrat und sein:“ buona sera“ rief, habe ich wie Millionen andere Menschen gelacht. Der fing ja gut an!

Und alles schien anders, was man so von den Medien aus Rom hörte: angefangen mit der Fahrt im Omnibus, die verschmähten roten Schuhe, sein neues Quartier und viele andere Dinge. Und ich dachte, warum eigentlich nicht, er ist der Papst, da wird er doch selbst bestimmen können, wie und auf welche Weise er sein Amt ausfüllen konnte. Der deutsche Papst hatte es ihm durch seinen Rücktritt ja vorgemacht, man kann also tatsächlich Abläufe und Dinge ändern, ohne dass die katholische Welt gleich zusammenbricht.

Und der neue Papst wurde auch in der Öffentlichkeit so wahrgenommen. Ich wurde von meinen Schülern und sogar von Kollegen, die mit der katholischen Kirche eigentlich nichts am Hut hatten, oft auf diesen erfrischenden neuen Mann angesprochen.

Busfahrt durch Rom
Busfahrt durch Rom

Das netteste Erlebnis in dieser Hinsicht hatte ich aber dann im Urlaub in Rom.

Wir hatten, aus der Laterankirche kommend, endlich einen Bus erwischt, mit dem wir in die Stadtmitte fahren wollten. Aber der Bus fuhr nicht los, weil der Busfahrer von einer alten Dame lautstark mit Beschwerden überhäuft wurde. Nur langsam, weil unser Italienisch für diese flüssigen Klagen nicht ganz ausreichte, bekamen wir mit, dass sie sich über den Zustand von Sitzen in diesem Bus so aufregte. Vergnügt verfolgten wir die gestenreichen Antworten des Busfahrers, der jede Verantwortung dazu abstritt. So ging der Wortwechsel hin und her, bis schließlich die alte Dame ganz erbost und im Brustton der Überzeugung ausrief:“ das sage ich dem papa in Vaticano!!

Und ich denke, genauso ist es. Jeder, der in unserer Kirche ein Anliegen hat oder dem Reformen nicht rasch genug gehen, würde das am liebsten auch dem „papa in Vaticano“ sagen.

Ich wünsche ihm auf jeden Fall die dazu nötigen großen Ohren und ein weites Herz – und viel Durchhaltevermögen für seine schwere Aufgabe.

Ad multos annos, Papst Franziskus!

Video: Ein Jahr Papst Franziskus

Ich bin dann mal schnell in Barcelona

Ich weiß, die fünfte Jahreszeit ist vorbei, dennoch erlaube ich mir einen kurzen Rückblick. Es ist ja recht und schön, aber acht Wochen Fasching, das ist dann für manchen doch etwas zu heftig! So lange wie heuer, ist der Fasching nur alle paar Jahre. Für die einen ist das eine Riesengaudi, für die anderen unerträglich. Sie wollen nur noch weg. Dorthin, wo es ruhiger ist, kein Fasching, und vor allem, wo es wärmer ist. Am besten noch Meer, Kultur, eine faszinierende Stadt und südländischer Lebensstil. Was liegt da näher als – BARCELONA.

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Gerade für ein verlängertes Wochenende oder einen kurzen Städtetrip ist Barcelona genau das richtige Ziel. Knapp zwei Flugstunden von München entfernt, gibt es außerhalb der Hauptsaison schon Flüge zwischen 100 und 150 Euro, hin und zurück. In St. Albertus Magnus, der Deutschsprachigen Katholischen Gemeinde in Barcelona, merken wir diese Überlegungen mancher Faschingsmuffel. Immer mehr Urlaubssuchende nützen die Ferienwoche über Fasching und Aschermittwoch für einen Besuch in der katalanischen Metropole – auch aus dem „Bischdum Eigschdädd“.

Eine junge siebenköpfigen Familie (Eltern mit fünf Töchtern von 6 bis 14 Jahre) aus der Eichstätter Gegend, zwei Familien mit jeweils zwei Kindern aus Ingolstadt und zwei Ehepaare meldeten sich einige Wochen vor dem Faschingswochenende in St. Albertus Magnus und kündigten ihren Besuch an. Ganz unterschiedlich war das Motiv: Die einen suchten einfach Erholung vom Alltag, die anderen feierten den Geburtstag des Ehepartners in der Fremde, wieder andere schauten sich nach einem möglichen Arbeitsfeld für die Zukunft um. Barcelona hat für die unterschiedlichsten Bedürfnisse was zu bieten.

Gut, dass in St. Albertus Magnus auch ein recht vielseitiges Angebot herrscht. Auch wenn die Hauptstadt Kataloniens keine Hochburg des Karnevals ist, in der Deutschsprachigen Gemeinde von Barcelona darf Fasching nicht fehlen. Karneval, Fastnacht, Fasching oder wie immer man auch die närrischen Tage bezeichnen will, die Tage vor dem Aschermittwoch gehören der Maskierung, der Freude und dem Fest. Deshalb kommt auch manches Kind schon in den sonntäglichen Gemeindegottesdienst maskiert und verkleidet. Vor allem dann aber nach der Messe. Da wird der gewöhnliche Kirchencafé erweitert zu einer waschechten Faschingsfeier. Mainzer Büttenreden, Kölner Karnevalslieder, bayrische Gstanzel, bolivianische Tänze, alles hat Platz in der Faschingsfeier der deutschen katholischen Gemeinde von Barcelona. Und dazu noch selbergemachte schwäbische Spätzle mit Gulasch – was fehlt da einem noch?

Es ist aber nicht nur ausgelassenes Vergnügen, was den Gästen aus Bayern in der katalanischen Hauptstadt geboten wird. Neben der reichhaltigen Geschichte, faszinierenden Kultur und den unerschöpflichen Sehenswürdigkeiten der Stadt bietet die St. Albertus Magnus-Gemeinde den deutschsprachigen Christen in Barcelona natürlich auch ein spirituelles Programm an, seien es nun  Sesshafte, die sich hier fest niedergelassen haben, oder Gäste, die für ein paar Tage die Stadt kennen lernen wollen. „Das Leben neu sehen“ lautet deshalb die Veranstaltung am Aschermittwoch, mit der die Österliche Bußzeit eingeleitet wird. Eine junge Künstlerin der deutschsprachigen Gemeinde gibt in der Buchhandlung des Claretiner-Ordens eine Einführung in ihre Ausstellung und der Pfarrer stellt sein Buch vor, in dem Fotografien, Predigten, Meditationen und Gedichte einen neuen Blick zu biblischen Gestalten eröffnen.

Auf keinen Fall fehlen darf bei einem Besuch in Barcelona aber „La Sagrada Familia“ – die einmalige Basilika zu Ehren der Heiligen Familie. Antoni Gaudi, der wohl außergewöhnlichste Jugendstilkünstler und Architekt Kataloniens, hat 1883 die Leitung des Kirchenbau übernommen. Zu seinem Tod, 1926, standen gerade ein kleiner Teil der Apsis-Mauern und die Ost-Fassade mit ihren Türmen (vier von insgesamt 18 geplanten). Im November 2010 konnte Papst Benedikt das Hauptschiff einweihen. Seitdem betreten die Besucher eine Kirche und keine Baustelle, und seit dem nutzt der Erzbischof von Barcelona die Basilika für besondere Gottesdienste. Trotzdem ist eine Vollendung der „Sagrada“ noch nicht abzusehen. Vor allem die Glorien-Fassade zum Meer und die Haupttürme, die Jesus Christus und der Gottesmutter geweiht werden sollen, werden sicher noch einige Jahre Bauarbeit in Anspruch nehmen. Obwohl die Kirche an vielen Stellen einer großen Baustelle gleicht, macht sie dennoch auf jeden Besucher einen unvergleichlichen spirituellen Eindruck. Das Spiel der Säulen, der Zauber der Farben, die unerschöpfliche Tiefe der Symbole, das alles macht „La Sagrada Familia“ zu einem „Fünften Evangelium“.

So schön der Fasching in Bayern oder in Deutschland auch sein kann. Es gibt auch Alternativen. St. Albertus Magnus, die Deutschsprachige Gemeinde von Barcelona bietet verschiedene.